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Eine neue Equipe für die nächsten Jahre

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Mit der konstituierenden Sitzung begann für die katholische kirchliche Körperschaft (kkK) vorgestern die neue Legislaturperiode 2019–2024. In dieser ist vieles neu: Das kirchliche Organ hat einen neuen Exekutivratspräsidenten, neue Exekutivratsmitglieder, einen neuen Versammlungspräsidenten, nur noch 60 statt 90 Mitglieder, und es trifft sich künftig nicht mehr im gros­sen Saal der Freiburger Pfarrei Christ König, sondern vis-à-vis an der Perollesstrasse, in den neuen Räumlichkeiten der Körperschaft im Pauluswerk-Gebäude.

Das Exekutivratspräsidium

Zum neuen Präsidenten des Exekutivrats wählte die Versammlung vorgestern einstimmig den bisherigen Vizepräsidenten, Patrick Mayor aus Villargiroud. Der 53-jährige Präsident von Caritas Freiburg gehört dem Exekutivrat seit fünf Jahren an, seit einem Jahr amtet er als Vizepräsident der kkK-Exekutive. Er ersetzt den 70-jährigen Alt-Grossrat Georges Emery (CVP, Freiburg), der nach 25 Jahren Engagement für die Kirche altersbedingt seinen Rücktritt gab. Emery war zehn Jahre lang Mitglied des Exekutivrats und fünf Jahre dessen Präsident.

«Die grösste Herausforderung für die neue Legislatur wird sein, noch mehr gegen aus­sen zu zeigen, was die Kirche alles für den Kanton Freiburg tut – etwa für junge und kranke Menschen», sagte Mayor den FN. «Sie muss im Grunde genommen ein besseres Marketing betreiben, wie die Ökonomen sagen.» Aber auch mit dem zunehmenden Priestermangel gelte es umzugehen. Während sein Vorgänger Jurist gewesen sei, bevorzuge er als Unternehmer eher eine «pragmatischere, dynamischere Herangehensweise» an die Aufgaben der kkK.

Der Exekutivrat

Auch die anderen beiden neuen Mitglieder des Exekutivrats, die in stiller Wahl ebenfalls einstimmig gewählt wurden, sind bekannte Gesichter im Kanton. Es handelt sich um den 55-jährigen Grossrat Bruno Boschung (CVP, Wünnewil), die 60-jährige Alt-Grossrätin Yvonne Stempfel (CVP, Guschelmuth) und den 63-jährigen Alt-Grossrat Christian Bussard (CVP, Pringy).

Für Bruno Boschung ist es das erste Amt in einem kirchlichen Gremium. «Ich wurde aus dem Umfeld der kkK relativ kurzfristig für diese Kandidatur angefragt», sagte er. «Und ich bin sehr motiviert, mich auch für die Kirche einzusetzen – so wie für die Politik und früher für die Vereine und den Sport.» Als Exekutivratsmitglied wolle er namentlich dazu beitragen, dass die «sehr gute», in den Pfarreien geleistete Arbeit noch stärker gefördert werde.

Christian Bussard sieht seinerseits als grösste Herausforderung der kommenden Legislatur neben dem Umgang mit dem Priestermangel die wohl nötigen Veränderungen bei der Struktur der Pfarreien, die nicht selten von organisatorischen Schwierigkeiten geplagt seien; auch Fusionen schliesse er nicht aus. Er äusserte sich aber nicht konkreter dazu, welche Pfarreien er diesbezüglich im Auge habe. Boschung und Bussard ersetzen im Exekutivrat Philippe Micheloud und Urs Jost. Der 65-jährige Micheloud trat nach nur einer Legislatur aus gesundheitlichen Gründen zurück. Das Deutschfreiburger Mitglied im Exekutivrat, der 73-jährige Urs Jost aus Wünnewil, hatte schon im letzten Jahr, nach vier Jahren im Amt, aus persönlichen Gründen demissioniert. Die 58-jährige Françoise Bach tritt aus beruflichen Gründen sowie wegen ihres Engagements in der Pastoraleinheit Notre-Dame de Compassion von Bulle nicht mehr als Delegierte des Bischofs im Exekutivrat an. Ihr Nachfolger wird der 63-jährige Gérald Telley aus Onnens. Er wurde vom Bischofsvikariat abbeordert und vorgestern nicht gewählt.

Das Versammlungspräsidium

Zu einer Rochade kommt es auch beim Versammlungspräsidium der kkK – der kirchlichen Legislative. Hier gab der bisherige Präsident, der 55-jährige Arnold Schöpfer aus St. Antoni, seinen Rücktritt. Und auch hier ist der Nachfolger ein bekanntes Gesicht: der 72-jährige ehemalige FN-Chefredaktor Walter Buchs aus Freiburg, der bisher fünf Jahre lang als Präsident der kkK-Geschäftsprüfungskommission (GPK) amtete und seit je zehn Jahren in der Versammlung und in der GPK Einsitz nimmt. Auch er wurde einstimmig gewählt, ebenso wie – in stiller Wahl – der neue Vizepräsident Matthieu Canevascini sowie der neue zweite Vizepräsident Jean-François Tercier. «Ich wurde von vielen Seiten ermuntert, als Zweisprachiger dieses Amt zu übernehmen», sagte Walter Buchs. Er schätze, dass der Zeitaufwand wohl eher geringer sei als in seiner Zeit als GPK-Präsident. Zu den inhaltlichen Prioritäten der nächsten fünf Jahre wolle er sich bewusst nicht äussern.

«Ich strebte nach fünf Jahren im Präsidium eine Veränderung an», bemerkte Arnold Schöpfer. Er ziehe aber eine ausgesprochen positive Bilanz seiner Amtszeit, sowohl bezüglich der verschiedenen administrativen Anpassungen als auch bezüglich der Zusammenarbeit mit den Bischofsvikariaten. Auch Schöpfer sieht als grösste Herausforderung für die kommenden Jahre eine Überprüfung der Pfarreistrukturen, daneben aber auch eine Stärkung der Jugend in der Körperschaft.

Bilanz des abtretenden Exekutivratspräsidenten

«Es bleibt noch viel zu tun»

«Nach einem Vierteljahrhundert des Engagements ist es nun Zeit, das Präsidium in jüngere Hände zu legen», sagte der abtretende Präsident des Exekutivrats der katholischen kirchlichen Körperschaft (kkK), Georges Emery. Er zieht eine sehr positive Bilanz.

«Viele Veränderungen»

Die Stimmung im Rat sei immer ausgezeichnet gewesen, und Emery ist «sehr zufrieden mit dem, was ich hinterlassen kann». Die Verkleinerung der kkK-Versammlung führt er indes auf die zunehmenden Rekrutierungsprobleme zurück, unter denen auch dieses Gremium zu leiden habe.

In seiner Amtszeit im Exekutivrat habe er viele Veränderungen miterlebt, so Emery weiter: bei den Strukturen, beim Personal und nicht zuletzt durch den Umzug ins Freiburger Perollesquartier. Insgesamt habe er an der Verabschiedung von «wohl über 100 Reglementen» mitgewirkt.

Zuerst ein Legislaturprogramm

«Es gab im vergangenen Jahrzehnt grosse Momente, und wir haben viel erreicht», so Emery. «Es bleibt aber auch noch viel zu tun.» Der abtretende Exekutivratspräsident denkt da an die von verschiedener Seite geäusserte Forderung, die Statuten der kkK grundlegend zu überarbeiten, aber auch an weitere Anpassungen bei den administrativen Strukturen der Kirche.

Nicht zuletzt gelte es, auf die Folgen der kantonalen Unternehmenssteuerreform (die FN berichteten) adäquat reagieren zu können – auch wenn diese Folgen «weniger gravierend als ursprünglich befürchtet» sein würden. Konkret habe der neue Exekutivrat aber zunächst einmal ein Legislaturprogramm für die kommende Legislatur auszuarbeiten und zu präsentieren.

jcg

Zahlen und Fakten

Kommissionen neu besetzt

Neben den Personen an der Spitze der kirchlichen Exekutive und Legislative wurden vorgestern noch diverse weitere Personen in verschiedene Ämter gewählt. So werden Walter Buchs und Jean-François Tercier künftig als Präsident und erster Vizepräsident auch die Sitzungen der Kasse für die Besoldung der Pfarreiseelsorger (VKBP) leiten. In der kkK-Geschäftsprüfungskommission nehmen in der neuen Legislaturperiode Jean-Pierre Jaquet (Präsident, neu) sowie Yvette Haymoz, Michel Mettraux, Valentine Murith (alle bisher), Eric Broccard, Petra Del Curto, Christophe Girard und Nadia Ruffieux und Arnold Schöpfer (alle neu) Einsitz. Mit Ausnahme von Valentine Murith und Petra Del Curto gehören sie alle auch der VKBP-Geschäftsprüfungskommission an. Für beide Gremien war eine geheime Wahl nötig. In die Kommission für Rechtsfragen der kkK wurde Robert Eugster (Präsident, bisher) sowie Alois Gilli, Véronique Laurencet-Esseiva, Roberto Pellizzari und Sandrine Raboud (alle neu) gewählt, in die Justizkommission der kkK Guy Python (neu), Jacques Le Moual, Camille Perroud sowie Christine Vial (alle bisher) und in die Aufsichtskommission über die Verwaltung der Pfarr- und Kaplaneipfründe der kkK Hubert Bugnon (Präsident, neu) sowie Elmar Perler (Ersatzpräsident, bisher). Der Präsident dieser Kommission wird vom Bischof vorgeschlagen, die Bischofsvikare Pater Pascal Marquard und Jean Glasson sowie zwei Exekutivräte nehmen von Amtes wegen in ihr Einsitz.

jcg

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