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Dreiste Diebe stehlen Bienenvölker aus einem Forschungsprojekt

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Autor: Lukas Schwab

Bellechasse An einem Freitagmorgen staunten die Forscher des Schweizerischen Zentrums für Bienenforschung (ZBF) der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) nicht schlecht: Statt vor ihren Bienenvölker standen sie vor leeren Magazinen. Diebe hatten die Schutzverschraubungen der Behälter gelöst, die Magazine geöffnet und die Waben mitsamt den Bienen abtransportiert. Insgesamt dreizehn Versuchsvölker wurden von den unbekannten Tätern abtransportiert und sind bisher nicht wieder aufgetaucht.

Imker als Täter?

Im ZBF gibt es die Vermutung, dass die massiven Völkerverluste des vergangenen Winters Imker zu dieser Verzweiflungstat gebracht haben könnten. «Wir kennen die Not der betroffenen Imker aus erster Hand. Aufgrund des Vorgehens muss es sich um Diebe handeln, die das Imkerhandwerk kennen», erklärt Peter Gallmann, Leiter des Zentrums für Bienenforschung, in einer Medienmitteilung. Reto Burkhardt, ALP-Kommunikationsverantwortlicher, erklärte auf Anfrage ebenfalls, die Täter seien professionell vorgegangen: «Ohne Bienenkenntnisse wäre der Diebstahl nicht möglich gewesen.» In der Schweiz habe er zwar noch von keinem vergleichbaren Fall gehört, beispielsweise in Deutschland habe es aber bereits ähnliche Fälle gegeben.

Für die Forschung sei der Diebstahl ein herber Rückschlag, schreibt die ALP. Durch den Diebstahl seien die Forschungsarbeit und die Resultate mehrerer Jahre auf einen Schlag vernichtet worden. Auch wenn die Bienenvölker wieder gefunden würden, könne der Feldversuch auf Grund des Unterbruchs nicht weitergeführt werden, so Burkhardt. Er rechnet aber nicht damit, die Völker wiederzufinden, da sie wohl woanders neu angesiedelt wurden.

Der Diebstahl ereignete sich in der Woche vom 12. bis 15. April. Um die Ermittlungen der Kantonspolizei nicht zu gefährden, verzichtete die ALP aber vorerst darauf, den Fall publik zu machen.

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