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Eine Trennung auf Zeit

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Autor: Michel SPicher

Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft – das musste zuletzt auch Marco Schneuwly erfahren. Gehörte der Wünnewiler Anfang Saison bei YB noch zur Stammformation, verlor er in der Vorrunde seinen Platz als Stürmer und musste sich mit der Rolle des Jokers zufrieden geben. Als dann die Super League im vergangenen Januar ihren Betrieb wieder aufnahm, kam Marco Schneuwly gar nicht mehr zum Einsatz. Der Stürmer musste fortan die Auftritte der Berner von der Spielerbank aus mitverfolgen.

Der lange Weg zurück

Im November 2009 hatte sich Marco Schneuwly im Spiel gegen den FC Basel einen Kreuzbandriss zugezogen. Als der Sensler nach sechs Monaten Zwangspause ins Team der Young Boys zurückkehrte, merkte er bald, dass es schwierig werden würde, seinen Stammplatz, den er seit eineinhalb Jahren inne hatte, zu verteidigen. «Anfang Saison spielte ich nicht auf dem Level wie vor meiner Verletzung. Ich brauchte etwas Zeit, bis ich den Tritt wieder gefunden hatte», so der 26-Jährige.

Erschwerend kam hinzu, dass YB-Trainer Vladimir Petkovic inzwischen ein neues Spielsystem eingeführt hatte. Das spektakuläre 3-4-3, mit dem die Young Boys und ihr Goalgetter Seydou Doumbia in den Saisons zuvor das Stade de Suisse verzückt hatten, passte nicht mehr zum neuen Charakter des Teams. Deshalb setzte Petkovic vermehrt auf die Aussenbahnen mit David Degen und Senad Lulic und liess nur noch einen echten Stürmer auflaufen. Und die flinken, vielseitigen Henri Bienvenue und Emmanuel Mayuka passten von ihrer Spielanlage her besser ins neue YB-Konzept als der kräftige Arbeiter Schneuwly.

«Ich habe mich mit den Verantwortlichen des Vereins unterhalten und ihnen erklärt, dass ich im Sommer einen Wechsel anstrebe, falls sich an meiner unbefriedigenden Situation nichts ändert», so Schneuwly. Am YB-Angreifer war unter anderem der FC Thun stark interessiert, die Gespräche waren schon weit fortgeschritten.

Entlassung als Kehrtwende

Vor zehn Tagen änderte sich Schneuwlys Situation plötzlich schlagartig. Nach drei Niederlagen in Serie und dem 1:1-Remis in Luzern musste Vladimir Petkovic seinen Trainer-Spind in der Hauptstadt räumen.

Interimscoach Erminio Piserchia lässt nun ein 4-4-2 spielen, und Schneuwly ist dabei wieder erste Wahl. Beim 2:2 gegen die Grasshoppers stand der Sensler erstmals seit dem 12. Dezember 2010 wieder in der Startformation. Und auch am letzten Sonntag durfte er auflaufen und erzielte beim 1:1 gegen Sitten den einzigen Treffer für die Berner.

Eine Zukunft unter Gross

Ab der Saison 2011/12 wird Christian Gross bei den Young Boys das Zepter übernehmen. Der ehemalige FCB-Coach ist ein komplett anderer Trainertyp als Vladimir Petkovic. Er setzt mehr auf Kampf und Disziplin als auf Spektakel und schätzt kräftige und grossgewachsene Spieler wie Schneuwly. «Im Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen von YB hat Christian Gross gesagt, dass er mich gerne nächstes Jahr im Team haben würde. Ich habe gespürt, dass er Vertrauen hat in mich und habe mich deshalb entschlossen, auch nächstes Jahr bei den Young Boys zu spielen.»

Der Wünnewiler Marco Schneuwly wird auch in der kommenden Saison für die Berner Young Boys Spektakel bieten.Bild Keystone/a

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