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Eltern sollen Regeln für Kinder laufend anpassen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Unsere Tochter ist bald 2 Jahre alt, und wir wissen, dass es wichtig ist, Grenzen zu setzen. Jetzt kommen wir aber langsam an unsere Grenzen: Jeden Tag stellt sie zum Beispiel extra das Radio an, obwohl sie weiss, dass sie das nicht darf. Dabei hat sie ein schelmisches Lächeln auf den Lippen… Es ist für sie wie zu einem Spiel geworden! Wir haben ihr klar NEIN gesagt, wir haben ihr gezeigt, was sie anderes machen darf und sie an die Regel erinnert – es hat nichts genützt. B.K.

Ihre Tochter testet die Grenzen anscheinend mit viel Ausdauer. Da braucht es starke Nerven… Das kleine Mädchen braucht Regeln, um sich sicher zu fühlen, und fordert eine klare Haltung von Ihnen. Sie scheinen ihr diesen Rahmen aber schon sehr gut zu bieten. Was könnte uns das Verhalten Ihrer Tochter sonst noch sagen? Vielleicht: «Habt ihr gesehen, dass ich grösser geworden bin? Ihr könnt mir etwas mehr zutrauen!» Durch eine Verweigerung oder einen Widerstand zeigen uns die Kinder manchmal, dass sie sich weiterentwickelt haben und es an der Zeit ist, die Regeln anzupassen.

Regeln sind rasch überholt

Eltern sein ist nicht einfach und verlangt viel Flexibilität von uns. Eine Regel, die gut funktioniert, ist einige Monate später oft schon überholt. Das Kind braucht dann immer noch einen klaren Rahmen, aber er kann etwas ausgeweitet werden. Deshalb lohnt es sich, einen Schritt zurück zu machen, wenn wir mit unserer Geduld an die Grenzen kommen. Vielleicht könnte ihre Tochter ja tatsächlich das Radio anstellen? Sie ist sicher sehr stolz, ihnen zu helfen und etwas alleine tun zu können. Allerdings entscheiden sie darüber, wann und wie lange das Radio laufen soll…

Ähnliche Situationen gibt es auch, wenn Kinder sich plötzlich nicht mehr füttern lassen möchten, wenn sie nicht mehr in den Kinderwagen wollen, weil sie dort angeschnallt werden, wenn sie die Sonnencrème verweigern usw.

Rebekka Sieber, MA in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften, ist Mitarbeiterin beim Verein Familienbegleitung. Dieser bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Tel.: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

«Durch eine Verweigerung oder einen Widerstand zeigen uns die Kinder manchmal, dass sie sich weiterentwickelt haben.»

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