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«Ein Signal an alle Mütter»

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Die Frage, die im Vorfeld der nur zweitägigen Februarsession des Grossen Rats am meisten bewegt, ist die, wer am kommenden Mittwoch das erste Vizepräsidium des Kantonsparlaments übernimmt. Nachdem der letztjährige zweite Vizepräsident Raoul Girard (SP, Bulle) im Dezember alle seine politischen Ämter niedergelegt hatte, um Generalsekretär der Stadt Bulle zu werden, war es an den Sozialdemokraten, an ihrer Fraktionssitzung vom Donnerstagabend eine Kandidatur für Girards Nachfolge zu bestimmen.

Die Wahl fiel auf die 34-jährige Grossrätin Kirthana Wickramasingam aus Bulle (die FN berichteten). «Ich fühle mich sehr geehrt, und dies ist eine grosse Gelegenheit für mich», sagte sie gestern auf Anfrage. «Als Mutter von zwei Kindern möchte ich mit der Übernahme dieses Amts auch ein Signal an andere Mütter aussenden, dass Politik, Familie und Beruf miteinander vereinbar sind.»

Laut dem SP-Fraktionspräsidenten Pierre Mauron (­Riaz) befanden sich am Schluss gleich zwei junge Frauen in der internen Endausmarchung. «Dies zeigt, dass wir als Partei dezidiert auf die Frauen und die Jugend setzen wollen», sagte er. Der Herkunftsbezirk der Kandidatinnen habe demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Anspruch der SP unbestritten

Die Wahl Wickramasingams am kommenden Mittwoch dürfte unbestritten sein, wie eine Umfrage unter den Fraktionspräsidenten des Grossen Rats beweist. Der Anspruch der SP auf einen turnusgemässen Sitz im Präsidium ist und bleibt ein ungeschriebenes Gesetz, und es zeichnet sich auch in den bürgerlichen Reihen keinerlei Kampfkandidatur ab. «Als junge Person kann Wickramasingam eine ganz neue Dynamik ins Grossratspräsi­dium bringen», sagt der Präsident der Mitte-links-Grün-Fraktion, Benoît Rey (Mitte links – CSP, Freiburg). Er habe sie als sehr engagierte Sozialdemokratin mit klaren politischen Vorstellungen kennengelernt. «Ich gehe davon aus, dass diese Kandidatur von niemandem infrage gestellt wird», meint der FDP-Fraktionspräsident Peter Wüthrich (Domdidier). «Denn schliesslich liegt es in der Kompetenz der SP, eine entsprechende Person zu nominieren.» Auch gegenüber Wickramasingams Jugendlichkeit hat Wüthrich keinerlei Vorbehalte. «Immerhin hat sie jetzt noch ein Jahr Zeit, sich einzuarbeiten.»

«Wir sind froh, dass die SP jemanden gefunden hat und werden diese Kandidatur sicher unterstützen», sagte der SVP-Fraktionspräsident Emanuel Waeber (St. Antoni). «Denn dieser Sitz ist unbestritten.» Und auch der CVP-Fraktionspräsident Hubert Dafflon (Grolley) ist «mit diesem Entscheid der Sozialdemokraten einverstanden».

Bonvin will nicht intervenieren

Klar ist auch, dass es nur eine Wahl geben wird: jene für das erste Vizepräsidium. Die Einzige, die das ändern könnte, wäre die frischgewählte zweite Vizepräsidentin, Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne, Rueyres-les-Prés) – wenn sie nämlich selbst für das erste Vizepräsidium kandidieren würde. Doch sie hat das nicht im Sinn, wie sie auf Anfrage sagte. Das heisst natürlich auch, dass sie das Kantonsparlament im Wahljahr 2021 präsidieren wird. Dies habe aber nicht nur Vorteile, wie sie sagt – erwarte man doch von einer Grossratspräsidentin, dass sie sich mit politischen Äusserungen zurückhalte.

Gemäss Pierre Mauron ist es indes auch für die SP nicht so wichtig, im Wahljahr die Präsidentschaft des Grossen Rats stellen zu können.

«Dies zeigt, dass wir als Partei dezidiert auf die Frauen und die Jugend setzen wollen.»

Pierre Mauron

SP-Fraktionspräsident

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