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«Ein unermüdlicher Schaffer»

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«Er war ein Mensch, der nie geruht hat», sagt Felix Bürdel über seinen Freund Fritz Oser, der 83-jährig gestorben ist. Fritz Oser ist am 15. Juli 1937 in Hofstetten SO geboren. Nach dem Lehrerseminar erwarb er das Diplom als Musiklehrer. Die Liebe zur Musik begleitete ihn ein Leben lang. Doch führte ihn sein Weg an die Universität Basel, wo er Philosophie, Pädagogik und Sprachwissenschaft studierte. 1964 erwarb er das Diplom als Sekundarlehrer. Zwei Jahre später erhielt er einen Lehrauftrag an der Theologischen Fakultät der Uni Luzern, bevor er in Zürich weiterstudierte. 1975 legte er seine Dissertation über «Das Gewissen lernen. Probleme intentionaler Lernkonzepte im Bereich der moralischen Erziehung» vor. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung 2007 war er ordentlicher Professor für Pädagogik an der Universität Freiburg.

Die Themen Lernen und Vermitteln von Wissen liessen ihn sein Leben lang nicht mehr los. Er realisierte Forschungsprojekte, war an amerikanischen und europäischen Universitäten vernetzt, hielt Vorträge, publizierte Schriften und entwickelte Basismodelle des Unterrichts. «Der grösste Verdienst von Fritz Oser ist es, dass er die universitäre Lehrerbildung revolutioniert und auf eine wissenschaftliche Basis gestellt hat», sagt Franz Baeriswyl, ehemaliger Direktor der Gymnasiallehrerausbildung an der Uni Freiburg. «Er hat die psychologisch basierte Didaktik als eigentliches Fach aufgebaut.» Oser sei bei seinen Forschungsprojekten sehr kreativ gewesen, habe interessante Themen gewählt und dann Methoden entwickelt, diese zu erforschen. Zudem habe er als einer der Ersten Grundlagenforschung bezüglich der Lernprozesse bei der Berufsbildung betrieben. «Er war für die Lehrerbildung in Freiburg und der ganzen Schweiz ein Vorbild.»

Ein guter Rhetoriker

Beat Bertschy, Lektor für allgemeine Didaktik und Verantwortlicher Berufspraxis Sekundarstufe II an der Uni Freiburg, war 1981 einer der ersten Studenten von Fritz Oser. «Dass er selber unterrichtet hat, gab seinen Vorlesungen Relevanz und einen Bezug zur Praxis.» Fritz Oser sei rhetorisch sehr stark gewesen und habe Wissenschaft und praktische Erfahrung mit Anekdoten verknüpft. «Seine Vorlesungen waren ein Happening.» Fritz Oser habe internationale Kongresse mit namhaften Persönlichkeiten organisiert. «Damals war das Pädagogische Institut eines der wichtigsten in der Schweiz.» Beat Bertschy sagt auch, dass Fritz Oser Menschen begeistern und sie animieren konnte, seine Projekte mitzutragen. «Er hatte hohe Erwartungen. Spürte er, dass jemand Feuer gefangen hatte, dann hat er ihn auch stark gefördert.»

«Auch nach seiner Pensionierung hat er unermüdlich weitergemacht», sagt Felix Bürdel. «Er war ein grosser Schaffer, der noch viele Projekte hatte.» So hat Fritz Oser etwa die Vereinigung Freunde des Franziskaner-Klosters Freiburg gegründet, um die Gemeinschaft bei den Sanierungsarbeiten am Kloster zu unterstützen.

Fritz Oser war verheiratet und Vater von vier Kindern. Er ist am Samstag an den Folgen eines Hirntumors 83-jährig gestorben.

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