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Entdeckungen unter dem Klosterdach

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Die Freiburger Nacht der Museen ist immer auch eine Nacht der Entdeckungen und der Blicke hinter Türen, die sonst verschlossen bleiben. Dies gilt für die traditionellen Museen, die sich Jahr für Jahr ein besonderes Programm einfallen lassen, aber auch für die nichtmusealen Institutionen, die beim Anlass mitmachen. Zu ihnen gehören die Schwestern von St. Ursula, die seit drei Jahren anlässlich der Museumsnacht die Türen ihres Klosters beim Georges-Python-Platz öffnen. Bei der ersten Teilnahme waren sie als Gäste dabei, seit letztem Jahr gehören sie zu den festen Partnern. «Wir bemühen uns seit einigen Jahren darum, unsere Archive und unsere Geschichte dem Publikum zugänglich zu machen», sagte General­oberin Anne-Véronique Rossi gegenüber den FN. Da sei die Museumsnacht eine gute Gelegenheit. «Es ist ein fröhlicher, lebendiger Anlass, der viele Menschen anzieht.»

Ein Stück Schweizergarde

Tatsächlich fanden auch am Samstag, bei der neunten Ausgabe der Nacht der Museen, fast 1000 Besucherinnen und Besucher den Weg ins Kloster St. Ursula. Sie wurden mit unerwarteten Blicken in fremde Welten belohnt. Empfangen wurden sie dieses Mal nicht nur von den Ursulinen, sondern auch von schmuck uniformierten Schweizergardisten, ehemaligen Mitgliedern der Päpstlichen Schweizergarde aus Freiburg. Die Freiburger Ehemaligen-Sektion verfügt nämlich seit etwa fünfzehn Jahren über ein Lokal im Dachstock des Klosters, in dem sie Uniformen und Waffen verwahrt, die bei repräsentativen Anlässen wie der Fronleichnams-Prozession zum Einsatz kommen. Diese Waffenkammer durften die Besucher der Museumsnacht besichtigen und die anwesenden ehemaligen Gardisten mit Fragen löchern. Die Uniformen und Waffen, die im Kloster gelagert seien, seien Leihgaben aus Rom, erklärte François Ayer, Präsident der Freiburger Ehemaligen. Dreissig Galauniformen stünden in Freiburg zur Verfügung; etwa fünfzehn davon brauche es bei einem Anlass wie Fronleichnam. Nebst den Uniformen und Waffen befinden sich in der Kammer auch einige historische Objekte und Erinnerungsstücke, darunter zwei alte Uniformen aus der Zeit vor 1914, als die Uniform erneuert wurde und ihr heutiges Aussehen erhielt.

Die Freiburger Sektion der ehemaligen Schweizergardisten zählt etwa hundert Mitglieder. Sie biete die Möglichkeit, untereinander und mit Rom in Kontakt zu bleiben, so François Ayer, der selber in den Jahren 1999 und 2000 in der Schweizergarde diente und danach Polizist wurde. «Ich bin gläubig und wollte der Kirche einen Dienst erweisen», so Ayers Antwort auf die Frage, warum er als Zwanzigjähriger nach Rom gegangen sei. «Es war eine Lebensschule, wie ich sie sonst nirgends erhalten hätte.»

Ein Estrich voller Koffer

Gleich nach der Waffenkammer folgte die nächste Überraschung: Der Rundgang durchs Kloster führte durch einen Estrich voller staubbedeckter Kisten und Koffer, viele noch mit einem Namensetikett versehen. Es seien die Koffer, in denen die Schwestern bis in die Sechzigerjahre nach dem Eintritt ins Kloster ihre zivilen Habseligkeiten verstaut hätten, so Anne-Véronique Rossi. «Wir haben sie einfach dort stehen lassen, weil wir den Raum sonst nicht brauchen.»

Schliesslich erhielten die Besucher auch Zugang zum zauberhaften, mit Lämpchen erleuchteten Innenhof oder zu der Terrasse des Klosters in Richtung Alpenstrasse, mit einem ungewohnten Blick auf die Stadt – der perfekte Ort, um Kräfte zu tanken für die weiteren Abenteuer dieser Nacht.

Bilanz

Die 22 Museen zählten insgesamt 17 000 Eintritte

Die Freiburger Nacht der Museen sei auch bei ihrer neunten Ausgabe von Erfolg gekrönt gewesen, schreiben die Organisatoren in ihrer Bilanz: Die 22 teilnehmenden Museen und Institutionen hätten insgesamt 17 000 Eintritte gezählt, 2000 mehr als im vergangenen Jahr. Mit 3000 Besucherinnen und Besuchern war einmal mehr der Botanische Garten das beliebteste Ziel der Nachtschwärmer. Einen Überraschungserfolg verbuchten die Schwestern von St. Ursula, die in ihrem Kloster fast 1000 Gäste empfingen.

cs

 

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