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Ein kleines Paradies inmitten von Gurmels

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Verrückt, gewaltig und zart zugleich: Im Park und im Haus von Doris Schweingruber in Gurmels sind in einer Ausstellung Skulpturen verschiedener Künstler vereint, die der Betrachterin das Herz höherschlagen lassen. Holzskulpturen, bemalt in knalligen Farben, leuchten im Grün des wilden Gartens, zarte Gebilde aus Draht hängen von der Decke im Erdhaus, schwere Körper aus rostigem Stahl ruhen gelassen neben einem idyllischen Teich, und im Haus entlocken verspielte Skulpturen wie die «Bücher für Leseratten» ein Schmunzeln.

Elektrisiert von den Farben

Von Beginn weg sei klar gewesen, dass die Skulpturen des Künstlers Gianni Vasari aus Biel bei der «5. Kleinen Biennale der Skulpturen» dabei sein müssten, sagt Schweingruber. «Diese Farben haben mich elektrisiert.» Während Jahrzehnten habe sich Vasari auf Schwarz und Weiss beschränkt. «Bis die Farben in aller Heftigkeit aus ihm herausgebrochen sind.» Entstanden sind Skulpturen aus Buchen- und Eichenholz, bemalt mit satten Acrylfarben. Nur die Werke «Der letzte Koffer» und der «Stuhlstapel» sind weiss bemalt. Der Koffer ist als einziges Objekt des Künstlers nicht verkäuflich.

Werke voller Ironie

Von Gianni Vasari ausgehend, habe sie sich auf die Suche nach weiteren Künstlern gemacht, erklärt die Galeristin und Kunstsammlerin. «Ganz speziell freut mich, dass ich Reini Rühlin für die Ausstellung gewinnen konnte.» In Villars-le-Grand wohnhaft, ist Rühlin unter anderem für die Nähe seiner Werke zum Surrealismus bekannt. Die angefressenen «Bücher für Leseratten» sind nur der Einstieg in eine Kunstwelt voller Ironie und Subversion.

Die Installationen des Künstlers Nicolas Pahlisch, ebenfalls im Kanton Waadt zuhause, ticken anders, aber nicht minder faszinierend: Ein aus feinem Stahl geformtes Blütenblatt, eine Installation unter dem Titel «Ginkgo» und ein verspieltes mobiles Stahlkonstrukt namens «Petit Jardin» lassen des Künstlers Nähe zur Natur vermuten.

Doch man kann sich auch täuschen: Sieht man in einer der Skulpturen von Pahlisch korrekt geformte zarte Baumblätter, klärt der Titel «Monnaie du Pape» auf.

Auch Frauen sind dabei

Alle zwei Jahre organisiert Doris Schweingruber eine Ausstellung, die jeweils rund fünf Wochen andauert. «Es ist für mich eine wahnsinnige Freude und ein Genuss.» Früher habe sie auch Bilder ausgestellt, doch heute faszinierten sie Skulpturen. «Sie langweilen mich nie», sagt Schweingruber und strahlt. Ist die Ausstellung nach fünf Wochen beendet und die Werke verlassen den Garten und das Haus der Galeristin, werde sie erfahrungsgemäss das eine oder andere Kunstwerk vermissen. «Aber einen Vasari muss ich unbedingt haben. Wenn ich am Morgen in den Garten komme und diese Farben sehe, fühle ich mich gut.» Für Schweingruber war wichtig, dass in ihrer «Galerie in der Haula» auch diesmal Künstler vereint sind, die mit ganz verschiedenen Materialien arbeiten. Und auch, dass Frauen dabei sind. «Mindestens zwei Frauen und mindestens zwei französischsprachige Künstler.» 

 

Ausstellung

Galerie im Zeichen der Skulptur

Für die leidenschaftliche pensionierte Kunstsammlerin Doris Schweingruber ist es die fünfte Ausstellung in ihrem Wohnhaus und darum herum. Diesmal vereint sind Werke der Künstler Irma Bucher, Böckten, Beat Himmelreich, Innerberg, Elia Himmelreich, Innerberg, Isabelle Hofer-Margraitner, Jens, Marc Moser, Arbon, Nicolas Pahlisch, La Tour-de-Peilz, Reini Rühlin, Villars-le-Grand, und Gianni Vasari, Biel.emu

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