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Ein Dorfname, der verbindet

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Ein Dorfname, der verbindet

Drittes Internationales Riedertreffen in Ried im Zillertal

Rund 120 Einwohner aus Ried bei Kerzers fahren dieses Wochenende ans dritte Riedertreffen im Zillertal. Zum ersten Mal wird dieser Anlass nicht von der Gemeinde im Seebezirk organisiert.

Von PATRICK HIRSCHI

Das erste Internationale Riedertreffen fand vom 7. bis 9. Juni 1985 in Ried bei Kerzers statt. Delegationen aus elf Ortschaften mit dem Namen Ried trafen sich damals zum gemütlichen Beisammensein und zwanglosen Austausch. Neben Gemeinden, Dörfern und Weilern aus der Schweiz waren auch solche aus Österreich, Deutschland und sogar aus Ried im holländischen Friesland dabei.

Der damalige Gemeindepräsident, Ernst Maeder, war eine der treibenden Kräfte hinter diesem Anlass. Ursprünglich hatte Ried ein Dorffest zur Finanzierung des Turnhallenbaus vorgesehen. Schliesslich entstand daraus das Riedertreffen, das zu einem grossen Erfolg wurde, wie der jetzige Gemeindepräsident, Heinz Etter, rückblickend feststellt.

Ganz Ried half für das Fest

Es sollte dennoch vierzehn Jahre dauern, bis sich die Rieder aller Länder ein zweites Mal trafen. Und wiederum stellte Ried bei Kerzers ein Organisationskomitee, welches die Durchführung des Anlasses vornahm. «Wir hatten 475 Personen aus der Gemeinde angeschrieben für die Mithilfe am Fest. Nur gerade fünf haben abgesagt», erinnert sich Heinz Etter. Auch der zweite Anlass habe den Zusammenhalt innerhalb des Dorfes enorm gefestigt, meint Etter.

Etter selbst pflegt immer noch den Kontakt mit vielen dieser Orte. Bei der Eröffnung der Musikschule und der Gemeindeverwaltung von Ried in der Riedmark (Oberösterreich) im Jahr 2000 war er mit einer Delegation vor Ort. «Wir hatten ihnen im Voraus sogar versprochen, mit der Dorfmusik zu kommen», erzählt er. Da es aber ein solche in Ried nicht gibt, nahm man kurzerhand die Dorfmusik Ferenbalm mit. Der österreichische «Namensvetter» wurde im Gegenzug an die Expo.02 eingeladen.

Zu anderen Rieds wiederum ist der Kontakt nach dem ersten Treffen kaum noch aufrechterhalten worden. Viele dieser Ortschaften seien dermassen klein, dass es schwierig für sie sei, überhaupt noch eine eigentliche Delegation auf die Beine zu stellen, stellt Etter fest. Ried bei Oberschrot sei so ein Beispiel aus der näheren Umgebung.

Grösste Gastdelegation

Andererseits gibt es auch neue «Mitglieder» im Klub der Rieds – zum Beispiel Ried im Zillertal. Der Tourismusort im Tirol hat für das kommende Wochenende zum Riedertreffen eingeladen. «Wir gehen mit rund 120 Personen dahin», sagt Heinz Etter. Damit sei Ried bei Kerzers wahrscheinlich die grösste Gastdelegation. Es sei angenehm, für einmal nicht für das Organisatorische verantwortlich zu sein, meint er.

Die Gastgeber aus dem Tirol kümmern sich um das Festprogramm. Vorgesehen ist ein Ortsrundgang, eine Filmvorschau über das letzte Riedertreffen, ein Unterhaltungsprogramm mit Marc Pircher, dem Sieger des Grand Prix der Volksmusik 2003, eine Feldmesse, ein Frühschoppen und Präsentationen der einzelnen Riedergruppen. Ried bei Kerzers beschränkt sich dabei auf einen Gesangsbeitrag des Gemischten und des Männer-Chors und eine kurze Grussbotschaft des Ammanns. «Ich stelle mich jeweils als Bürgermeister vor, um Verständigunsschwierigkeiten zu umgehen.» (O-Ton Etter). Als Präsent wird ein Glaswappen des Rieder Kunstglasers Martin Schnidrig überreicht.

Viele Rieds – aber wenige Standorte für ein Riedertreffen

Bleibt abschliessend die Frage, wann und wo das nächste Riedertreffen stattfindet. «Wahrscheinlich wieder im Zillertal oder bei uns», vermutet Heinz Etter. Zurzeit habe er den Eindruck, dass die beiden Ortschaften die einzigen sind, die den Willen und die Möglichkeit haben, einen solchen Anlass durchzuführen.

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