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Ein Fest der Folklore wie im Bilderbuch

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Karin Aebischer (Text) und Aldo Ellena (Bilder)

Ein Jodlerfest; das sind viele Wettvorträge in den Sparten Alphornblasen, Jodelgesang und Fahnenschwingen, offizielle Feiern mit Reden und einer Fahnenübergabe (siehe Text ganz rechts), ein grosser Umzug und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Doch nicht nur. Zu einem Jodlerfest gehören vor allem auch die spontanen Gesangseinlagen der Jodlerinnen und Jodler zwischen Bratwurst-Stand und Souvenir-Shop, die andächtigen Ständchen der Alphornbläser zu später Stunde auf dem Dorfplatz, das Verweilen und die Geselligkeit unter den vielen Festbesuchern, und vor allem die gute und friedliche Stimmung.

Viele «Eingewanderte»

Dies alles hatte Plaffeien am vergangenen Wochenende zu bieten – und auch die Gäste aus anderen Kantonen haben es genossen. «Wir haben ein super Fest erlebt, man kann es nicht in Worte ausdrücken», sagte eine Gruppe gut gelaunter Jodler aus Saas Balen, die in der Kaserne in Schwarzsee übernachtet hatten. Auch mit ihrer Bewertung – sie haben die Klasse 1 erreicht – sind die Jodler sehr zufrieden.

Die Jodlergruppe Aigle ist zwar in der Klasse 3 gelandet, für Jodler Edwin Schütz aus St-Triphon war das Jodlerfest in Plaffeien dennoch ein Erfolg: «Jodlerfeste sind einfach gemütlich. Die Leute sind lustig, man kennt einander, sieht sich wieder einmal und das alles macht Freude.» Wie so mancher Jodler im Westschweizer Jodlerverband ist auch er ein in die Westschweiz eingewanderter Deutschschweizer; er stammt ursprünglich aus dem Emmental.

Auch Alphorn-Juror Kaspar Steudler aus Hasliberg hat in Plaffeien drei gute Tage verlebt. Er musste 40 von insgesamt 176 Alphorn-Wettvorträgen bewerten. «Das Niveau beim Alphornblasen ist in etwa gleich zu anderen Jodlerfesten», meinte er.

Freude ist ansteckend

Der letzte Höhepunkt des Westschweizer Jodlerfestes war der Umzug mit 49 Sujets am Sonntagnachmittag. 1100 Personen machten mit, darunter viele einheimische Jodlerklubs, aber auch eine Delegation des eidgenössischen Jodlerfestes 2014 in Davos, der Schwingklub Sense mit Live-Schwingeinlagen auf dem Umzugswagen oder das Brauereimuseum Freiburg mit einem rollenden Zapfhahn. Unüberhörbar waren der Gyslerklub St. Silvester oder der Verein «Freunde alter Traktoren» mit etlichen Vorführmodellen.

Schwer zu sagen, ob die Leute am Strassenrand mit ihrem Applaus und den Bravo-Rufen für so viel Stimmung sorgten, oder ob es die Umzugsteilnehmer waren, die ihr Brauchtum so stolz zur Schau stellten. Die Freude war jedenfalls so gross, dass einige nach dem Umzug gleich zu einem gemeinsamen Lyoba einstimmten.

Bilanz: Wetterglück, speditive Helfer und ein grosser Andrang auf den Jodler-Express

Das Organisationskomitee des 27. Westschweizer Jodlerfestes zeigte sich am Sonntag an der Bilanz-Pressekonferenz äusserst erfreut über den Ablauf der vergangenen drei Tage. «Wir sind müde aber zufrieden, dass das Fest so gut verlaufen ist», sagte OK-Präsident Beat Vonlanthen. Besonders beeindruckt sei er von der immensen Hilfsbereitschaft der 1200 Helferinnen und Helfer. «Und wir hatten Wetterglück.»

Helfer am Anschlag

Der Grossandrang der über 35000 Besucher und über 2000 Aktiven forderte die Helfer und das OK denn auch heraus. «Bezüglich Festwirtschaft haben wir ein sehr gutes Echo erhalten. Jetzt gilt es, dieses Niveau auch heute Abend noch zu halten», sagte Marco Baeriswyl, im OK für die Festwirtschaft zuständig. Denn die Helfer seien am Anschlag, erklärte er.

Zirka 50 Prozent der Festbesucher reisten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – hauptsächlich mit dem Jodler-Express – an. Der Andrang auf die Busse war so gross, dass das Transportunternehmen Horner sämtliche seiner Busse einsetzen musste und sogar noch weitere auftrieb. Auch der Ofen der Dorfbäckerei war seit Freitag wohl nie kalt – alleine 4000 Sandwiches wurden verkauft. Weiter wurden zum Beispiel 16000 Liter Bier getrunken und über 6000 Bratwürste gegessen.

Der musikalischen Leiter Christian Jungo hat sich vor allem darüber gefreut, dass von den 67 aufgetretenen Jodlerklubs 22 aus den anderen Unterverbänden der Schweiz stammen. «Unsere Arbeit wurde honoriert.» Nicht ganz 50 Prozent der Wettvorträge hätten die beste Klasse, die Klasse 1, erreicht. Dies zeige, dass eher streng bewertet wurde. «Wir singen auf hohem Niveau.»

Abbau bis Dienstagabend

Bezüglich Sicherheit habe es keine Probleme gegeben, sagte Vize-OK-Präsident Nicolas Bürgisser. Ausser ein paar kleineren Diebstählen und einem gebrochenen Arm sei das Fest reibungslos verlaufen.

Was die Finanzen anbelange, sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh für eine Bilanz, sagte Beat Vonlanthen. «Aufgrund der überwältigenden Anzahl Besucher nehme ich jedoch an, dass wir den Helfern ein entsprechendes Entgeld auszahlen können.» Denn 150 Helfer sind auch heute und morgen noch im Einsatz: Es gilt, das Jodlerdorf wieder abzubauen. ak

«Jetzt gilt es, das Niveau in der Festwirtschaft auch heute Abend noch zu halten.»

Autor: Marco Baeriswyl

Autor: OK-Mitglied

«Die Leute sind lustig, man kennt einander, sieht sich wieder einmal, und das alles macht Freude.»

Autor: Edwin Schütz

Autor: Jodler der Jodlergruppe Aigle

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