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Ein besonderes Orgelerlebnis

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Einmal wie die geistlichen Würdenträger im Chor der Kathedrale sitzen und der Musik zuhören: Dieses besondere Erlebnis bot sich am Mittwochabend dem Publikum des Internationalen Orgelfestivals Freiburg. Auf der kleinen Empore im Chor spielte Maurizio Croci die kostbare Barockorgel, eine Manderscheidtorgel aus dem 17. Jahrhundert. Als Mitglied des Ensembles Il Pegaso bot der künstlerische Leiter des Festivals zusammen mit Mirko Guadagnini (Tenor), Christian Immler (Bass) und der Argentinierin Evangelina Mascardi (Theorbe, eine grosse Laute) einen facettenreichen Abend mit Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Unter dem Motto « Im Zeichen von Monteverdi» interpretierte das Ensemble Werke von Monteverdi und seinen Zeitgenossen. Indem die Mitglieder abwechslungsweise in unterschiedlichen Formationen auftraten, verschafften sie dem Abend einen spannungsvollen Verlauf.

Bern, Cossonay, Freiburg

Das Programm mit Werken von über zehn Komponisten aus der Renaissance hat das Ensemble, das Croci 2012 gegründet hat, bereits in der Dreifaltigkeitskirche von Bern und in der reformierten Kirche von Cossonay gespielt. Das Konzert am Mittwochabend war der dritte Auftritt. Die Sänger – vorab der Tenor – zeigten sich vorerst verhalten. Doch im Verlaufe des Abends blühten die Stimmen auf. Wie etwa in Monterverdis «Ego dormio», als Bass und Tenor nicht auf der Empore standen, sondern im Chor sangen, feinfühlig begleitet von der Lautenistin Mascardi. Die Musikerin liess auf ihrer Theorbe gleich ein graziöses Solo folgen.

Maurizio Croci, Titularorganist an der Kollegiumskirche St. Michael und Professor an der Musikhochschule Freiburg, zeigte sich als versierter Organist, der sowohl virtuos Solowerke präsentierte als auch einfühlsam das Trio begleitete. Ein musikalischer Höhepunkt war zweifelsohne das Werk «Ciaccona di paradiso e d’inferno» eines anonymen Komponisten. Mit Spontaneität im Ausdruck und Lust am Klang, begleitet von Orgel und Theorbe, schafften die Sänger eine packende Spannungskurve: Christian Immler (ebenfalls Professor an der Musikhochschule Freiburg) «in der Hölle» und Guadagnini «im Paradies». Das Publikum – leider nicht sehr zahlreich–bedankte sich für den Abend mit einem innigen Applaus.

Mehr als ein Orgelfestival

Festivals haben Hochblüte. Und jedes kämpft um sein Publikum. In dieser Festivallandschaft bleibt ein Orgelfestival etwas Besonderes, das wohl immer nur eine Minderheit ansprechen wird. Gerade deswegen staunt man, dass es den Initianten–notabene mit einem kleinen Budget–seit 17 Jahren gelingt, ein Festival auf die Beine zu stellen. Ein reines Orgelfestival ist das aber längst nicht mehr. Sänger und Instrumentalisten sind mit dabei, und die Konzerte finden nicht nur in Freiburg, sondern auch in der Region statt: dieses Jahr in Bern, Bösingen, Romont, Bulle und Cossonay.

Und ist es letztlich nicht auch so, dass die Initianten in einer Zeit, in der Kirchenbesuche immer rarer werden, mit dem Festival die kostbaren Orgeln Freiburgs am Leben erhalten? Die reiche Orgellandschaft Freiburgs mit Konzerten, Vorträgen und Meisterkursen aufzuwerten, ist das Ziel der Orgelakademie, die von alt Staatsrätin Ruth Lüthi präsidiert wird.

Gegründet haben die Orgelakademie 1997 ehemalige Studierende – Organisten und Musikwissenschaftler–des Musikprofessors Luigi-Ferdinando Tagliavini. 2011 wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt.

Programm

Das Festival dauert noch bis Sonntag

Fr., 26. September:«Le grand voyage» (junges Publikum), 9.30 und 10.30 Uhr in der Kollegiumskirche St. Michael. Orgelrezital in der Kathedrale (20.15 Uhr, Einführung 19.15 Uhr).

Sa., 27. September:Orgelrezital in der Kollegiumskirche (20.15 Uhr, Einführung 19.15 Uhr).

So., 28. September:Orgelrezital mit dem 85-jährigen Organisten L.-F. Tagliavini in der Kirche Bulle (17 Uhr, Einführung mit Tagliavini um 16.15 Uhr).il

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