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Ein bunter Vogel erklärt Kindern den Unterschied zwischen Säure und Base

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Katharina Fromm hat Kinder an die Uni eingeladen, um mit ihnen die Experimente des Globi-Buches nachzumachen.

Kinder haben Freude am Experimentieren. Globi animiert sie auf spielerische Art zum Ausprobieren.

Ein bunter Vogel erklärt Kindern den Unterschied zwischen Säure und Base

Autor: Fahrettin Calislar (Text) und Charles Ellena (Bilder)

Zehn Kinder – das sind 20 strahlende Augen, die auf die Freiburger Chemie-Professorin Katharina Fromm fixiert sind. Anhand des neuen Buches «Chemie mit Globi – Globi forscht und entdeckt» aus der Reihe «Globi Wissen» erklärt sie den Kindern ihre Welt, diejenige der Moleküle und des Periodensystems, und freut sich: «Sie sind in dem Alter total fasziniert von der Chemie.»

Das Globi-Buch kennen schon einige der Kinder, die sich an diesem heissen Nachmittag zu einer spielerischen Chemiestunde an der Universität Freiburg treffen. Fromm verteilt Kittel und Schutzbrille, leichte Nervosität macht sich breit. «Ihr braucht keine Hektik machen, es hat für alle etwas da», ruft Fromm in die Runde. Sie findet: «Das sieht ja ganz cool aus.»

Einfach und korrekt

Am Globi-Buch hat Fromm mitgearbeitet (siehe Kasten). Darin sind auf eine einfache, aber wissenschaftlich korrekte Art und Weise Experimente zum Nachmachen dargestellt, und die Autoren liefern auch gleich die Erklärungen, weshalb etwas so ist, wie es ist. Beispielsweise, warum sich Rotkohlsaft immer anders färbt, wenn man verschiedene Flüssigkeiten beimischt: mal grün, mal blau, mal rot, mal gelb. Tatsächlich: Wenn man den Kohl in Essigwasser kocht, wird er rot, in Salzwasser blau. «Da passiert etwas», ruft ein Kind, «das riecht gut», ein anderes. «Dieser Farbwechsel beruht auf einem chemischen Indikator, der natürlicherweise im Rotkohl enthalten ist. Hier findet eine chemische Reaktion statt», doziert Fromm.

Das nächste Experiment thematisiert die Mischfähigkeit von Flüssigkeiten anhand der Salatsauce. Nicht alles lasse sich perfekt mischen, sagt Fromm, und die Kinder probieren es aus. Wasser und Sirup? Kein Problem. «Was für eine schöne Farbe», kommentiert Juliette Kummer (10) aus Freiburg. Wasser und Salz? Geht erst, wenn man schüttelt. Sebastian Mayer (11) aus Freiburg schliesst: «Es löst sich auf!» Öl und Essig? Geht nicht wirklich, selbst wenn man für das Schütteln eine spezielle Maschine zu Hilfe nimmt. Im Kühlschrank trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Wasser und Sand? Geht gar nicht. Die Kinder haben wieder etwas gelernt. «Der Chemiker sagt: ‹Das ist ein heterogenes Gemisch.› Du kannst noch die einzelnen Bestandteile sehen», sagt der Chemiker im Buch zu Globi.

Als Drittes händigt die Labortechnikerin den Kindern Streifen von Löschpapier aus, welche sie in verschiedene Flüssigkeiten tunken. Mit dem Effekt, dass sie ein buntes Buchzeichen erhalten, das einem Batik-T-Shirt gleicht.

Kinder sind anders

Kinder an der Uni, so ganz neu ist diese Erfahrung für Fromm nicht. Im Rahmen der Orientierungsveranstaltungen für Gymnasiasten und vor allem der Kinderuni schütteln ungeübte Hände die Reagenzgläser. So vor zwei Jahren, als Fromm vor 300 Kindern zwischen 8 und 12 stand. Sie ist begeistert über deren Begeisterungsfähigkeit: «Jede rhetorische Frage, die man normalerweise in der Vorlesung mal so zwischendurch stellt, um die Aufmerksamkeit der Studierenden zu erregen, wird durch die Schüler mit Aufstrecken belohnt. Sie wollen sofort darauf antworten und eine Geschichte erzählen, zum Beispiel berichten sie, was sie selber schon mal beobachtet haben», sagt Fromm. Das mache es für sie selbst spannend: «Ich finde es toll, dass die Begeisterung reziprok ist.» Den Studierenden fehle diese kindliche Begeisterung natürlich. Sie freue sich an ihrem Beruf und wolle das rüberbringen. «Das macht mir Spass und den Kindern offensichtlich auch.»

Auch Gymnasiasten könnten im Übrigen begeistert werden, doch dort gebe es schon Unterschiede, so Fromm: «Lustigerweise sind die durch die Pubertät abgelenkt. Die einen finden es toll, die anderen gar nicht.»

Maschine hat gekitzelt

So wird an diesem Nachmittag im Labor der Erstsemestrigen konzentriert gearbeitet. Die kleinen Chemiker sind geschickt und sorgfältig, der Sitz von Schutzbrille und Schürze wird immer wieder überprüft.

Anders ist auch, wofür sich die Kinder alles interessieren. Nicht für die Säfte und Pulver, sondern für eine Maschine, die Reagenzgläser schwenkt. «Das hat Spass gemacht, weil es so kitzelt», sagt Jasinta Luhrman (9). Auch ein Abfalleimer, den man nur mit dem Fuss bedienen kann, und die Spritze, welche die Kinder zum Abmessen brauchen und am Schluss nach Hause nehmen dürfen, sind spannend. «Davor haben sie ja sonst Angst», sagt Fromm schmunzelnd.

Chemie und Globi: Wie die Gelehrte zum Kinderbuch kam

Bei Kollegen aus Basel lernte die Chemikerin Katharina Fromm den Globi kennen. Bei erwachsenen Kollegen, wie sie schmunzelnd sagt. Ihr erster Eindruck: «Er ist eine sympathische Figur.» Sie habe festgestellt, dass es neben den klassischen Comics auch Sachbücher gibt, worin Globi sich beispielsweise mit Architektur befasst. «Ich fand das sehr schön gemacht und didaktisch wertvoll für Kinder.»

Als sie dann bei den Vorbereitungen für das Jahr der Chemie angefragt wurde, ob sie bei einem Globi-Projekt mitmachen wolle, sagte sie sofort zu. Chemiker schreiben im Anhang über ihren Beruf, so auch Fromm. «Ich fand das eine nette Idee.» Lanciert wurde das Buch durch die Plattform Chemie der Akademie der Naturwissenschaften im Rahmen des laufenden Internationalen Jahres der Chemie. Verschiedene Aktivitäten sollen die Chemie einem breiten Publikum näher bringen. Man müsse zeigen, was an der Uni gemacht wird. «Das kann man dem grossen Publikum nicht auf dem Niveau beibringen, wie wir das untereinander erzählen würden. Man muss das so verpacken, dass es jeder möglichst gut versteht.» Chemie sei schwierig und verschmutze die Umwelt, schnöde der Volksmund. «Man vergisst aber, dass viele Dinge im Alltag nur möglich sind durch die Entwicklungen in der Chemie, durch die Forschung.» Und schliesslich werde diese weitgehend mit Steuergeldern finanziert. fca

«Kinder sind in dem Alter total fasziniert von der Chemie.»

Autor: Katharina Fromm

Autor: Chemie-Professorin

«Man vergisst, dass viele Dinge im Alltag nur möglich sind durch die Entwicklungen in der Chemie, durch die Forschung.»

Autor: Katharina Fromm

Autor: Globi-Fan

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