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Düdingen wird zum Mekka der Indieszene

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Autor: Pascal Jäggi

Was die Macher als «geträumten Wunschzettel» beschreiben, steht sicher auch auf der Liste des einen oder anderen Musikfreaks. Am ersten Abend schaut schon die schönste Stimme Zürichs, Sophie Hunger, am Schiffenensee vorbei. Dazu gibts reichlich einheimische Verstärkung. Von den Deutschfreiburger Bad-Bonn-Stammgästen Black Cargoes (die das Pech haben, genau vor und teilweise während des Auftritts von Sophie Hunger zu spielen) über den Berner Rock-’n‘-Roll-Priester Reverend Beat-Man, den Ex-«Dead Brother» Pierre Omer, bis zu der wahnwitzigen Wiederaufnahme eines Schulprojekts, Agent Orange (nicht die amerikanische Punkband, sondern «Rage against the Machine» à la fribourgeoise).

Ebenfalls sehenswert sind am Freitag die ausländischen Vertreter, etwa Lightning Bolt, ein infernalisches Duo von der Ostküste der USA, oder Deerhoof, nicht minder schräge Indierocker von der Westküste.

Mogwai und das Bad Bonn

Die Geschichte ist schon legendär und passt so richtig zum Bad Bonn: Die Stars des Samstags, die schottischen Postrocker Mogwai, spielten letztes Jahr im Fri-Son. Nach dem Auftritt zogen sie weiter ins Bonn, wo am selben Abend ihre Freunde von The New Year spielten. Im Schlepptau hatten sie das halbe Fri-Son-Publikum, das ungläubig mitverfolgte, wie sich seine Helden in den Zuschauerraum stellten und mit den Fans ein Bier tranken. Kurz: Logisch, dass Mogwai nach dieser Episode früher oder später an der Kilbi auftreten würden. Freunde der ruhigeren Klänge können sich schon auf die britische Folkband Tunng, die erst 19-jährige Zürcherin Evelinn Trouble und das «Heartcore»-Duo Wildbirds&Peacedrums aus Schweden freuen.

Aber auch am Samstag gibts was für die ganz Harten: Die drei verrückten Israelis von Monotonix. Wer den furiosen Auftritt der Siebzigerjahre-Rocker letztes Jahr im Freiburger Transformateur verpasst hat, sollte dies unbedingt nachholen. Zum Schlafen kommt an diesem Abend garantiert niemand, noch nachts um 1.30 Uhr wird Shantel mit dem Bucovina Club Orkestar sein «Disko, Disko Partizani!» von der Bühne schreien und das Publikum zu Balkanrhythmen hüpfen lassen.

Tag der Stars

Klar, der Kilbi-Sonntag ist schon seit Wochen ausverkauft. Der Grund ist einfach: Die New Yorker Indierock-Legenden Sonic Youth machen einen Abstecher nach Düdingen. Die Band um Thurston Moore und Kim Gordon existiert mittlerweile seit gut 30 Jahren. Die Ankündigung, dass die US-Amerikaner die Kilbi beehren werden, hat für manch offenen Mund bei den Musikfans gesorgt und lässt einige noch immer verzweifelt nach Tickets suchen.

Wie an allen Tagen gilt auch am Sonntag: Wer zu spät kommt, verpasst was. Zum Beispiel die chinesische Band mit dem seltsamsten Namen des Festivals, Carsick Cars, die den Reigen eröffnet, oder The Mae Shi aus Kalifornien, die den Synthesizer ins Zentrum stellen und mit rotziger Punk-Attitüde versehen. Final Fantasy ist nicht nur ein Konsolenspiel, sondern auch der kanadische Geiger Owen Pallett, der bei den Live-Auftritten von Arcade Fire mitspielt. An der Kilbi zeigt Pallett, dass er auch alleine auf der Bühne sehenswert ist.

Sunn O))) muss dem Bad-Bonn-Publikum nicht mehr vorgestellt werden. Die Doomband wird in ihrer Urformation aufkreuzen und die vor zehn Jahren erschienene erste Platte «The Grimmerobe Demos» live wieder auferstehen lassen. Nach der üblichen DJ-Fett-Dröhnung bietet die Kilbi auch zum Abschluss ein Highlight: Zwei der grössten Vertreter des Electroclash, Miss Kittin&The Hacker aus Frankreich, bitten zum letzten Tanz auf dem Parkplatz. Und keine Angst, am nächsten Morgen ist ausschlafen angesagt, Pfingstmontag sei Dank.

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