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Düdingen knackt die 8000er-Marke

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Ob sich der kleine Pierre-Maxime Tschirk so die Feier für seinen zweiten Geburtstag vorgestellt hatte? Seine Eltern allerdings waren sichtlich stolz, als Syndic Kuno Philipona ihrem Sohn das Diplom des 8000. Einwohners von Düdingen überreichte. Der junge Bürger hatte aber am Ende nur Augen für den Düdinger Esel, den er ebenfalls zur Feier des Tages erhalten hatte.

Die Familie Tschirk ist von Freiburg nach Düdingen gezogen. David-Leon Tschirk kommt aus Österreich, seine Frau Aurélie Tschirk ist französischsprachige Stadtfreiburgerin. «Uns war es ein Anliegen, dass unsere Kinder zweisprachig aufwachsen», sagt David-Leon Tschirk. Er und seine Frau hätten sich auch deshalb für Düdingen entschieden, weil sie die Infrastruktur der Schule als sehr gut einschätzen. «Von der Stufe Kindergarten bis hin zur Orientierungsschule können unsere Kinder zu Fuss zur Schule gehen. Die Schulen sind sehr zentral gelegen.» Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sei ein Pluspunkt. «Ich muss gar nicht mehr auf der SBB-Applikation nachschauen, wann ein Zug fährt, weil ich alle 20 Minuten eine Verbindung nach Freiburg oder Bern habe», sagt Aurélie Tschirk. Zudem habe Düdingen für sie den Charme einer «kleinen Stadt».

Seit 2010 sei die Gemeinde Düdingen im Durchschnitt um 100 Einwohner pro Jahr gewachsen, sagt Syndic Kuno Philipona. Schule, öffentlicher Verkehr, Wohnungen, Vereinsleben: In mehreren Bereichen bestehe in Düdingen eine gute Infrastruktur und ein ausgewogenes Angebot. Die Gesamtheit dieser Aspekte sei für viele Personen ein Anreiz, sich in Düdingen niederzulassen. Wie die Familie Tschirk schon angesprochen habe, sei die Schulinfrastruktur gut, «beim Betreuungsangebot für Kleinkinder könnten wir allerdings noch ausbauen», meint Philipona.

Stichwort «ausbauen»: Die Bautätigkeit innerhalb der Gemeinde sei zurzeit enorm. «Allein mit der Überbauung Brieglipark und Düdingenplus erhält die Gemeinde rund 500 neue Wohnungen», sagt der Syndic. Zusätzlich seien noch weitere Überarbeitungsprojekte in Düdingen vorgesehen, die aber noch in Bearbeitung seien.«Mit der neuen Gesetzgebung für verdichtetes Bauen werden alte Liegenschaften ­zurückgebaut und neue Wohnblöcke errichtet.»

Veloverkehr fördern

Doch wo sich immer mehr Leute ansiedeln, nehmen auch die Mobilität und der Verkehr zu. Seit diesem Jahr hält der Regio-Express in Düdingen – «ein Mehrwert für uns als Agglomerationsgemeinde», sagt Philipona. Um sich aber auch innerhalb der Gemeindegrenzen schneller mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen, will der Gemeinderat einen Ortsbus für die Schlaufe Leimacker–Gantrischweg einführen (die FN berichteten). «Ich würde mir zudem wünschen, dass die Leute mehr zu Fuss ins Zentrum gehen oder das Velo benützen.» Der Gemeinderat sei deshalb bestrebt, die Wege für den Langsamverkehr weiter auszubauen.

Um dem Stau in den Stosszeiten im Dorf entgegenzuwirken, müsste laut Philipona die Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil unbedingt entstehen: Die 1,5  Kilometer lange Stras-se würde den Autobahnanschluss mit der Kantonsstrasse Murten–Düdingen verbinden. Doch nicht nur der Verkehr würde davon profitieren, ist der Syndic überzeugt. «Auch für die Arbeitszone Birch ist diese Strasse ein Muss.»

Ein Thema, das Philipona Sorgen bereitet, ist die zusätzliche Schaffung von Arbeitsplätzen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl biete seine Gemeinde nicht genügend Arbeitsplätze an. Ein Grund, weshalb diese Zahl nicht steigt, sieht er in der heutigen Technologie und Digitalisierung. Ein Grosskonzern beispielsweise habe sich vor Jahren auf dem Gemeindegebiet niedergelassen. «Sie haben flächenmässig weiter ausgebaut, aber die Anzahl Stellen ist kaum gewachsen, weil es heute Maschinen sind, die einen Grossteil der Arbeit übernehmen.» Er wolle sich auch dafür einsetzen, dass sich der Staat überlege, kantonale Ämter in Düdingen anzusiedeln. «Als Agglomerationsgemeinde sind wir für Pendler gut erreichbar.»

Zahlen und Fakten

In den letzten 100 Jahren verdoppelt

Die Gemeinde Düdingen ist in den letzten 100 Jahren stark gewachsen: Laut dem statistischen Jahrbuch des Kantons Freiburg lebten im Jahr 1920 4160 Einwohner in Düdingen – seit kurzem zählt die Gemeinde 8001 Einwohner. 2010 wohnten 7325 Leute in Düdingen, 2015 7794 Personen. Düdingen ist die grösste Gemeinde im Sensebezirk, gefolgt von Wünnewil-Flamatt, die 2017 5558 Einwohner zählte. Im gleichen Jahr war Wünnewil-Flamatt auch die Sensler Gemeinde mit dem grössten Bevölkerungswachstum: ein Plus von 88 Personen. Sagen Alterswil, St. Antoni und Tafers am 19. Mai Ja zu einer Fusion, wird Wünnewil-Flamatt als zweitgrösste Sensler Gemeinde abgelöst.

jp

 

 

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