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Digitalisierung: Fluch oder Segen?

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Laut dem schweizerischen Observatorium für Berufsbildung wandelt sich die Berufswelt wegen der Digitalisierung. Reto Julmy, Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, hält die Veränderungen durch die Digitalisierung in den Berufen für wichtig.

Eine Studie des schweizerischen Observatoriums für Berufsbildung zeigt, dass alle Berufe von der Digitalisierung betroffen sind. Es stellt sich die Frage, welche Auswirkungen diese hat und was die Folgen auf dem Arbeitsmarkt sind. Reto Julmy, der Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, gibt den vier Zisch-Reportern Auskunft über die Digitalisierung und ihren Einfluss auf die Arbeitswelt.

Reto Julmy, worum geht es bei der Digitalisierung?

In der Digitalisierung wird entmaterialisiert. Gewisse Abläufe werden durch ein Programm abgebildet, es gibt einen digitalisierten Ablauf. Gewisse Dokumente werden nicht mehr physisch bearbeitet, sondern werden gescannt, ins Programm eingelesen und dann weiterbearbeitet.

Das Ziel der Digitalisierung sind ein möglichst papierloses Büro und verbesserte Betriebsabläufe.

Reto Julmy
Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands

Was waren in den letzten Jahren die grössten Änderungen auf dem Arbeitsmarkt?

Covid-19 hat die Arbeitswelt stark beeinflusst. Der Lockdown und das damit einhergehende Homeoffice hat die Digitalisierung extrem beschleunigt. Büros wurden nach Hause verlagert, und es hat funktioniert. Dabei musste für die Mitarbeitenden im Homeoffice in kürzester Zeit der Zugriff von aussen auf das betriebsinterne IT-System ermöglicht werden. Man hat aber auch gewisse Mängel der Digitalisierung, zum Beispiel nicht kompatible Daten, entdeckt und konnte diese beheben. Datenbanken und Buchhaltungssysteme werden deshalb nun vermehrt in übergreifende Systeme integriert, genauso wie die Zeiterfassungssysteme.

Reto Julmy, Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, erklärt den 4 Zisch-Reportern, welche grosse Veränderungen die Digitalisierung in der Arbeitswelt gebracht hat. 
Charles Ellena/a 

Gibt es Berufe, die durch die Digitalisierung entstanden oder verschwunden sind?

In den letzten Jahren haben viele Berufe eine Veränderung durchlaufen. Beispielsweise müssen sich die kaufmännischen Berufe ständig der Entwicklung anpassen. Auch ein Grafiker und ein Kältesystem-Planer arbeiten heute fast nur noch mit digitalen Instrumenten. Es sind aber auch neue Berufe entstanden, ich denke zum Beispiel an den Mediamatiker-Beruf im grafischen Bereich oder den Mechatroniker-Beruf im Automobilbereich.

Was ändert die Digitalisierung in der Zukunft?

Man sieht schon heute, wie Aufgaben digital erledigt werden, zum Beispiel das Bezahlen von Rechnungen, die digital erfasst werden, ohne dass man alles von Hand eingeben muss. Die Menschen müssen ausserdem vermehrt Umschulungen absolvieren und sich mit den digitalen Werkzeugen vertraut machen.

Es braucht auch Weiterbildungen für die Mitarbeitenden, die bis jetzt noch analog arbeiten.

Reto Julmy
Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands

Auch in der Elektrotechnik wird sich vieles ändern.

Sie haben 2017 eine Studie gemacht über die Digitalisierung. Was war das Ergebnis?

Es hat sich herausgestellt, dass die Digitalisierung von den Unternehmen mehrheitlich als wichtig eingestuft wird. Aber leider sind viele noch unsicher, was dieses Thema angeht. Vielen Unternehmen ist bewusst, dass es noch Nachholbedarf gibt. Der Hauptgrund für die zögerliche Haltung gegenüber der Digitalisierung ist der Zeitmangel. Viele denken auch, dass es eine kostspielige Investition ist.

Aus welchem Grund haben Sie die Studie in Auftrag gegeben?

Der Hauptgrund war herauszufinden, wie der Bedarf bei unseren Mitgliedern aussieht und was ihre Vorstellungen sind. Es ging vor allem darum, Firmen zu fragen, wo sie sich in der Digitalisierung befinden und was sie davon halten. Daraus abgeleitet haben wir in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Freiburg auf die Bedürfnisse der KMU ausgerichtete Weiterbildungskurse angeboten.

Digitalisierung

Veränderungen in jedem Beruf

Alle Berufe sind von der Digitalisierung betroffen. Besonders in der Logistik und der Produktion werden digitale Tools entweder als Arbeitskraft eingesetzt oder haben gewisse Tätigkeiten sogar schon komplett übernommen. In den letzten Jahren sind einige Berufe ganz oder teilweise verschwunden, darunter unter anderem Fliessbandjobs und Routinetätigkeiten wie jene von Grossrechnerspezialisten und Grossrechnerspezialistinnen. Neu entstanden sind hingegen Berufe wie Automobil-Mechatronikerin, Automobildiagnostiker und Datenanalystin. Die grösste Veränderung bei der Arbeit kam durch die neuen digitalen Tools, durch die die Tätigkeiten vermehrt am Computer oder computergestützt stattfanden. Dies hat eine Studie des schweizerisches Observatoriums für Berufsbildung (OBS) über die Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsmarkt ergeben.

Die Digitalisierung der Elektroinstallateure

Durch die Digitalisierung hat sich auch die Welt des Elektroinstallateurs verändert. Früher wurden beispielsweise noch alle Arbeitszeiten aufgeschrieben, und der Lohnzettel wurde einem in die Hand gedrückt. Heute gibt es eine App dafür, die alles in einem Gang erfasst. Ein anderes Beispiel ist das Smarthome. Smarthome ist ein Überbegriff für verschiedene neuartige Haus-Automationssysteme, mit denen sich das gesamte Haus über das Smartphone steuern lässt. Beispielsweise lässt sich ein Fenster automatisch öffnen und schliessen. Mit der Digitalisierung werden immer mehr mechanisch funktionierende Bauteile im Netz durch digitale und elektronische ersetzt. Während die mechanischen Teile resistenter gegenüber äusseren Einflüssen sind und weniger Fehler und Kosten verursachen, sind die digitalen Versionen schneller und energieeffizienter in der Herstellung sowie in ihrer Funktion. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, machen keinen Lärm und sind kompakter. zisch

Zahlen und Fakten 

Der Freiburger Arbeitgeberverband

Der Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) ist der Dachverband, der die Interessen der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, der KMU und der Wirtschaft vertritt und verteidigt. Mit mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist er in den Bereichen Verbandsverwaltung, Arbeitgeberpolitik und Sozialversicherungen tätig. Er ist ein wichtiger Ansprechpartner für Unternehmen. Der FAV betreut über 8000 Mitglieder. Zurzeit verwaltet er 55 Berufsverbände, 17 Verbände der überbetrieblichen Kurse, Lehraufsichtskommissionen und ist in acht paritätischen Kommissionen vertreten. zisch

Zisch

Sie lesen heute eine Sonderseite mit Zeitungsbeiträgen von Freiburger Berufsschülerinnen und Berufsschülern. Im Rahmen des Projekts «Zeitung in der Berufsfachschule» stehen rund 137 Jugendliche und junge Erwachsene aus zwölf Klassen der Freiburger Berufsfachschule als Reporter für die FN im Einsatz. Das medienpädagogische Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den FN, drei Wirtschaftspartnern und dem Bildungsinstitut Izop aus Aachen.

HeuteDigitalisierung: Die Digitalisierung und ihr Einfluss auf die Arbeitswelt in den letzten Jahren. agr

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