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Ein Neubau für die Lehrwerkstätten

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Ein Neubau für die Lehrwerkstätten

Verpflichtungskredit von 26 Millionen Franken vor dem Grossen Rat

Läuft alles optimal, so kann im Herbst 2008 auf der Perolles-Ebene in Freiburg der Neubau der Lehrwerkstätten bezogen werden. Über 42 Millionen Franken kostet das Vorhaben. Der Grosse Rat hat bald über ein Kreditbegehren von 26 Millionen zu befinden, aber auch das Stimmvolk muss Ja sagen.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Weil die Lehrwerkstätten eine starke Entwicklung kennen und auf drei Standorte verteilt sind, hat sich der Staatsrat in den Regierungsrichtlinien 2002-2006 für deren Ausbau entschieden. Wie er nun in der Botschaft an den Grossen Rat schreibt, hat er völlig neue Standorte geprüft, sich aber für eine Renovation der Lehrwerkstätten (Troller-Gebäude) und in deren Verlängerung für einen Neubau ausgesprochen. Allerdings schloss er im Rahmen des Architekturwettbewerbes den Abriss des Trolles-Gebäudes nicht aus. 54 Projekte wurden eingereicht. Über die Hälfte davon schlug dessen Abbruch vor. Die Jury vergab den ersten Preis an das Projekt des Architekturbüros Graber und Pulver, Bern, das sich in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur- und Planungsbüro Weber und Brönnimann, Bern, für einen Neubau entschieden hat, wie der Botschaft entnommen werden kann.

Ein industrieller Charakter

Vorgesehen ist ein schmales, aber sehr langes vierstöckiges Gebäude entlang der Giessereistrasse zwischen dem Albert-Gockel- und dem Museumsweg. «Das neue Gebäude erhält durch seinen Massstab und sein Äusseres einen industriellen Charakter. Der gleich bleibende Schnitt über die gesamte Länge verleiht dem Volumen das Profil eines langen und bearbeiteten Metallstücks», beschreibt der Staatsrat den langen Baukörper.

Das Raumprogramm wird laut Botschaft auf vier Ebenen realisiert. Die erste Ebene umfasst auf der Höhe der Giessereistrasse Auto- und Fahrradabstellplätze und gegen Osten zum Kreisel hin den Haupteingang des Gebäudes. Im eigentlichen Erdgeschoss sind alle gemeinschaftlich genutzten Räume sowie eine grosszügig bemessene Eingangshalle vorgesehen, die der Schule als Ort der Begegnung z. B. für Ausstellungen dienen soll. Turnhalle und ein grosses Auditorium sind an den beiden Enden des Gebäudes untergebracht. Im ersten Obergeschoss sind die Schulzimmer sowie Büros, im Dachgeschoss die Werkstätten vorgesehen.

Anschluss ans Fernwärmenetz

Weil das Gebäude an der stark befahrenen Giessereistrasse liegt und deshalb einer stärkeren Lärmbelastung ausgesetzt ist, erachtet der Staatsrat ein Ventilationssystem als sinnvoll, zumal damit auch die Turnhalle sowie der Hörsaal geheizt werden können. Die zahlreichen Maschinen in den Werkstätten und der grosse Computerbestand rechtfertigen laut Freiburger Regierung auch den Einbau einer Kühlanlage. «Für die Erzeugung der Kälte sind Erdwärmesonden und reversible Wärmepumpen vorgesehen. Letztere dienen auch der Wärmeproduktion», schreibt der Staatsrat weiter und weist darauf hin, dass das Gebäude in Spitzenzeiten auch an das vorhandene Fernwärmenetz «Placad» angeschlossen werden könne.

Kein Platz für Holz

Aus diesen Gründen sei Holz zur Wärmeerzeugung nicht sinnvoll. «Auch für die Tragstruktur kann kein Holz verwendet werden, da die Böden der Werkstätten hohe Lasten tragen müssen und aufgrund der Maschinen starken Schwingungen ausgesetzt sind», begründet der Staatsrat, weshalb Holz als Baumaterial und als Energieträger kaum zum Zuge kommen werde.

14 Millionen Franken vom Bund

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut Botschaft auf 42,126 Millionen Franken. In diesem Betrag enthalten sind die Studienkosten, für die der Grosse Rat bereits vor einem Jahr einen Kredit von zwei Millionen Franken bewilligt hat. Zudem hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie mitgeteilt, dass 38,8 Millionen Franken für die Bundessubventionen angerechnet werden können, womit Freiburg 14 Millionen (37 Prozent) vom Bund erwarten kann. Nach Abzug der zwei und 14 Millionen verbleibt ein Verpflichtungskredit von 26,126 Millionen Franken.

Der Staatsrat schätzt die jährlichen Reinigungskosten auf 230 000 und die Betriebskosten auf 180 000 Franken. Dafür würden Mietkosten von 40 000 Franken wegfallen. Für die praktische Ausbildung müssten die LWF aber weiterhin Räumlichkeiten in Industriegebäuden mieten, wie sie dies für die Polymechanik schon heute in einer Fabrik in Villaz-St-Pierre tun.

Volksabstimmung

Das Projekt ist bereits öffentlich aufgelegt worden. Erhält der Staat die Baubewilligung, so will er im Frühjahr 2006 mit dem Bau beginnen. Es wird mit einer Bauzeit von 29 Monaten gerechnet, so dass der Neubau im Herbst 2008 bezogen werden könnte. Aber nicht nur der Grosse Rat, auch das Freiburger Stimmvolk muss vorerst sein Ja-Wort geben. Weil die 26,1 Mio. Franken mehr als ein Prozent der Ausgaben der letzten Staatsrechnung (24,5 Mio.) ausmachen, unterliegt der Verpflichtungskredit dem obligatorischen Finanzreferendum.

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