Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

DJ Ötzi im Wohnzimmer von Tentlingen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Aldo Ellena (Bilder), Imelda Ruffieux (Text)

Um die Mittagszeit, als es mit den Gletscher Fezzzern eigentlich musikalisch schon losgegangen wäre, treffen die Besucher erst nach und nach ein und machen es sich auf dem 20 000 Quadratmeter grossen Festgelände gemütlich.

Das Meer bunter Sonnenschirme wird immer dichter, je weiter die Sonne am Himmel steigt. Doch vor der Bühne fangen ein paar hitzeresistente Fans an, sich im Takt der Darbietungen des Alpentrios Tiurol zu wiegen und mitzuklatschen. Es werden immer mehr, und als kurz nach 15 Uhr die beliebten Klostertaler zu spielen beginnen, werden sie von rund 1000 Fans vor der Bühne willkommen geheissen.

Drei Stunden nonstop

Der zweimalige Gewinner des Grand Prix der Volksmusik gibt in Tentlingen sein drittletztes Konzert in der Schweiz, denn Mitte August löst sich die Erfolgsband nach 34 Jahren auf. Die Vorarlberger Volksmusiker enttäuschen die Fans nicht: Drei Stunden nonstop singen sie einen Hit nach dem anderen, beziehen dabei stets das Publikum mit ein und lassen es die schweisstreibende Hitze vergessen.

Angegrauter Engel

Nach einem Intermezzo der Gletscherfezzzer sagt Gastgeberin Laysa gegen 19.30 Uhr Nino de Angelo an. «Boa, ist er alt geworden», meint eine Zuhörerin beim Anblick des Sängers, dessen angegrautes Haar im tief gebräunten Teint doppelt auffällt. «Sieht aber immer noch verdammt gut aus», entgegnet ihre Kollegin und winkt dem Schlagerstar der 80er-Jahre begeistert zu. Mit italienischem Charme überspielt dieser eine kleine Playback-Panne und lächelt in jede Fotoapparat- oder Handylinse, die er im Publikum hochgestreckt sieht.

Warten auf DJ Ötzi

Noch bevor die letzten Töne von Ninos Zugabe verklungen sind, wechseln viele Zuschauer ihren Standort und platzieren sich so dicht wie möglich vor der zweiten Bühne. Dagegen kann auch Gastgeberin Laysa nichts tun, die ein letztes Mal ein paar ihrer Lieder zum Besten gibt, wie sie dies den ganzen Tag zwischen den Acts getan hat. «Er kommt ja schon», beruhigt sie die Leute. «Er nimmt nur noch im Sternen einen Happen zu sich.»

Dann, kurz vor 21 Uhr ist es so weit: Gerry Friedle alias DJ Ötzi, mit 16 Millionen verkaufter CD einer der erfolgreichsten Sänger im deutschsprachigen Raum, betritt unter tosendem Applaus die Bühne. Er macht seinem Ruf als absoluter Stimmungsmacher alle Ehre und weckt in den Zuhörern die letzten Energiereserven.

«Gaili Sieche»

Geschickt fordert er sie auf, die Hände zu heben, lädt für «den Stern» eine Horde Kinder auf die Bühne ein und weiss auch sonst, wie er die gute Stimmung noch mehr anheizen kann. «Ich fühle mich hier so heimelig. Es ist, als ob ich bei Euch im Wohnzimmer spielen würde», erklärt er und wirft mehrfach ein «gaili Sieche!» in die Runde. Er hat sie mit seiner mitreissenden Art am Schluss alle in der Tasche: die ältere Dame, die mit ihren Enkeln mitschunkelt, das Paar, das auf dem Rasen tanzt, oder auch die drei Damen aus Estavayer-le-Lac, die zwar kein Wort Deutsch verstehen, aber für diese Art von Musik von Konzert zu Konzert reisen. «Le Musikantenstadl et tout ça, j’adore», sagt die eine und singt dann voller Insbrunst «Ich bin der Anton aus Tirol» mit.

Mehr zum Thema