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«Ein Rucksack voller Erfahrungen»

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SVP-Staatsratskandidat Pierre-André Page will seine Partei in die Regierung zurückführen

Autor: Mit PIERRE-ANDRé PAGE sprach WALTER BUCHS

Nach mehreren Legislaturperioden im Gemeinderat und im Grossen Rat versuchen Sie den Sprung in den Staatsrat. Was bewegt Sie dazu?

Wenn ich die Arbeit in der Exekutive auf Gemeindeebene mit der Parlamentsarbeit auf Kantonsebene vergleiche, stelle ich fest, dass die Exekutive besser meiner Persönlichkeit entspricht. Entscheide fällen zu können, sagt mir zu. Deshalb bin ich auch voll motiviert, ein Mandat in der Kantonsregierung anzustreben.

Ihre Kandidatur entspringt somit einer persönlichen Ambition und ist nicht bloss ein Dienst an der Partei?

Die SVP brauchte einen Staatsrats-Kandidaten, und ich wurde dazu bestimmt. Offenbar war die Partei der Meinung, dass ich dem Parteiprofil im Kanton am besten entspreche.Für mich war es eine grosse Befriedigung, dass ich von allen Bezirksparteien und von der Jugendsektion unterstützt werde. Das ist auch die Voraussetzung, um unseren früheren Sitz zurückzuholen, und gibt mir während der Wahlkampagne die nötige Kraft.

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten ermächtigen Sie, ein Mandat in der Kantonsregierung zu übernehmen?

Wie bereits erwähnt, durfte ich die notwendigen Erfahrungen während 15 Jahren im Gemeinderat und während zehn Jahren im Grossen Rat sammeln. Dabei konnte ich mir auch viel Wissen aneignen. Ich bin sicher, dass ich mir mit dem Erfahrungsschatz dieser Milizfunktionen eine gute Grundlage erarbeitet habe.Es gibt eine Parallele im Kanton Waadt. SVP-Staatsrat Jean-Claude Mermoud hat den genau gleichen beruflichen und politischen Werdegang wie ich. Heute ist er der starke Mann in der Waadtländer Regierung. Dieses Beispiel bestärkt mich in der Überzeugung, dass ich für die Aufgabe, die ich anstrebe, gut vorbereitet bin.

Seit zehn Jahren ist die SVP im Staatsrat nicht mehr vertreten. Hat das dem Kanton oder der Partei geschadet?

Beide haben darunter gelitten. Eine Partei, die in der Regierung nicht vertreten ist, ist weniger gut informiert. Eine Fraktion, welche die Dossiers frühzeitig kennt, kann im Parlament wirksamer sein.Bei den vergangenen eidgenössischen Wahlen hatte meine Partei einen Wähleranteil von rund 20 Prozent. Bei den vergangenen Gemeindewahlen haben wir in vielen Orten beachtlich zugelegt. In allen Bezirken ist unsere Partei heute organisiert. Diese politische Kraft soll nun logischerweise im Staatsrat wieder eine Vertretung haben, was nach meiner Überzeugung nach den Wahlen 2006 auch der Fall sein wird.

Als Vertreter der Landwirtschaft wissen Sie, dass dieser Wirtschaftssektor weiterhin vor grossen Herausforderungen steht. Landwirtschaftspolitik ist zwar weitgehend Bundessache. Trotzdem die Frage: Macht der Kanton genug?

Es ist einiges gegangen. Der Kanton hat jetzt auch ein Landwirtschaftsgesetz. Dank eines SVP-Vorstosses wurde der Landwirtschaftsfonds auf 40 Mio. Fr. aufgestockt.Der Kanton sollte dafür eintreten, dass die administrativen Umtriebe, die beispielsweise im Zusammenhang mit den Label-Kontrollen stehen und den Produzenten vom Bund auferlegt werden, abgebaut werden. Ich möchte in Richtung einfachere Strukturen und Abläufe tätig sein.

Sehen Sie weitere Aufgaben, die der Staatsrat vermehrt wahrnehmen sollte?

Wie verschiedene Vorkommnisse, etwa die Auslagerung der Butterverarbeitung oder die beabsichtigte Einstellung der Truthahnproduktion, gezeigt haben, sollte der Staatsrat einen ständigen Kontakt mit den Lebensmittelverarbeitern im Kanton pflegen. Dies würde es erlauben, rechtzeitig reagieren zu können und die für den Kanton so wichtige Produktionsbasis zu erhalten. Produktion und Verarbeitung in der gleichen Region trägt zur Erhaltung von Arbeitsplätzen und damit zu einer starken Wirtschaft bei.

Sie hatten ihr Landwirtschaftsjahr im Kanton Solothurn absolviert. Wie steht es mit Ihren Kenntnissen der Partnersprache?

Meine Frau ist Deutschschweizerin und in meiner Familie praktizieren wir die Zweisprachigkeit. Auch dank meines Aufenthalts in der Deutschschweiz verstehe ich gut deutsch, habe aber Mühe zu sprechen. Ich könnte mich an einer Diskussion kaum aktiv auf deutsch beteiligen. Bei mir geht es also nach dem Grundsatz: Jeder spricht in seiner Sprache.

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