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Ein Rinnsal auf die Mühlen der Groupe E

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: URS HAENNI

«Auf die geringen Schneefälle des Winters 2010/11 folgten ein trockener Frühling und ein niederschlagsarmer Herbst», schreibt die Groupe E in einer Mitteilung zu ihrer gestern vorgestellten Bilanz über das Geschäftsjahr 2011. Bei leicht gesunkenem Strombedarf der Kunden von rund 3 Terawattstunden sank der Anteil des selber produzierten Stroms auf 45 Prozent oder 1,3 Terawattstunden. Üblich sind 50 Prozent, wie Generaldirektor Philippe Virdis sagte.

Am anfälligsten auf das trockene Jahr waren die Kraftwerke entlang des Laufs der Saane. Dort lag die Wasserkraftproduktion mit rund 370000 Megawattstunden um einen Drittel unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Aus der Saane resultierte die geringste Wasserkraftproduktion dieses Jahrtausends.

Diversifiziert

Dass die gesamte Eigenproduktion bloss 11 Prozent unter dem Vorjahr lag, ist auf die Diversifikation innerhalb des Unternehmens zurückzuführen. So lag die allgemeine Wasserkraftproduktion um 17 Prozent unter dem Durchschnitt, weil Groupe E auch Strom aus Gletscherwasser produziert. Dazu setzte der Energieproduzent 2011 mehrere Anlagen mit erneuerbaren Energiequellen in Betrieb. Von der Biogas-Anlage Bellechasse über ein Mini-Wasserkraftwerk bei Charmey bis zum Solardach der Swisspor zählte das Unternehmen in einem Jahr neun Inbetriebsetzungen.

Die Sorgen mit der Wasserkraft scheinen aber auf das letzte Jahr beschränkt. Mit der diesjährigen Niederschlagsmenge liegt die Produktion wieder im langjährigen Mittel, wie Finanzdirektor Willy Zeller ausführte.

Zwei Seiten des Frankens

Das trockene Klima war aber nicht die einzige ungeplante Einwirkung des letzten Jahres. Gemäss Philippe Virdis stellte 2011 mit der Atomkatastrophe in Fukushima «einen Wendepunkt für den gesamten Energiesektor» dar. «Es ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für Unternehmen wie unseres», so Virdis. «Künftig werden wir auch das Know-how für Energieeffizienz verkaufen. Das heisst nicht, dass wir weniger gute Geschäfte machen.»

Ein äusserer Faktor war der starke Franken. Aber nicht nur zum Nachteil der Groupe E, wie Finanzdirektor Willy Zeller erklärte. Gerade wegen der geringeren Eigenproduktion musste mehr Strom importiert werden, um die Kundenbedürfnisse sicherzustellen. Und auf dem europäischen Markt waren nicht nur der Euro-Kurs, sondern auch die Preise für den Strom allgemein niedrig. Dennoch lässt sich die Frankenstärke nicht so einfach auf das Geschäftsergebnis 2011 herunterbrechen. Zum Einen kauft das Unternehmen auf der Strombörse bereits für die Jahre 2013 und 2014 ein, zum Anderen sind die Groupe-E-Verkäufe auf dem Markt um 40,8 Prozent gestiegen, und da wirkt sich die Frankenstärke wieder negativ aus. Wenig profitabel waren die Beteiligungen der Groupe E, insbesondere an Alpiq. Der Gewinn aus diesen Beteiligungen ist um 29 Millionen Franken gesunken.

Gewinn zurückgegangen

Gesamthaft resultiert so für Groupe E ein um 9,8 Prozent auf 857 Millionen Franken gestiegener Umsatz. Die Gewinne vor Abzug der Steuern (147 Millionen Franken) und das Reinergebnis (36 Millionen Franken) fielen geringer aus als im Vorjahr.

Gemäss Philippe Virdis liegt Groupe E im Vergleich zu grösseren Konkurrenten auf dem Markt damit in einer guten Position. Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds spricht der Generaldirektor deshalb von einem Geschäftsergebnis «innerhalb der Erwartungen».

Windkraft: Philippe Virdis’ Ungeduld mit dem Kanton

Das Stromunternehmen Groupe E muss die Versorgungssicherheit einer wachsenden Bevölkerung gewährleisten, gleichzeitig soll es die neue Energiepolitik des Bundes umsetzen. «Das ändert unsere Aussichten nicht», so Generaldirektor Philippe Virdis und verweist auf Projekte, welche schon vorgespurt sind. Dazu fordert er aber angepasste Rahmenbedingungen. Erstens ein Voranschreiten des Windparks Schwyberg: «Wir warten seit drei Jahren auf einen Entscheid der Regierung. Das ist nicht normal. Die Regierung muss endlich den Mut haben, einen Entscheid zu fällen. Wir haben in neun Windkraftanlagen in Frankreich investiert. Doch sollen wir wirklich ins Ausland investieren?»

Er fordert zweitens ein Anpassen der CO2-Kompensierungsmassnahmen, wie sie für das Gaskraftwerk Cornaux gelten sollen: «Wir müssen 50 Prozent in der Schweiz und 50 Prozent im Ausland kompensieren. Damit haben wir nicht die gleichen Rahmenbedingungen wie unsere Nachbarn, die in die Schweiz importieren dürfen. Wir brauchen dieselben Bedingungen, dass wir nicht wie bei einem 100-Meter-Lauf bergauf und die anderen bergabwärts laufen.» 14 Prozent der Schweizer Kompensationen hat sich Groupe E mit einer CO2-Verminderung bei 30 Fernheiznetzen gesichert.

Als Drittes fordert Virdis «vernünftige» Restwassermengen in Flüssen.uh

LegendeBild ???

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