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Düdingen II in argen Abstiegsnöten

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Autor: Michel Spicher

Roland Schneuwly, Ihrem Team läuft es in seiner zweiten 1.-Liga-Saison nicht wunschgemäss. Wo sehen Sie die Gründe dafür?

Einerseits spielt unsere Unerfahrenheit eine grosse Rolle. Das Team ist sehr jung und bezahlt momentan Lehrgeld. Wir spielen meistens sehr gut, halten mit dem Gegner lange mit, machen aber in den entscheidenden Phasen am Ende des Satzes die Punkte nicht. In der Moneytime zittern meinen Spielerinnen jeweils die Hände. Punkto Einsatz und Trainingsfleiss sind sie aber richtige Vorbilder.

Und andererseits?

Vor Weihnachten fielen mit Nicole Bieri und Anic Zosso zwei unserer drei Spielerinnen, die über 20 Jahre alt sind, mit einem Kreuzbandriss aus. Es dauerte einige Zeit, bis wir den Ausfall unserer einzigen Passeuse Bieri kompensieren konnten. Und auch wenn ich es nicht gerne als Grund anführe: Die Tatsache, dass wir in der Gruppe B eingeteilt wurden, spielt durchaus eine Rolle. Alle Vorbereitungsspiele, die wir vor der Saison gegen Gegner aus der Gruppe A absolviert haben, konnten wir gewinnen. In der Gruppe B sind uns erst zwei Siege gelungen. Das Niveau ist viel höher und extrem ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen – ausser wir.

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen hat Ihr Team Verstärkung vom NLA-Team erhalten. Trotzdem reichte es jeweils nicht zum Sieg…

Die Verstärkungen waren leider auch nicht in der Lage, die entscheidenden Punkte zu machen. In jedem Spiel gibt es Situationen, die man im Training nicht üben kann. Nur wenn man regelmässig spielt und solche Situationen immer wieder durchlebt, kann man sie erfolgreich meistern. Den Verstärkungen fehlt diese Spielerfahrung, weil sie in der Nationalliga A kaum zum Einsatz kommen.

Wieso kommen diese Spielerinnen denn nicht häufiger in der 1. Liga zum Zug? Dort könnten sie doch Spielerfahrungen sammeln…

Das war eigentlich die Absicht des Vereins. Jene Spielerinnen, die in der NLA wenig Einsatzzeit erhalten, sollten ihre Erfahrungen in der 1. Liga sammeln können. Weil aber die Meisterschaftspartien der ersten und der zweiten Mannschaft häufig zeitgleich stattfinden, klappt der Austausch von Spielerinnen nur selten. Das NLA-Team kann es sich nicht leisten, Schweizer Spielerinnen abzugeben, wenn es selber im Einsatz steht. Dazu ist sein Kader zu schmal. Das Problem ist, dass der Verein es diese Saison nicht geschafft hat, genügend Schweizer Spielerinnen nach Düdingen zu holen.

Das tönt nicht sehr optimistisch. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Ihr Team in den verbleibenden fünf Runden den Ligaerhalt doch noch schafft?

Realistisch gesehen liegen unsere Chancen höchstens bei 10 Prozent. Der Abstieg stellt für die Mädchen aber auch eine Chance dar. In der 2. Liga werden sie zu den besten Teams gehören, können mit Siegen Selbstvertrauen tanken. Währen einer Saison können die Spielerinnen Erfahrungen sammeln und dann als 19- oder 20-Jährige den Wiederaufstieg anstreben. Schon die nächsten zwei Monate wollen wir nutzen, um reifer zu werden. Wir können in den verbleibenden Partien Risiken eingehen und Dinge ausprobieren. Zu verlieren haben wir ja nichts mehr.

Was bedeutet es für Ihren Verein, wenn die zweite Mannschaft absteigt?

Wir hatten einige Anfragen von auswärtigen Spielerinnen, die nächstes Jahr in Düdingen 1. Liga spielen wollten. Diese werden jetzt kaum kommen. Wir werden aber locker ein Team in der Regionalliga stellen können. Die Spielerinnen haben angekündigt, dass sie dem Verein auch in der 2. Liga die Treue halten wollen. Für die jungen NLA-Spielerinnen ist unser Abstieg insofern schade, als dass sie nicht mehr die Möglichkeit haben, in einem Zweit-Team Spielpraxis zu sammeln.

Neben Düdingen II kämpfen auch der VBC Schmitten und der TSV Rechthalten gegen den Abstieg aus der 1. Liga. Würde es nicht Sinn machen, wenn die drei Sensler Vereine zusammenspannen und gemeinsam ein junges, ambitioniertes Team bilden würden? Auch im Interesse des Freiburger Volleyballs?

Zwischen Düdingen und Schmitten hat es letztes Jahr diesbezüglich Gespräche gegeben, aber ohne konkreten Erfolg. Momentan hat es sechs 1.-Liga-Teams im Kanton Freiburg. Dafür ist bei uns zu wenig Potenzial vorhanden. Es war abzusehen, dass früher oder später Teams absteigen müssen. Schade ist natürlich, dass es uns treffen musste.

Trotz Fleiss kein Preis: Anic Zosso (l.) und Murielle Aebischer vom TSV Düdingen II.Bild Aldo Ellena/a

«In der Moneytime zittern den Spielerinnen jeweils die Hände.»

Autor: Roland Schneuwly

Autor: Trainer TSV Düdingen II

«Den Verstärkungen fehlt die Spielerfahrung, weil sie in der NLA kaum zum Einsatz kommen.»

Autor: Roland Schneuwly

Autor: Trainer TSV Düdingen II

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