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England ist auf Wiedergutmachung aus

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Ukraine: EM-Premiere als Gastgeber

Der Co-Gastgeber, der seit 1991 und der Loslösung von der Sowjetunion unabhängig ist, tritt erstmals überhaupt an einer Endrunde einer Europameisterschaft an. Als Veranstalter musste die Ukraine keine Qualifikation bestreiten.

Bereits 1999 war die junge Nation einer EM-Teilnahme nahe, ehe sie in der Barrage Slowenien nach einem Gegentreffer eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Gesamtskore von 2:3 unterlag.

Zu Zeiten der Sowjetunion hatten ukrainische Fussballer massgeblichen Anteil an den grossen Erfolgen der ehemaligen UdSSR. Im Kader des EM-Finalisten von 1988 (0:2 im Final gegen Holland) standen elf Spieler von Dynamo Kiew. Der damalige Trainer Waleri Lobanowski und Stürmerstar Igor Belanow stammten aus der Ukraine.Si

Gründung Verband: 1991.Uefa-Beitritt: 1992.Fifa-Ranking: 50 (Stand 9. Mai 2012).Bisherige Teilnahmen an EM-Endrunden: keine.Bemerkungen: Als Co-Gastgeber für die Endrunde gesetzt. Nationaltrainer: Oleg Blochin.

England: Nur zweimal in den Halbfinals

England hat an den bisherigen EM-Endrunden noch keine grossen Stricke zerrissen. Nur 1968 und 1996 standen die «Three Lions» in den Halbfinals. An der Heim-EM 1996 wurden sie im Wembley-Stadion auf dem Weg zum Titelgewinn vom späteren Europameister Deutschland im Penaltyschiessen gestoppt. In der Qualifikation setzte sich England in der Gruppe G ohne Niederlage durch und kassierte in fünf von acht Partien keinen Gegentreffer. Die Qualifikation sicherten sich die Engländer beim 2:2 in Montenegro, dem 900. Länderspiel in der Geschichte der Football Association.Si

Gründung Verband: 1863.Uefa-Beitritt: 1954.Fifa-Ranking: 7.Bisherige Teilnahmen an EM-Endrunden: 7 (1968: Rang 3, 1980: Out in der Gruppenphase, 1988: Out in der Gruppe, 1992: Out in der Gruppe, 1996: Out in den Halbfinals im Penaltyschiessen gegen Deutschland, 2000: Out in der Gruppe, 2004: Out in den Viertelfinals gegen Portugal im Penaltyschiessen).Bemerkungen: Beste Torschützen in der abgelaufenen EM-Qualifikation: Darren Bent, Jermain Defoe, Wayne Rooney, Ashley Young mit

jeweils 3 Toren. Nationaltrainer: Roy Hodgson.

Schweden: Seit 2000 immer dabei

Seit der Jahrtausendwende war Schweden an jeder EM-Endrunde dabei, nachdem die Skandinavier 1992 beim Turnier im eigenen Land ihre Premiere gefeiert hatten. Damals resultierte auch der grösste Erfolg, als die Schweden erst im Halbfinal Deutschland 2:3 unterlagen.

In der Qualifikation setzten sich die Schweden mit acht Siegen bei nur zwei Niederlagen hinter Holland als bester Gruppenzweiter durch. Dabei schossen die Schweden am drittmeisten Tore hinter Deutschland und Holland.Si

Gründung Verband: 1904.Uefa-Beitritt: 1954.Fifa-Ranking: 17.Bisherige Teilnahmen an EM-Endrunden: 4 (1992: Out in den Halbfinals gegen Deutschland, 2000: Out in der Gruppenphase, 2004: Out in den Viertelfinals gegen Holland im Penaltyschiessen, 2008: Out in der Gruppenphase).Bemerkungen: Abschneiden in der abgelaufenen EM-Qualifikation: Zweiter in der Gruppe E mit drei Punkten Rückstand auf Holland, vor Ungarn, Finnland, Moldawien und San Marino. Als bester Gruppenzweiter direkt für die Endrunde qualifiziert. Bester Torschütze in der abgelaufenen EM-Qualifikation: Zlatan Ibrahimovic (AC Milan) mit 5 Toren. Nationaltrainer: Erik Hamren.

Frankreich: Als Aussenseiter zum dritten Titel?

Die «Equipe tricolore» qualifizierte sich bereits zum sechsten Mal in Folge für die EM-Endrunde. Die Teilnahme am Turnier in Polen und der Ukraine sicherte sich das Team von Laurent Blanc allerdings erst im letzten Gruppenspiel beim 1:1 gegen Bosnien und Herzegowina dank eines Penaltytreffers von Samir Nasri kurz vor Schluss. «Les Bleus» waren mit einer Heimniederlage gegen Weissrussland in die Ausscheidung gestartet, haben seither aber in 20 Spielen nie mehr verloren. Frankreich ist nach Deutschland (3 Titel) zusammen mit Spanien das erfolgreichste Team der Geschichte. Si

Gründung Verband: 1919.Uefa-Beitritt: 1954.Fifa-Ranking: 16.Bisherige Teilnahmen an EM-Endrunden:8 (1960: Platz 4, 1984: Turniersieger nach 2:0-Finalerfolg gegen Spanien, 1992: Out in der Gruppenphase, 1996: Halbfinal-Out gegen Tschechien im Penaltyschiessen, 2000: Turniersieger nach 2:1 nach Verlängerung im Final gegen Italien, 2004: Viertelfinal-Out gegen Griechenland, 2008: Out in der Gruppenhase).Bemerkungen: Beste Torschützen in der abgelaufenen EM-Quali: Yoann Gourcuff, Karim Benzema und Florent Malouda mit je 3 Toren. Nationaltrainer: Laurent Blanc.

Die Trainer:Viel Prominenz auf der Trainerbank

Ukraine: Oleg Blochin

Seit April 2011 ist Oleg Blochin wieder Nationaltrainer der Ukraine. Der ehemalige Stürmer führte die Ukrainer in seiner ersten Zeit als Nationalcoach an der WM 2006 bis in die Viertelfinals, wie sich die Schweizer Fans schmerzhaft erinnern. Erst in der Runde der letzten acht war gegen den späteren Weltmeister Italien Endstation. Trotzdem: Der bald 60-jährige Oleg Blochin ist als Trainer, der vor allem in Griechenland tätig war, nicht annähernd so erfolgreich, wie er es als Spieler war.

Schweden: Erik Hamren

Mit 18 Jahren beendete Erik Hamren seine Fussballerkarriere und konzentrierte sich ganz aufs Coaching. Jeder Klub, den er trainierte, hatte Erfolg. Hamren brachte Schweden nach der verpassten WM 2010 zurück auf den Erfolgsweg. Er krempelte das Spiel um und holte den eigentlich zurückgetretenen Zlatan Ibrahimovic wieder in die Mannschaft. In der EM-Qualifikation schossen die Schweden am drittmeisten Tore.

England: Roy Hodgson

Roy Hodgson legte als Trainer er einen Blitzstart hin, als er in Schweden mit Halmstad Ende der Achtzigerjahre zweimal Meister wurde. Die Titel holte er alle in nordischen Ländern, in Schweden und Dänemark. Ausserhalb Skandinaviens gab es aber immerhin Ehrenmeldungen. Mit der Schweizer Nationalmannschaft arbeitete er sehr erfolgreich und führte sie 1994 und 1996 an grosse Turniere. England ist bereits seine vierte Nationalmannschaft nach der Schweiz, den Emiraten und Finnland.

Frankreich: Laurent Blanc

Als Spieler wurde er in Frankreich «Le Président» genannt. Er führte die französische Nationalmannschaft mit natürlicher Autorität zu einem WM- und einem EM-Titel. Mit dem Einstieg ins Trainergeschäft liess er sich Zeit. Erst 2007 nahm er ein Angebot von Bordeaux an und führte den Klub ein Jahr später zum Meistertitel. Im Sommer 2010 trat er nach dem desaströsen Auftritt in Südafrika die Nachfolge von Raymond Domenech an. Si

Countdown

Noch 6 Tage bis zum EM-Start

Am Freitag, 8. Juni, beginnt die Fussball-EM 2012 in Polen und der Ukraine. In einer Serie liefern die FN bis dahin täglich Storys, Porträts, Teamvorstellungen sowie Zahlen und Fakten zur Endrunde.

England ist auf Wiedergutmachung aus

Gleich im ersten Gruppenspiel kommt es am 11. Juni in Donezk zum Aufeinandertreffen der beiden Favoriten. Die Engländer qualifizierten sich ohne Niederlage für die Endrunde (u.a. gegen die Schweiz) und machten damit die Schmach von 2008, als sie in der Qualifikation gescheitert waren, teilweise vergessen.

Die überraschende Nomination Hodgsons für den wichtigsten Trainerjob auf der Insel wurde kritisch beäugt. Als «Mr. Average» wurde der 65-Jährige vom heimischen Boulevard betitelt, der grosse Wurf wird ihm nicht zugetraut. Hodgsons gab dennoch bereits den Tarif durch und stellte für sein Team, das als einziges Team der Gruppe in Polen (Krakau) logiert, einen Benimm- und Verhaltenskodex auf.

Die Achse des Teams bilden auch unter dem neuen Manager alte Bekannte. John Terry ist zwar nicht mehr Captain, bleibt aber unter Hodgson Abwehrchef und wird von seinen Chelsea-Kollegen Ashley Cole und Gary Cahill unterstützt. Im Mittelfeld trägt Captain Steven Gerrard nach den Ausfällen von Gareth Berry und Frank Lampard noch mehr Verantwortung. Und im Sturm liegen die Hoffnungen zu Beginn des Turniers auf Jermain Defoe und den unerfahrenen Andy Carroll, Ashley Young und Danny Welbeck, ehe es der für die ersten zwei Gruppenspiele nach seiner Tätlichkeit im letzten Qualifikationsspiel in Montenegro gesperrte Wayne Rooney ab dem dritten Spiel gegen die Ukraine wieder richten soll.

Frankreich: Jung, hungrig und ungeschlagen

Auch Frankreich ist in erster Linie auf Wiedergutmachung aus. Es gilt die Schmach von Südafrika zu tilgen, als es im Camp der «Equipe tricolore» zum Aufstand kam, welcher zur Staatsaffäre wurde. Interne Querelen, ein Streik der Spieler und Beschimpfungen, die an die Öffentlichkeit gelangten, prägten das schändliche Bild der Mannschaft am Kap der Guten Hoffnung. Dass Frankreich wie bereits an der EM 2008 in der Schweiz und Österreich sang- und klanglos in der Vorrunde ausschied, ging im allgemeinen Chaos beinahe unter.

Dem Welt- und Europameister Laurent Blanc wurde die Aufgabe anvertraut, den von Raymond Domenech hinterlassenen Scherbenhaufen aufzuräumen – was ihm bisher vorzüglich gelang. «Les Bleus» sind mittlerweile seit 20 Spielen ungeschlagen. Unter anderen wurden auch England, Brasilien und Deutschland besiegt.

Blanc setzt auf eine junge, hungrige Mannschaft (Durchschnitt: 26,5 Jahre, 20 Länderspiele), die mit einigen Routiniers ergänzt wird. Die bekanntesten Spieler sind Patrice Evra (Manchester United), Franck Ribéry (Bayern München) – zwei der Rädelsführer in Südafrika – sowie Samir Nasri (Manchester City) und Karim Benzema, der bei Real Madrid in der vergangenen Saison mit 21 Toren endgültig den Durchbruch geschafft hat. Das Prunkstück ist jedoch die Defensive. In den letzten 20 Partien kassierte Frankreich nur 9 Gegentore.

Ukraine: Heimvorteil bei Schewtschenkos Abschied

Die Ukraine hofft bei ihrem ersten Auftritt an einer EM-Endrunde auf die Unterstützung des ganzen Volks. «Sie werden uns zusätzlich Kraft geben», sagt Trainer Oleg Blochin, der aus der einheimischen Liga 21 seiner 23 Spieler berief, allein zehn von seinem Stammverein Dynamo Kiew. Blochin selber, der 1975 den «Ballon d’Or» für Europas Fussballer des Jahres gewonnen hatte, die beiden Stürmer Andrej Schewtschenko (35) und Andrej Woronin (32) sowie der Rekord-Internationale Anatoli Timoschtschuk (33) sind die bekanntesten Namen des Gastgebers, der sich in Österreich auf die Endrunde vorbereitet. Für den gesundheitlich angeschlagenen Schewt-schenko, den ehemaligen Star der AC Milan, bildet das Turnier womöglich den Abschluss einer grossen Karriere.

Erst seit April 2011 führt Blochin wieder die Geschicke des Teams. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fielen die Resultate zuletzt wieder positiv aus. Das Mindestziel des Gastgebers, der das Turnier in Kiew gegen Schweden beginnt, lautet Qualifikation für die Viertelfinals. Dass Blochin das Team in die K.o.-Runde führen kann, bewies er bereits vor sechs Jahren an der WM in Deutschland, als die Ukrainer an ihrer bisher einzigen Endrunde nach dem Sieg im Penaltyschiessen gegen die Schweiz erst in den Viertelfinals an Italien scheiterten.

Schweden: Der Aussenseiter

Wie die Ukraine steigt auch Schweden als Aussenseiter in die Gruppe D. Seit 2000 sind die Skandinavier immer dabei, wenn um die europäische Krone gespielt wird. Zum grossen Coup reichte es aber nie. Nur einmal, 2004, erreichte Schweden die K.o.-Runde. Unumstrittener Star der Mannschaft ist Zlatan Ibrahimovic von der AC Milan, der im Team von Erik Hamren als hängende Sturmspitze alle Freiheiten geniesst. Mit fünf Toren war Ibrahimovic der beste Torschütze in der Qualifikation, welche die Schweden als bester Gruppenzweiter abschlossen.Si

Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Roy Hodgson soll die Engländer zum Erfolg führen.Bild Keystone

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