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Untertitel: Medizinische Statistik über sämtliche Freiburger Akutspitäler

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

Mit einigem Stolz konnte die Direktorin für Gesundheit und Soziales, Ruth Lüthi, am Mittwoch vor den Medien verkünden, dass Freiburg bezüglich medizinische Statistik Pionierarbeit geleistet hat. Und sie liefert ihr einen zusätzlichen Trumpf in der Verteidigung der kantonalen Spitalplanung.

Untersucht wurden u.a. das Tätigkeitsfeld der Spitäler, der Umfang ihrer Leistungen und auch die durchschnittliche Schwere der Fälle. «Dank dieser Statistik können die Spitäler künftig die Entwicklung ihrer Anstalt fortlaufend verfolgen», hielt sie fest. Für sie ist aber vor allem auch wichtig, dass nun «Gleiches mit Gleichem verglichen werden kann».

Dank analytischer Buchhaltung

Nach Worten des wissenschaftlichen Mitarbeiters Patrick Andenmatten wurden die Daten von den Spitälern selbst geliefert und von einer neutralen Instanz ausserhalb des Kantons geordnet. Dabei bildete die analytische Buchhaltung die Basis für diese Studie. 28 Tätigkeitsfelder, von der Orthopädie über die Geburtshilfe bis zur Neonatologie, wurden erfasst. Maximal 641 unterschiedliche Leistungen kann ein Spital erbringen. Nur die Universitätsspitäler kommen nahe an dieses Maximum heran, wie Andenmatten ausführte.

Laut Statistik behandelte das Kantonsspital im Jahre 2002 492 von den 641 maximal möglichen Pathologien (Krankheitsbilder). Das interkantonale Spital in Payerne brachte es auf 436, das Spital des Südens auf 415, Tafers auf 261 und Merlach auf 214 Pathologien, während die Privatkliniken St. Anna (181), Daler (167) und Garcia (65) sowie das psychiatrische Spital in Marsens (17) einen beschränkten Umfang der Leistungen angeboten haben.

Schwere der Fälle

Analysiert wurde auch die Schwere der behandelten Fälle. Wenn die mittlere Schwere als Referenzwert den Faktor 1.00 aufweist, so kam das Kantonsspital im Jahre 2002 auf einen Faktor von fast 1.15. Auch die Spitäler von Payerne (1.139), Tafers (1.074) und des Südens (1.064) wiesen überdurchschnittliche Werte auf, während Merlach (0.864) und die Privatkliniken deutlich unter dem Schnitt blieben, also weniger schwere Fälle behandelt haben.

Um einen wahren Vergleich der Betriebskosten unter den Akutspitälern anstellen zu können, ist laut Andenmatten die Schwere der Fälle zu berücksichtigen und die Betriebskosten entsprechend zu gewichten. Dank dem Faktor 1.139 fielen die Betriebskosten pro Fall im Spital von Payerne so auf 5641 Franken zurück, während jene des Spitals Merlach aufgrund der kleineren Zahl der schweren Fälle auf 8325 Franken kletterten.
Auf der Suche nach Gründen für die hohen durchschnittlichen Betriebskosten pro Fall im Spital Merlach rief Staatsrätin Ruth Lüthi in Erinnerung, dass sich der hohe Anteil der Fixkosten in den kleinen Spitälern negativ auf die Durchschnittskosten auswirke. «Eine gewisse Infrastruktur muss auch in kleineren Spitälern mit 50 Betten zur Verfügung gestellt werden», hielt sie fest.

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