Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein strategisch wichtiges Grundstück

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die 89 Bürgerinnen und Bürger, die am Freitag an der Gemeindeversammlung Plaffeien teilgenommen haben, mussten viel Ausdauer an den Tag legen. Die Traktandenliste war reich befrachtet und es gab viel Diskussionspotenzial. Kurz vor Mitternacht waren dann aber alle 14  Geschäfte unter Dach und Fach (siehe auch Texte unten und rechts).

«Lange verhandelt»

Am meisten Geld gab die Gemeindeversammlung für einen Landkauf aus. Sie stimmte dem Antrag des Gemeinderats zu, von der Erbengemeinschaft de Weck ein Grundstück von 5182 Quadratmetern zu erwerben, dies für 170 Franken pro Quadratmeter. «Wir haben lange verhandelt, bis wir uns auf diesen Preis einigen konnten», erklärte Syndic Otto Lötscher. Der Gemeinderat sei aber überzeugt, dass das Grundstück von wichtiger strategischer Bedeutung für die künftige Entwicklung im Bad-Schwarzsee. Solche Landgeschäfte entsprächen den Legislaturzielen der Gemeinde.

Das Land befindet sich zwischen den Sportanlagen und dem Campus-Parkplatz und ist in der Bauzone von allgemeinem Interesse. «Derzeit ist noch kein konkretes Projekt darauf geplant. Es wird dort nicht kurzfristig etwas rea­lisiert, es gibt aber verschiedene Möglichkeiten,» so Otto ­Lötscher.

«Ein stolzer Betrag»

Die Finanzkommission unterstützte das Geschäft. «Wir waren bei der Beratung jedoch hin- und hergerissen», sagte Sprecher Mario Bapst. «Es ist ein stolzer Betrag.» Doch könne genau dieses Stück Land einst entscheidend sein für die weitere Entwicklung in Schwarzsee. «Wenn es dann jemand anderem gehören würde, hätten wir ein Problem.» Deshalb seien die strategischen Überlegungen für die Finanzkommission entscheidend ­gewesen.

Auch in der kurzen Diskussion stellte ein Bürger den hohen Preis infrage. Das Land sei nicht erschlossen, so die Antwort des Gemeinderats auf eine andere Frage aus der Versammlung. Eine Bürgerin fragte, ob man darauf nicht die geplante Dreifachturnhalle hätte bauen können. Das Projekt für eine Dreifachturnhalle stehe, sie werde am Standort der heutigen Turnhalle realisiert, antwortete der Syndic. «Hätte das Land früher zur Verfügung gestanden, sähe es vielleicht anders aus.»

Die Stimmbürgerinnen genehmigten den 910 000-Franken-Kredit schliesslich mit 67  Ja zu 5  Nein.

Touristische Infrastruktur

Sonderregelung für Camperfahrzeuge?

Die Gemeindeversammlung hat dem Ersatz der Parkautomaten in Schwarzsee zugestimmt. Die Bürger genehmigten den Kredit über 180 000 Franken mit 78 Ja ohne Gegenstimme. Gemäss Syndic Otto Lötscher nimmt die Gemeinde jährlich rund 400 000 Franken aus der Parkplatzbewirtschaftung ein. Das Geld geht zurück in touristische Infrastrukturen. So wurde etwa der Steg damit finanziert.

Eine Extragebühr für Camper …

Das Geschäft war unbestritten, doch entbrannte hier eine Diskussion um die zunehmenden Camperfahrzeuge, die seit der Corona-Krise auf Parkplätzen am See abgestellt werden, oft auch über Nacht. Einige Bürger forderten, dass die heute geltenden Zeiten der Parkplatzbewirtschaft, die um 17  Uhr endet, erweitert werden. Oder dass zumindest eine Extra-Parkgebühr für Camperfahrzeuge erhoben wird, die sonst auf diese Weise günstig die Gebühr auf dem Campingplatz oder die Aufenthaltstaxe in Hotels und Pensionen sparen. «Die Zahl der Fahrzeuge hat zugenommen, es gibt jedoch noch kein Ansturm», hielt Ammann Otto Lötscher fest. Doch als die Campings während der Corona-Krise geschlossen werden mussten, seien auch viele andere Regionen überrumpelt worden.

… oder Tal ganz schliessen?

Im Gantrischgebiet werden bis 22 Uhr Gebühren erhoben, vielleicht sei das auch eine Option für Schwarzsee, sagte ein Bürger. Ein anderer Bürger regte an, den Zugang in das Tal ganz zu schliessen, wenn eine gewisse Anzahl Fahrzeuge vorhanden sind. Die Gemeinde wolle die Parkgebührzeiten nicht generell verlängern, weil man den Restaurants entgegenkommen wollte, meinte der Syndic. Die Gemeinde suche nach Lösungen.

im

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema