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Eine Fotoreise durch die Zeit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Schlüsselmoment im Leben des Freiburger Fotografen Romano Riedo spielte sich im Bahnhof Freiburg ab. Der Autodidakt mit Jahrgang 1957 begann mit Detailaufnahmen, zum Beispiel von zerrissenen Plakaten oder Schaufenstern von Geschäften. «Da konnte ich üben», sagt er. Im Wartesaal des Bahnhofs Freiburg sprach er erstmals Passanten an, ob sie bereit wären, von ihm fotografiert zu werden. Das damals entstandene Schwarzweissbild ist Teil der neuen Wechselausstellung im Museum Murten. Diese trägt den Titel «Hier | Dort» und stellt die Themen Reisen und Tourismus in den Mittelpunkt.

Seine Bilder, teils vor 30 Jahren entstanden, teils nur wenige Wochen alt, zeigen die verschiedenen Etappen einer Reise: von der Vorbereitung – ein Foto einer Werbetafel einer Fluggesellschaft – über das Warten auf die Abreise – der erwähnte Wartesaal oder eine Bushaltestelle – bis zur Reise selbst – mit Aussichten aus einem Flugzeug oder schlafenden Passagieren in einem Zug – und dem Aufenthalt vor Ort. «Man ist unterwegs und sieht doch nichts», kommentiert Romano Riedo ein Bild eines schlafenden Fahrgastes. «Aber man reist innerlich.»

«Mich interessiert nicht das Spektakel, mich interessieren die Leute.»

Romano Riedo

Freiburger Fotograf

Seine Fotos sind im Stil von Reportagen gehalten, teils schwarz-weiss, teils in Farbe. Häufig sind nur Einzelpersonen oder sehr kleine Gruppen darauf zu sehen. «Ich bin interessiert, Momente aufzuschnappen und konzentriere mich gerne auf einzelne Leute», sagt der Fotograf.

Schattenseiten

Dass Tourismus ein Massengeschäft ist und auch Schattenseiten hat, blendet Romano Riedo nicht aus. Dort, wo zahlreiche Touristen hinreisen, entstehen Ferienwohnungen, die für die lokale Bevölkerung meist zu teuer sind. Er illus­triert das mit einem Werbestand für solche Wohnungen. Auf einem anderen Foto ist eine verlassene Ferienhaussiedlung auf Kreta zu sehen. Deren Gärten werden von Schafen bevölkert. Auch Strassenmusiker, die wahrscheinlich schon nach kurzer Zeit aus den Erinnerungen der Touristen verschwinden, hat Romano Riedo fotografiert.

Zusammen mit dem Museumsdirektor Denis Decrausaz hat er die Bildauswahl auf die Ausstellungsobjekte abgestimmt. So hat Romano Riedo neben einer musealen Zeichnung eines Pfahlbaudorfs ein Foto des Pfahlbaudorfs Gletterens angebracht.

Historische Objekte

Eigens für die Fotoausstellung hat Denis Decrausaz einen Raum des Museums dem Thema Tourismus in der Region Murten gewidmet. Zu sehen gibt es unter anderem die ersten Leporellos, die an Touristen in Murten verkauft wurden. Die Prospekte und Plakate des Verkehrsvereins Murten zeigen, wie sich die Region selbst vermarktet hat. «Es sind Objekte aus der Sammlung des Museums und Leihgaben», sagt Denis Decrausaz und erklärt weiter: «Die Feier zur Schlacht bei Murten ist am Ursprung des Tourismus in der Region, weil sie viele Besucher anzieht.»

Dem Tourismus in Murten widmet sich Romano Riedo auf den unteren Stockwerken des Museums. Zum Beispiel stellt er ein Bild aus mit Personen, die eine Arteplage des Lichtfestivals fotografieren. «Mich interessiert nicht das Spektakel, mich interessieren die Leute.» Am Ende der Ausstellung zeigt er Bilder von der Leere im Frühjahr in und um Murten wegen der Pandemie.

Zur Ausstellung ist ein Fotoband im Verlag Le Cric erschienen.

Programm

Ausstellung mit Film, Lesung und Gespräch

Romano Riedos Fotos sind im Museum Murten vom 6. September bis am 13. Dezember zu sehen. Die Vernissage findet morgen Samstag um 18 Uhr statt, in Anwesenheit des Staatsrats Olivier Curty. Eine Flash-Führung, gefolgt von einem Film im Kino Feuerwehrmagazin ist für den 18. Oktober geplant. Am 12. November lädt das Museum zu einer Lesung mit der Performance-Künstlerin Marinka Limat und dem Schriftsteller André Vladimir Heiz ein. Am 2. Dezember führt Romano Riedo in Form eines Gesprächs mit dem Kunsthistoriker Walter Tschopp durch die Ausstellung.

jmw

 

 

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