Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Eingezäunt, aber wild gehalten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

In drei Gehegen leben in der Steinlera bei Düdingen auf rund 110 000 Quadratmetern über 40 Rot- und Damhirsche. Und glaubt man den Erzählungen ihres Besitzers Arnold Riedo, fühlen sich die Tiere dort sehr wohl. «Die Tiere, die aus dem Gehege fliehen, kommen freiwillig wieder hierher zurück», sagt er.

Vor 32 Jahren hat er die ersten zehn Hirsche aus Polen importiert. 500 bis 1000 Franken kostete ein Rothirsch damals. «Sie wollten mir tote Tiere mitgeben, doch ich wollte lebendige. Es waren für die Polen die ersten Hirsche, die sie lebend exportierten», erzählt Arnold Riedo. Nachdem ihm die Einfuhrbewilligung erteilt worden war, kamen die Tiere schliesslich, jedes einzeln in einer grossen Holzkiste, in Düdingen an.

Bestand ist dokumentiert

«Ich wollte etwas Pflegeleichtes», meint Arnold Riedo auf die Frage nach seinem ungewöhnlichen Hobby. Er schaue aber trotzdem regelmässig bei den Tieren vorbei. Ist er in den Ferien, übernimmt sein Kollege Gallus Hungerbühler diese Aufgabe mit grosser Hingabe. Mit Feldstecher und Fotoapparat ausgerüstet, begibt er sich dann jeweils in die drei Gehege, zählt die Tiere und macht den ein oder anderen Schnappschuss, den er in seinem nächsten Hirsch-Fotobuch oder in den selbstgemachten Hirsch-Kalendern verewigt.

Nicht wie im Tierpark

«Die Tiere fliehen meist, wenn wir kommen. Ausser wenn Gallus das Gehege betritt, dann ist die Chance grösser, dass sie stehen bleiben», erklärt Arnold Riedo. Dies deshalb, weil er ihnen immer etwas zu knabbern, Brot oder Äpfel, mitbringe.

Es sei aber nicht sein Ziel, dass ihm die Tiere aus der Hand fressen wie im Tierpark Dählhölzli, sagt Riedo. «Ich will nicht, dass man ein Wildtier auf diese Weise füttern kann.» So hat er für die Hirsche auch keine Hütten gebaut und bringt ihnen auch kein zusätzliches Futter. «Einzig im vergangenen strengen Winter haben wir ihnen Heu gegeben.»

Kollegen erlegen die Tiere

Im Herbst kommt auch immer die Zeit, in der sich Arnold Riedo und Gallus Hungerbühler von einigen ihrer Tiere verabschieden müssen. Würden ihre Jagdkollegen nicht das ein oder andere Tier erlegen, wäre die Herde schnell einmal zu gross, da sich Hirsche relativ schnell vermehren.

«Wir fahren dann jeweils in die Ferien. Das können wir nicht mitanschauen», sagt Arnold Riedo, der ausserhalb seiner eigenen Gehege als Jäger aktiv ist. Das Wildfleisch verwerten die Jagdkollegen dann gleich selber, oder Riedo liefert einen Teil an die Wirte der Region. Von einem Rothirsch zum Beispiel könne man etwa 60 Prozent des Gewichts verwerten. Ein eineinhalb Jahre alter Hirsch wiegt zwischen 65 bis 80 Kilo, ein sieben Jahre altes Tier bringt es dann schon auf 140 bis 150 Kilogramm. «Auch dieses Fleisch gibt einen guten Wildschmaus», sagt Gallus Hungerbühler.

Hirsch hält Pendler auf

Die beiden haben auf ihren Kontrollgängen schon mehrere Tierleben gerettet. Zum Beispiel, als bei einer Totgeburt eines Hirschkalbes wenigstens die Hirschkuh gerettet werden konnte oder als sich ein Rehkitz aus dem Wald im Gehege verirrt hatte. Leider kam aber für einen Hirsch, welcher sich mit seinem Kopfschmuck im Geäst verfangen hatte, jede Hilfe zu spät.

Einmal hatte ein Hirsch sogar einen herannahenden Intercity zum Stillstand gebracht. «Es war um sechs Uhr morgens und der Zug voller Pendler, die zur Arbeit wollten», erzählt Arnold Riedo. Der Hirsch war über den Zaun gesprungen, weil er von einem anderen gejagt worden war. Obwohl die Züge am Gehege der Hirsche viertelstündlich vorbeifahren, haben die beiden zum Glück wenige solch tragischer Geschichten zu erzählen.

Meistgelesen

Mehr zum Thema