Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Düdingen braucht mehr Schulzimmer

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir sind bald kein Dorf mehr, sondern eine Stadt», sagte Gemeinderat Stefan Siegenthaler (SVP) an der Generalratssitzung vom Montagabend. Und er brachte damit auf den Punkt, warum die Gemeinde derzeit eine Immobilienstrategie ausarbeitet. Eine Arbeitsgruppe analysiert seit 2017 alle Gemeindeliegenschaften. Sie klärt ab, ob diese den aktuellen Bedürfnissen noch entsprechen und ob und wann eine Sanierung nötig sein wird. So sollen Investitionen besser geplant und gezielt getätigt werden können. Gemeinderat Bruno Schwaller (CVP) und Bauamtsleiter David Köstinger erklärten dem Gemeindeparlament am Montagabend, wie weit das Projekt ist.

Drei Szenarien

Grundlage für die Beurteilung sei das Bevölkerungswachstum, erklärte David Köstinger. Aktuell zählt Düdingen rund 8200 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2027 dürften es 10 000 sein. Köstinger relativierte aber auch: «Je weiter wir in die Zukunft sehen, desto weniger genau sind unsere Berechnungen.» Die Gemeinde habe drei verschiedene Szenarien für das Bevölkerungswachstum erstellt: eines beruhend auf konkreten Berechnungen, eines mit 30 Prozent weniger Bevölkerungswachstum als berechnet und eines mit 30 Prozent mehr Wachstum. «So sind wir auch darauf vorbereitet, wenn plötzlich viel weniger oder viel mehr Leute kommen.»

Mit dieser Grundlage habe die Gemeinde alle Liegenschaften, die ihr gehörten, bewertet: Wann wurden sie gebaut, wann wurden sie zuletzt saniert, wie dringend ist eine Sanierung, und wie viel könnte das kosten?

Das Hauptaugenmerk lag dabei auf den Immobilien für die Schulen und die familienexterne Kinderbetreuung – denn dort besteht nach den ersten Abklärungen der grösste Bedarf, wie Gemeinderat Bruno Schwaller sagte. Über alle Schulstufen hinweg dürften bis 2025 rund zwölf Schulzimmer fehlen und bis 2030 bis zu 20 Räume, führte David Köstinger aus. Dabei sei nicht nur das Bevölkerungswachstum berücksichtigt worden, sondern auch der Umstand, dass es in der Primarschule mehr Gruppenarbeiten gebe. Dafür brauche es mehr Zimmer. Momentan seien die Schulhäuser und Schulzimmer in gutem Zustand, fügte Bruno Schwaller an. Er rechnet damit, dass ab 2023 erste Massnahmen nötig werden.

Die Sportanlagen wie die Turnhallen dürften gemäss den aktuellen Berechnungen für den Schulbetrieb bis 2025 oder sogar 2030 ausreichen.

Mehr Plätze für ASB

Früher dürfte der Ausbau bei der ausserschulischen Betreuung (ASB) kommen, denn dort ist die Nachfrage gross (die FN berichteten). David Köstinger rechnet damit, dass es bis 2030 rund 120 Plätze braucht. Momentan hat die ASB 45 Plätze, das heisst, 45 Kinder können gleichzeitig aufgenommen werden. Insgesamt nutzen derzeit 86 Kinder das Angebot, das sind rund 15 Prozent aller Schulkinder, wie Gemeinderätin Anita Johner (CSP) ausführte. Für das kommende Schuljahr hätten alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Personell stockt die ASB bereits ab diesem Sommer mit zwei zusätzlichen Teilzeit-Stellen auf; ab dem Schuljahr 2021/2022 will sie 60 Kinder gleichzeitig aufnehmen können. Dafür braucht es neue Räumlichkeiten, denn in den aktuellen reichen die sanitären Anlagen nicht für so viele Kinder aus.

Vorübergehend könnte die ASB das Thaddäusheim nutzen, bis eine definitive Lösung da sei, sagte Gemeinderat Bruno Schwaller. Das Thaddäusheim könnte künftig auch vom Konservatorium genutzt werden (die FN berichteten). Die Gemeinde warte jedoch immer noch auf eine Antwort des Konservatoriums, ob es das Gebäude tatsächlich will.

Die Arbeitsgruppe will bis Ende Jahr die Immobilienstrategie fertig ausgearbeitet haben und diese dem Gemeinderat übergeben.

Finanzen

Finanzplan für die nächsten Jahre bereitet Sorgen

Der Düdinger Generalrat genehmigte am Montagabend die Jahresrechnung 2019 einstimmig. Sie schliesst bei einem Aufwand von rund 35 Millionen Franken und einem Ertrag von 38,4 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3,4 Millionen Franken ab. Für die nächsten Jahre sieht es jedoch düster aus. Die Gemeinde rechnet unter anderem wegen der Corona-Krise, der Unternehmenssteuerreform und grösseren Investitionsprojekten in den kommenden Jahren mit Verlusten, wie im Finanzplan festgehalten ist (siehe auch FN vom Montag).

Da der Finanzplan ein Planungsinstrument des Gemeinderats ist, stimmen die Generalräte nicht darüber ab. Sie können jedoch an der Generalratssitzung Bemerkungen dazu machen – und das nutzten am Montagabend die bürgerlichen Parteien. SVP, CVP und FDP drückten ihre Sorgen über diesen Finanzplan aus. Sie sprachen sich gegen eine Steuererhöhung aus, die im Finanzplan als Möglichkeit erwähnt wird. Marco Zbinden von der SVP rief dazu auf, «wirklich jede Investition zu hinterfragen», um weitere Schulden zu vermeiden. Pa­trick Schaller von der FDP sagte, er sei nicht so pessimistisch, was die Einnahmen angehe. Und Thomas Meyer von der CVP forderte gar eine Überarbeitung des Finanzplanes bis Ende Jahr.

nas

 

Personalien

Markus Haas ist der neue Präsident des Generalrats

Der Generalrat von Düdingen hat am Montagabend Markus Haas (SP) zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Er wird das Amt für ein Jahr innehaben und folgt auf André Schneuwly (Freie Wähler). Zuvor war er bereits Vizepräsident gewesen. Zur neuen Vizepräsidentin wurde Olive Haymoz von der Jungen Liste gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Für beide Ämter gab es keine Gegenkandidaten, Haas und Haymoz wurden per Akklamation gewählt.

Weil Olive Haymoz mit ihrer Wahl das Amt der Stimmenzählerin nicht mehr wahrnehmen kann, wählte das Gemeindeparlament als Ersatz Marco Zbinden von der SVP. Er setzte sich mit 28 Stimmen gegen Beat Zosso von den Freien Wählern durch, der 16 Stimmen erhielt.

Die Generalrätinnen und Generalräte wählten überdies Andrea Bertschy (CVP) neu in die Einbürgerungskommission. Sie ersetzt die zurückgetretene Sara Lenherr (CVP).

nas

 

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema