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Eine Stiftung übernimmt das Schloss

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene Soltermann

Lange war der Kanton Bern Schlossherr in Laupen. Weil der ehemalige Amtsbezirk Laupen seit Anfang 2010 zum Verwaltungskreis Bern-Mittelland gehört, braucht der Kanton das Schloss nicht mehr als Verwaltungssitz. Heute Abend übergibt er den Schlüssel einer Stiftung, die sich künftig um das altehrwürdige und geschichtsträchtige Gebäude kümmert. Der Termin ist passend angesetzt: Jeden 21. Juni gedenken die Laupener beim Schloss der Schlacht von Laupen, die am 21. Juni 1339 auf dem Bramberg geschlagen wurde (siehe Kasten).

Fast alle zahlen mit

Geld für die Gründung hat die Stiftung bereits genügend gesammelt. Fast alle Gemeinden rund um Laupen haben ins Portemonnaie gegriffen – nur der grosse Nachbar Neuenegg nicht. Der Laupener Gemeindepräsident Urs Balsiger bedauert zwar, dass gerade Neuenegg konsequent kein Geld beisteuern wollte. «Aber sonst haben wir viele Gemeinden im Boot.» Auch von Freiburger Seite wird die neue Stiftung unterstützt: Bösingen und der Gemeindeverband Region Sense haben zusammen 10000 Franken beigesteuert. Insgesamt sind rund 90000 Franken zusammengekommen, sagt Balsiger.

Bald im Knast übernachten

Die Stiftung sorgt künftig für den Unterhalt des Schlosses. Ideen, wie das Schloss mit Leben gefüllt werden könnte, gibt es bereits seit einiger Zeit. Räume sollen zu Büros umfunktioniert werden, der Rittersaal und der Schlosskeller werden vermietet. Und schon bald soll das Angebot «Schlafen im Knast» Besucher nach Laupen locken. Ist die Stiftung nach der Schlüsselübergabe erst einmal gegründet, soll es vorwärtsgehen, so Balsiger. Er rechnet damit, dass die ersten Gäste ab dem nächsten Sommer im ehemaligen Gefängnis übernachten können. «Umgebaut werden muss nicht gross.» Balsiger ist mit einem Interessenten in Kontakt, der das Angebot aufziehen möchte.

Büros als Problem

Über die Nutzung des Rittersaals und des Schlosskellers ist Urs Balsiger erfreut. «Wir haben viel mehr Buchungen als früher», sagt er. Jedoch harze es immer noch mit der Vermietung der Büroräumlichkeiten.

Mit dem Geld, das aus den Mieteinnahmen und Übernachtungsangeboten in die Kasse der Stiftung fliesst, sollen laut Balsiger die Unterhaltskosten gedeckt werden können. Fallen grössere Investitionen oder Unterhaltsarbeiten an, kann sich die Stiftung an die Denkmalpflege oder den Lotteriefonds des Kantons Bern wenden. So ist laut Urs Balsiger gewährleistet, dass das alte Schloss in Laupen noch lange mit neuem Leben gefüllt sein wird.

Der Kanton braucht das Schloss Laupen nicht mehr als Verwaltungssitz. Ab heute ist eine Stiftung Schlossherrin.Bild ae/a

Gedenkfeier: Mit einem Wasserballon gegen die Schlossmauern

Jeden 21. Juni gedenken die Laupener auf dem «Blidenplatz» vor dem Schloss der Schlacht von Laupen. Anlässlich des heutigen Gedenktags wird die Stiftung Schloss Laupen gegründet. Nach dem formellen Akt ist die Feier ab 18.30 Uhr öffentlich. Um 19 Uhr wird die Glocke geschlagen, und die Trommler und Pfeifer von Laupen haben ihren traditionellen Auftritt. Danach treten die «Bliden-Knechte» in Aktion. Mit der so genannten «Blide» – einer mittelalterlichen Wurfmaschine aus Holz, die einer grosser Steinschleuder ähnelt – attackieren sie die Schlossmauer. Während die Angreifer früher Steine als Wurfgeschosse benutzten, gehen die Laupener bei der Gedenkfeier weit schonender vor: Anstelle von Steinen beladen sie die Blide mit einem mit Wasser gefüllten Ballon, den sie in einen Jutesack wickeln. hs

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