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Ein Bierchen in Ehren …

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Ein Bierchen in Ehren …

Bei Cardinal hat man im Rekordsommer 2003 alle Hände voll zu tun

Durstige Zeiten herrschen im Hitzesommer 2003, und die Getränkeproduzenten verzeichnen Rekordumsätze. Auch in der Freibur-
ger Traditionsbrauerei Cardinal
herrscht zurzeit Hochbetrieb.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Ein kühles, schäumendes Bier, frisch gezapft, serviert in der angelaufenen Stange oder, für die ganz Durstigen, gleich als «Canette»: für viele die letzte Rettung, wenn die Temperaturen auf über dreissig Grad im Schatten klettern und selbst das lauwarme Wasser im Freibad kaum noch Erfrischung bringt.

Die schweisstreibenden Wetterverhältnisse kurbeln den Bierkonsum im Schweizerland merklich an: Diesen Juni wurden 11 Prozent mehr Bier verkauft als im Vorjahr, und das, obwohl bereits der Juni 2002 als überdurchschnittlich guter Monat galt.

20 000 Hektoliter Bier pro Woche

Die Freiburger Brauerei Cardinal macht hierbei keine Ausnahme. Dies bestätigte Günter Nistler, Koordinator des Standorts Freiburg und verantwortlich für Produktion und Qualitätssicherung, gegenüber den FN. Hitzeperioden wie heuer seit Anfang Juni machten sich in der Biernachfrage innerhalb von zwei, drei Tagen bemerkbar. Bis zu 20 000 Hektoliter pro Woche habe man diesen Sommer produziert; der Jahresdurchschnitt liege bei rund 12 000 Hektolitern.

Wenn solche Spitzen nur einige Tage dauern, können sie auch mit einem normalen Produktionsrhythmus aufgefangen werden. Die Jahresarbeitszeit liegt für die 80 in der Produktion beschäftigten Mitarbeiter zwischen 36 und 45 Wochenstunden. Im Sommer wird generell eher am oberen Limit gearbeitet. In Ausnahmesituationen wie der jetzigen reicht dies laut Günter Nistler aber nicht mehr aus. Im Sommer 2003 habe man sich schon mit Überstunden, Temporäraushilfen und während fünf Wochen sogar mit Samstagsarbeit behelfen müssen.
Noch stärker gefordert als die Produktion ist die Logistik: Im Jahresdurchschnitt hat sie rund 400 Tonnen Bier zu verladen. Der Spitzenwert 2003, der vom 20. Juni datiert, liegt mit 906 Tonnen weit über dem Doppelten.

Konservative Biertrinker

Obwohl in den heissen Monaten deutlich mehr Bier getrunken wird als in den kühleren Jahreszeiten, kann Nistler keine besonderen Sommerrenner ausmachen: «Der Biertrinker ist konservativ und bleibt seinem Lieblingsprodukt unabhängig von Jahreszeit und Wetterverhältnissen treu.» Vielleicht sei das Anfang Juni lancierte «Cardinal Lemon» ja ein typisches Sommerbier. Die Kundschaft habe es bisher jedenfalls gut aufgenommen.

Das übrige Ganzjahressortiment von Cardinal umfasst derzeit die Sorten «Lager», «Spéciale», «Original Draft» und «Monsoon» sowie das alkoholfreie Cardinal. Ausserdem wird in Freiburg Feldschlösschen-Bier für die Westschweiz und Gurten-Bier für die Region Bern gebraut. Mit einem jährlichen Ausstoss von insgesamt 600 000 Hektolitern sind die Kapazitäten des Standorts Freiburg heute zu 60 Prozent ausgelastet.

Die 1788 gegründete Brauerei ist die zweitälteste noch bestehende in der Schweiz und die mit Abstand älteste innerhalb der dänischen Carlsberg-Gruppe, die seit 2000 im Besitz von Feldschlösschen und damit von Cardinal ist.
Wie das Bier in die Flasche kommt

Böse Zungen bezeichnen das Brauen von Bier als reinen «Wasserveredelungsprozess». Etwas mehr als bloss Wasser gehört allerdings schon zur Herstellung des beliebten Gerstensaftes. Die weiteren Rohstoffe sind Malz (gekeimte und gedarrte Gerste), Hopfen und Hefe. Daraus entsteht in drei Phasen das fertige Bier:
l Das Brauen (acht bis neun Stunden): Im Sudhaus, dem eigentlichen Herzen der Brauerei, wird das zerkleinerte Malzkorn im Maischbottich mit Wasser vermischt. Es entsteht die so genannte Maische, die durch Erhitzung verzuckert und anschliessend gefiltert wird. In der Würzpfanne wird sie mit Hopfen versetzt und etwas länger als eine Stunde gekocht.
l Das Vergären (sieben bis zehn Tage): Im Gärbehälter wird der Würze die Hefe beigegeben. Der Malzzucker vergärt zu Alkohol und Kohlensäure. Jeder der 21 Gärtanks der Cardinal fasst 1,2 Millionen Stangen Bier.
l Das Reifen oder Nachgären (drei bis vier Wochen): In grossen Lagertanks sättigt sich das noch schwach gärende Jungbier mit natürlicher Gärungskohlensäure und erlangt schliesslich seine Konsumreife.

Das fertige Bier wird sorgfältig gefiltert und schliesslich in Fässer, Flaschen und Dosen abgefüllt und etikettiert. cs

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