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«Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit»

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«Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit»

Autor: Aldo Ellena (Bilder) Imelda Ruffieux (Text)

Mit einem feierlichen Einzug in die Pfarrkirche Plaffeien hat gestern Sonntag das Erntedankfest in Plaffeien begonnen. Zahlreiche Zuschauer am Strassenrand bewunderten die mit viel Liebe zum Detail zurecht gemachten Körbe und die Farbenpracht, die sich nicht nur in den präsentierten Gaben, sondern auch in der Aufmachung der Musikanten, des Jodlerklubs, der Landfrauen, des Müttervereins, der Trachtenleute und der Fahnendelegationen widerspiegelt. Als Ergänzung dazu konnten die Gottesdienstbesucher in der schön gezierten Kirche die feierliche Jodlermesse des Jodlerklubs Alphüttli geniessen.

Alles also wie jedes Jahr? Nicht ganz. Zum einen fand das Erntedankfest heuer zum 25. Mal statt. Und bis am Sonntag alles am Schnürchen lief, brauchte es schon einiges an Vorbereitungszeit.

Tatkräftige Hilfe

«Angefangen hat alles mit einem einfachen Gottesdienst vor zweieinhalb Jahrzehnten», erinnert sich Martha Mäder. Weil in dieser Zeit auch die von Gérald Buchs präsidierte Trachtengruppe gegründet wurde, entstand eine Zusammenarbeit, die bis heute Bestand hat.

Die beiden konnten dabei jeweils auf die tatkräftige Mithilfe der Landfrauen Schwarzsee und Plaffeien sowie des Müttervereins zurückgreifen. Diese gestalten die Gabenkörbe, die beim feierlichen Einzug in die Kirche präsentiert werden, sei es mit Brot und Ähren, mit Früchten und Gemüse, Brotlaiben oder Milch- und Fleischprodukte. «Wir können uns immer auf sie verlassen», betont Martha Mäder.

Gemüse wird poliert

So haben Klara Piller und Bernadette Neuhaus von der Trachtengruppe am Samstagnachmittag Gemüse auf Hochglanz poliert und sorgsam im Korb angerichtet. Währenddessen war Ruth Offner von den Landfrauen Schwarzsee daran, allerlei Wurstwaren und Milchprodukte zu vakuumieren, um sie so für die Präsentation im Korb vorzubereiten.

Ein Apfelbild beim Altar

Auch in der Kirche wurde derweil fleissig gewerkelt. Gérald Buchs hat am Samstagnachmittag getreu dem diesjährigen Motto «Unsere Marienkirche» das Altarsujet gestaltet. Dafür hat er rund 120 grüne, 50 gelbe und 40 rote Äpfel kunstvoll ins Szene gesetzt, währenddem die Sakristanin Marie Lauper die Kirche auf Hochglanz gebracht hat. Jedes Jahr ist es auch wieder eine Überraschung, was die Viertklässler präsentieren. Dieses Jahr nahmen sie das Thema in Form von Collagen auf.

Dankbar sein

Das Erntedankfest geht auf das Bedürfnis der Menschen zurück, dem Herrgott am Ende eines Sommers für die reichen Gaben der Natur zu danken. Gérald Buchs und Martha Mäder sind überzeugt, dass der Anlass nichts von seiner Aktualität verloren hat.

«Wenn ein ganzes Dorf ein Jahr lang gesund und zwäg ist, dann ist das für uns wohl ein Anlass, Danke zu sagen, erklärt Martha Mäder ihr Engagement. «Es gibt einige wichtige Anlässe im Jahr, die einen Marchstein darstellen, und dieser Sonntag gehört dazu», ergänzt Gérald Buchs. Er empfinde am Erntedankfest jeweils ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit. «Uns geht es gut. Wir leben im Überfluss und sind uns oft nicht bewusst, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Man müsste eigentlich dankbarer sein.»

Platz für neue Kräfte

Für Martha Mäder ist es das letzte Erntedankfest als Mitorganisatorin. «Für mich war es all die Jahre eine grosse Bereicherung, wenn ich gesehen habe, wie die Arbeit geschätzt wurde», hält sie fest. «Es war schon ein besonderes Gefühl, beim Einzug den Korb zu tragen.» Besonders geschätzt hat sie auch die besondere Ambiance in der Kirche. Gérald Buchs seinerseits möchte nach 25 Jahren als Hauptorganisator ins zweite Glied zurücktreten. Die Nachfolgeregelung ist aber noch nicht definitiv bestimmt.

Ein Treffpunkt

Wie fast jedes Mal in den letzten 25 Jahren, spielte gestern Sonntag das Wetter mit. Ein Teil des Inhalts der Körbe kam beim von den drei Gemeinden Plaffeien, Oberschrot und Zumholz sowie der Pfarrei offerierten Aperitif zum Einsatz. Die Musikgesellschaft und der Jodlerklub geben ein Ständchen, die Leute verweilen gerne bei einem Glas und kommen ins Plaudern. Die übrig gebliebenen Gaben gingen heuer an das Pflegeheim Bachmatte. Nächstes Jahr ist dann wieder die Behindertenwerkstatt Sonnegg in Zumholz dran. Auch das ist sei 25 Jahren Tradition beim Erntedankfest in Plaffeien.

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