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«Ein Jäger schiesst nicht nur»

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Eigentlich hätte der Sensler Anton Brügger bereits im März zur Präsidentenwahl bei der Delegiertenversammlung des Freiburger Jagdverbands antreten sollen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Wahl erst gestern Abend durchgeführt. Vor der Versammlung der Freiburger Jägerinnen und Jäger luden Brügger und der bisherige Präsident ad interim, Frédéric Oberson, zu einer Medienkonferenz.

Nachwuchs suchen

«Das Amt des Präsidenten ausüben zu dürfen, ist für mich eine grosse Ehre, und ich freue mich darauf», sagt Anton Brügger an der Medienkonferenz. Er ist gespannt auf seine zukünftigen Aufgaben als Präsident und auf die Zusammenarbeit mit den Jägern, aber auch mit den kantonalen Ämtern. Wichtig ist ihm, mehr junge Leute – auch Frauen – für die Jagdausbildung zu gewinnen. Den mehrheitlich Französisch sprechenden Verband sieht er manchmal als Hemmschwelle für deutschsprachige Interessenten.

Schutz der Tiere

Ein besonderes Anliegen der beiden Verbandsmitglieder ist die Abstimmung über das neue Jagdgesetz vom 27. September. «Mit der Revision des Jagdgesetzes werden mehr Tierarten geschützt als zuvor», sagt Oberson. Neu wären damit 300 Arten geschützt. 30 Tierarten dürfen mit gewissen Auflagen gejagt werden und der Wolf, der Steinbock und der Höckerschwan wären geschützt und dürften in festgelegten Ausnahmen gejagt werden, sagt Oberson. «Es gibt in der Schweiz immer mehr Wölfe. Deswegen ist die Anpassung des Gesetzes so wichtig», betont er. Bei einer Annahme der Initiative würden neu die Kantone in Absprache mit dem Bundesamt für Umwelt entscheiden, ob ein Wolf geschossen wird oder nicht. «Ein Jäger schiesst nicht nur. Ein Jäger beobachtet viel, tut etwas für die Erhaltung der Biodiversität und für den Schutz der Tiere.»

250 Tiere gerettet

Das zeigt sich besonders beim engagierten Einsatz der Jäger bei der Rehkitz-Rettung. 250 Tiere konnten die Freiburger Jägerinnen und Jäger 2019 vor dem Tod bewahren. Die Methoden, mit denen die Rehkitze in den Feldern aufgespürt werden, sind in den letzten Jahren moderner geworden. So ist der Einsatz von Drohnen, ausgestattet mit Wärmebildkameras, immer beliebter. «Drohnen sind effektiver und schneller als Menschen, es sind weniger Personen für diese Arbeit nötig, und die Erfolgsquote ist höher», sagt Anton Brügger. Momentan zahlen die Jäger die Ausrüstung und die Ausbildung fast komplett selbst. Dafür geben sie jährlich umgerechnet 70 000 Franken aus. Der Kanton Freiburg unterstützt sie mit einem Beitrag von 10 000 Franken.

Der Freiburger Jagdverband besitzt vier Drohnen. Viel zu wenig, um im Frühling alle Rehkitze aufzuspüren und vor der Mähmaschine zu bewahren, sagt Brügger. Mehrere Drohnen pro Sektion wären notwendig, damit alle Felder abgesucht werden können. «Wir brauchen mehr Unterstützung vom Kanton», so Oberson.

Eine Saison länger warten

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Delegiertenversammlung verschoben, sondern auch die praktischen Prüfungen der auszubildenden Jäger und Jägerinnen. Diese werden nun im Frühling 2021 stattfinden. Damit verpassen die künftigen Jäger die diesjährige Jagdsaison. Der Jagdverband ist zudem immer noch auf der Suche nach einem offiziell anerkannten Schiessstand. 2024 schliesst der Schiessstand Rebe, womit nur noch der Schiessstand Zollhaus übrig bleiben würde. Dieser kann jedoch nicht alle obligatorischen Schiessen der Jäger übernehmen, weshalb es im Kanton dringend einen weiteren Schiessstand braucht.

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