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Ein wertvolles Naturgut schützen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Leserbrief

Ein wertvolles Naturgut schützen

Windkraft- und Kleinwasserkraftprojekte können die Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigen und sind somit erneuerbare Energien, deren Erzeugung nicht immer mit der Erhaltung des Naturgutes zu vereinbaren ist. Jedoch scheinen diese Technologien im Vergleich mit den unermesslichen Risiken der Atomkraft harmlos. Deshalb dürfen sie nicht von vornherein ausgeschlossen werden.

Allerdings ist eine gründliche, nicht einfache Interessenabwägung zwingend, wie das Beispiel der Sense zeigt!

Oberhalb Zollhaus hat sie bereits heute an Naturnähe verloren. Auffallend sind die hohen Schwellen, welche die Fischwanderungen verhindern. Ein Kleinwasserkraftwerk scheint hier nicht problematisch.

Bei genauerer Betrachtung sieht es aber schon anders aus! Eine Studie des WWF kommt zum Schluss, dass die Sense unter 15 Flüssen der wertvollste Alpenfluss ist. 95 Prozent seines Laufes gelten als naturnah, dies nicht zuletzt dank intakter Geschiebeführung, unveränderter Gewässerstruktur und biologischer Durchlässigkeit; in unserem Land und sogar in Europa ein ausserordentlicher Zustand.

Soll man ein solches Juwel für Energieproduktion wirklich opfern? Müssten nicht andere Wege gefunden werden, um die Atomära zu beenden? Der Wirkungsgrad der Wasserkraftinstallationen könnte zum Beispiel erhöht werden. Leider ist so eine Massnahme für Stromproduzenten aber nicht interessant, da sie nicht, wie die Kleinkraftwerke, mit der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV gefördert werden.

Die Sense ist noch nicht allzu fest denaturiert. Die Erstellung eines Kleinwasserkraftwerks hätte auf den gesamten Lauf negative Auswirkungen: die Geschiebedynamik würde langfristig gestört, die Abflussmenge wäre auf einer mehr als einen Kilometer langen Strecke drastisch gesenkt, und künftige Aufwertungsmassnahmen zur Verbesserung der Fischdurchlässigkeit würden beeinträchtigt.

Könnte sich unser Kanton nicht leisten, die Sense vor den negativen Einflüssen der Produktion von sogenannten «sanften Energien» zu schützen? Er könnte indessen Stromsparmassnahmen noch besser unterstützen und die Nutzung der Sonnenenergie aktiver fördern.

Autor: Yolande Peisl-Gaillet, Freiburg

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