Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Büro der etwas anderen Art

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Direkt im Dorf arbeiten, ohne dafür extra in die Stadt zu pendeln: Zusammen mit dem Netzwerk VillageOffice hat sich eine Düdinger Initiantengruppe um Ivo Baeriswyl, David Brühlmeier, Adri­an Fasel und Roger Mauron zum Ziel gesetzt, mit dem Aufbau eines lokalen Coworking-Spaces in Düdingen genau diese Vorstellung umzusetzen. Mit engagierten Leuten aus der Region streben die vier Initianten bereits im Herbst 2020 einen Pilotbetrieb an. Einen konkreten Ort für das genossenschaftlich organisierte Projekt ist zur Zeit aber noch nicht bekannt. Sicher ist, dass es in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Düdingen entstehen soll, um die Anreise möglichst kurz zu halten, wie die Initianten im Gespräch mit den FN sagten.

Bei Coworking-Spaces handelt es sich um Büroräumlichkeiten, in denen Selbstständige, aber auch Angestellte von verschiedenen Firmen einen Platz in einem gemeinsamen Büro mieten.

Mehr Lebensqualität

«An unserem ersten Informationsanlass Ende Juni erhielten wir sehr positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, so dass wir bereits mehrere Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus sehr unterschiedlichen Branchen haben, die mit anpacken wollen» sagt Roger Mauron. Dabei streben die Initianten nicht in erster Linie einen rein kommerziellen Coworking-Space an, sondern wollen mit ihrem Projekt auch kulturell einen Mehrwert in die «Pendlergemeinde» Düdingen bringen. «Wir wollen sicher betriebswirtschaftlich arbeiten», sagt Roger Mauron. Der finanzielle Aspekt stehe bei ihrem Konzept aber nicht im Vordergrund. «Unser Gewinn ist der Austausch untereinander und das Netzwerk, das sich zwischen den Arbeitnehmern durch Coworking spannt» ergänzt Ivo Baeriswyl.

Die Initianten wollen mit ihrem Projekt ein möglichst breites Publikum ansprechen und die «Monokultur» eines bestimmten Berufsfeldes vermeiden. «Nur so können kreative Ideen und der Austausch untereinander am Ende funktionieren», sagt Ivo Baeriswyl. Natürlich können nicht alle Berufsfelder in einem Coworking-Space gleich stark oder überhaupt vertreten sein. «Der Schreiner kommt eher nicht hierher und sägt seine Bretter», so Roger Mauron.

Weiter entlaste Coworking die Verkehrsinfrastruktur, stärke die Gemeinschaft, steigere die Flexibilität und kurble die lokale Wirtschaft an. «Wenn die Arbeitnehmer ihrer Arbeit im eigenen Dorf nachgehen, dann erledigen sie ihre Einkäufe auch wieder vermehrt da und kaufen ihr Gipfeli beispielsweise hier und nicht in Zürich», sagt Adrian Fasel. Das erhalte und schaffe indirekt Arbeitsplätze. Weiter bleiben die Kreativität oder der «Brainpower» im eigenen Dorf, da die Arbeitnehmer durch kurze Arbeitswege am Feierabend mehr Zeit hätten, sich anderweitig zu engagieren, wie Ivo Baeriswyl bemerkt.

Neue Form von Arbeitsplatz

Coworking-Spaces seien nicht mit dem klassischen Homeoffice zu vergleichen, wie Roger Mauron sagt. Beim Homeoffice fehle es häufig an der nötigen Ausrüstung wie etwa einem ergonomischen Arbeitsplatz oder einer leistungsstarken Internetverbindung. Zudem finde mit dem Homeoffice keine räumliche Trennung zwischen Geschäftlichem und Privatem statt. Das für viele Arbeitnehmer neu eingeführte Homeoffice habe aber gerade jetzt in der Coronakrise die Bedeutung und Wichtigkeit von Coworking-Spaces aufgezeigt, sagt Roger Mauron weiter. In heiklen Bereichen wie etwa dem Bankensektor seien Tätigkeiten im Homeoffice eigentlich nicht verbreitet, während dem Lockdown aber vermehrt ins Homeoffice ausgelagert worden. «Das zeigt auch auf, dass nicht jede Arbeit zwingend in der Zentrale in Zürich oder Bern erfolgen muss und auch in heikleren Bereichen ein Umdenken stattgefunden hat», wie sein Mitgründer Ivo Baeriswyl weiter sagt. Die Initianten sehen sich darum bestätigt darin, mit ihrem geplanten Coworking-Space in Düdingen den Nerv der Zeit getroffen zu haben.

«Unser Gewinn ist der Austausch untereinander und das Netzwerk, das sich zwischen den Arbeitnehmern durch Coworking spannt.»

Ivo Baeriswyl

Mitinitiant Coworking-Space

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema