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Ein Ja unter heftigem Protest

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Generalrat Villars-sur-Glâne heisst Zusatzkredit für Cormanon-Ost gut

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Von einer «Litanei von Versäumnissen und Unterlassungen» (Gérald Jung, FDP) war am Donnerstagabend im La-Grange-Saal die Rede, von einer «Serie der Nachlässigkeit» (Pierre-André Dousse, SVP), von «Wut» und einem «bitteren Nachgeschmack» (Thomas Marthaler, SP). Die 45 anwesenden Generalräte waren sich über alle Parteigrenzen hinweg einig: Der Gemeinderat der vergangenen Legislatur habe sich bei der Planung der Gestaltung des neuen Quartiers Cormanon-Ost grobe und kaum nachvollziehbare Fehler geleistet, er habe verantwortungslos gehandelt und dabei den Generalrat völlig übergangen.4,69 Millionen Franken hatte der Generalrat 1999 für das Projekt gesprochen. Eine erste Erhöhung um 508 000 Franken im Jahr 2002, eine Folge der Integration des Espace Nuithonie, wurde dem Generalrat nie vorgelegt, weil der Gemeinderat vorher eine Reihe offener Fragen klären wollte. Mit jeder Veränderung des Projekts wurde das Dossier komplizierter. Jetzt endlich hat der im vergangenen März gewählte Gemeinderat eine Schlussabrechnung vorgelegt. «Es ist eine unangenehme Botschaft, die wir Ihnen heute Abend präsentieren», sagte die neue Syndique Erika Schnyder vor den Generalräten. Der neue Gemeinderat habe alles daran gesetzt, dieses Dossier ein für alle Mal zu klären. Wo immer möglich habe man Einsparungen gemacht.

30 Stimmenthaltungen

Geblieben ist eine Kreditüberschreitung in der Höhe von 728 031 Franken. Dazu trugen so elementare Versäumnisse bei wie die Tatsache, dass man 1999 vergessen hatte, die Teuerung zu berücksichtigen (443 000 Franken!) oder Einrichtungen für die Abfallentsorgung vorzusehen.Als Zeichen der Missbilligung votierten SP, FDP und CSP/Öffnung dafür, sich der Stimme zu enthalten, während die SVP sich gar für ein Nein aussprach. Einzig CVP-Sprecher Michel Cochard plädierte für ein Ja, und sei es nur, «um dieses Dossier endlich abschliessen zu können». Der Zusatzkredit wurde schliesslich mit elf Ja- und vier Nein-Stimmen bei 30 Enthaltungen gutgeheissen.

«Vertrauen in neuen Gemeinderat»

Auch bei der Diskussion über die Kredite für die neue Abfallentsorgungsanlage Ste-Apolline (690 000 Franken) und zwei Salzsilos in Chandolan (264 400 Franken) wurde klar, dass es dem Generalrat ernst ist mit dem Vorsatz, den Gürtel in der neuen Legislatur enger zu schnallen. So wiesen mehrere Räte darauf hin, dass im Gemeindebudget für die Abfallentsorgungsanlage nur 500 000 Franken vorgesehen seien, und fragten, ob es keine billigere Lösung gegeben habe. Der zuständige Gemeinderat Allan Alvez da Costa sagte, die Kosten seien vergleichbar mit denen in anderen Gemeinden, und Finanzdirektor Louis-Marc Perroud betonte, man könne bei Kreditbegehren nicht mit Budgetzahlen operieren.Am Ende liessen sich die Generalräte überzeugen und hiessen die Kredite mit 36 zu sieben respektive 35 zu acht Stimmen bei jeweils zwei Enthaltungen gut. Das Ja sei auch als «Zeichen des Vertrauens in den neuen Gemeinderat» zu sehen, sagte Josiane Brique im Namen der CSP/Öffnung.Zum Abschluss der Versammlung wurden 15 Personen eingebürgert.

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