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Eintauchen in ein Meer aus Bäumen

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Das Postauto hält in Gurmels, der Rucksack wird geschultert, es geht los – fast kommt ein bisschen Schulreisestimmung auf. Neun Kilometer liegen bis Ulmiz vor uns. Der Wandervorschlag «Bäumige Gemeinde Galmwald» ist eine online beschriebene Route des Verbands Schweizer Wanderwege. Die Tour vereint beliebte Spazierwege und unbekanntere Strecken. Mit dem Smartphone in der Hand spazieren wir zum Bach Biberen, im Murtner Dialekt Bibere, im Gurmelsdeutschen und im Französischen Bibera genannt.

Von Bibern und «Kolibris»

Kumuluswolken, blauer Himmel und Kornfelder mit Mohnblumen verheissen einen vielversprechenden Start ins Abenteuer. Die Landschaft, die man sonst nur durch das Autofenster sieht, wird plötzlich zum malerischen Wandergebiet. Nach wenigen Minuten ist der Bach erreicht. Der gelbe Pfeil zeigt es an: Es geht entlang dem Biberpfad nach Liebistorf. Ob sich einer der scheuen Nager zeigen wird? Es besteht wenig Hoffnung. Doch sie sind hier: Seit der Revitalisierung des Bachs haben Biber und andere Tiere hier einen neuen Lebensraum gefunden.

Bei einer Weggabelung tauchen plötzlich dreieckige Betonelemente auf, ein surreales Bild. Die Panzerhindernisse sind Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg und durchziehen die ganze Region. Wie die Schau­tafel verrät, tragen sie den Spitznamen «Toblerone». Die «Schokolade», an der sich der Feind die Zähne ausbeissen sollte, steht heute nur noch bedeutungslos in der Landschaft.

Hohe Gräser verdecken den Bach, Grashüpfer zirpen. Dahinter verstecken sich ein abgenagter Baum und aufgeschichtete Zweige. Es gibt ihn also, den Biber. Bald ist der Weiler Obere Mühle erreicht. Eine Mutter mit Kindern kommt uns entgegen, ihr Hund springt in einen Brunnen. Es geht weiter. Ein Landwirt ist am Heuen, ein Greifvogel fliegt über das Feld. In Liebistorf verlassen wir den Biberpfad. Vorbei an der Kapelle und durch ein Einfamilienhäuser-Quartier geht es Richtung Galmwald. In einem Garten umschwirrt ein Taubenschwänzchen den Sommerflieder. Nicht umsonst wird der Schmetterling Kolibrischwärmer genannt und oft mit dem Mini-Vogel verwechselt.

Ein Wald als eigene Gemeinde

Ein überwachsener Feldweg führt hinauf zum Galmwald. Vorsicht vor Zecken ist angesagt, wie in der ganzen Region. Über einen schmalen Pfad tauchen wir ein in das Meer aus Bäumen. Es ist angenehm kühl. Jogger und Velofahrer sind sportlich unterwegs. Die Wege sind gut ausgebaut. Der Galmwald hat eine ganz spezielle Magie. Farne, mysteriöse Lichtungen und bis zu 300 Jahre alte, majestätische Bäume verzaubern die Wanderer. In der Sonne glitzert ein Spinnennetz. Wo im Herbst Fliegenpilze wachsen, zaubern jetzt Beeren dekorative Farbtupfer in den Wald. Es riecht nach Nadelbäumen. Eine Besonderheit des Staatswalds ist, dass er seit napoleonischen Zeiten eine eigene Gemeinde darstellt: Seine Einwohner sind die Bäume und die Tiere, der Ammann ist der Forstingenieur. An einer Gabelung taucht die pittoreske Galmhütte mit ihrem getäferten Kamin auf – ein Bild wie bei Hänsel und Gretel. Eine knorrige Baumwurzel säumt den Weg: Sieht sie nicht ein bisschen wie ein Wildschwein aus? Wir verlassen den Wald und erreichen das Dorf Ulmiz. «Hi!» hat jemand an eine Wand gekritzelt. Die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen. Mit dem Postauto geht es zurück, die Bilder der schönen Wanderung im Kopf.

Erlebnispfad für Kinder

Waldfee Galmelin zeigt ihr Reich

Vor dem Erreichen der Galmhütte lohnt sich noch ein Abstecher: Der Rundweg «Galmelins Erlebnispfad» ist zwei Kilometer lang, die Wanderung dauert rund eine Stunde. Die Wanderer folgen den Pfeilen der Waldfee Galmelin. Die herzige Elfe zeigt den Besuchern die schönsten Ecken des Galmwalds. An neun Posten erfahren die Spaziergänger Wissenswertes über den Wald und seine Bewohner. Animationen sorgen für Abwechslung. So können Kinder etwa ausprobieren, wie weit sie springen können: So weit wie ein Wiesel, ein Fuchs – oder gar sechs Meter wie ein Reh? Ein Tipp für Familien: Warum den Schlusspunkt der Wanderung nicht im Galmwald setzen? Auf dem Erlebnispfad und bei der Galmhütte gibt es Feuerstellen und Spielgeräte. Und beim angrenzenden Pflegeheim Jeuss lädt ein öffentlicher Tierpark samt Streichelzoo zum Besuch ein. 15  Minuten entfernt befindet sich die Bushaltestelle «Jeuss, Dorfeingang». Das Pflegeheim dient ebenfalls als Ausgangspunkt für den Rundweg.

ea

 

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