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Equip’Apparts startet durch

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Der Wohnungsmarkt ist angespannt – und das bekommen Suchtkranke erst recht zu spüren: Viele Vermieter und Verwaltungen legen ihre Bewerbungen systematisch zur Seite. Das Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke hat darum vor zwei Jahren den Verein Equip’Apparts gegründet (die FN berichteten). Der Verein will Suchtkranken den Zugang zum Wohnungsmarkt erleichtern. Ganz nach dem Motto «Housing first», wonach die Unterkunft als Voraussetzung für die gesellschaftliche Wiedereingliederung zu verstehen ist. Wer eine Wohnung hat, ist gesundheitlich in einem besseren Zustand als ein Obdachloser; und seine Situation stabilisiert sich.

Der Verein dient als Vermittler zwischen Suchtkranken und Vermieter. Zum einen als Bürge für die Miete, zum andern, indem er die Suchtkranken sozialpädagogisch begleitet und bei Konflikten vermittelt. «Wir möchten, dass sie nicht nur eine Wohnung finden, sondern diese auch behalten können», sagt Projektleiter Davide D’Onofrio.

Regelmässige Besuche

Deshalb besuchen die Begleiter die Suchtkranken regelmässig. Die einen sind auf wöchentliche Besuche angewiesen, andere sind so weit autonom, dass die Begleitperson einmal im Monat vorbeikommt. Sie schauen, dass die Wohnung aufgeräumt ist, und helfen bei Alltagsfragen.

Zurzeit begleitet der Verein 19 Personen. Insgesamt waren es in der Pilotphase 29; sechs leben heute autonom, drei haben Hilfe bei Institutionen geholt. «Auch das gehört zu unserer Aufgabe: zu erkennen, wer nicht alleine leben kann und vorderhand in einer Institution besser aufgehoben ist.» Eine Person verstorben. Kein einziger Mietvertrag wurde aufgelöst.

Unter den begleiteten Personen waren nur drei Frauen. «Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären», sagt D’Onofrio. Bei den Süchtigen gebe es nicht deutlich weniger Frauen. «Vielleicht finden sie eher bei jemandem Unterschlupf – aber das ist nur eine Vermutung.»

Der Verein Equip’Apparts stellt auch selber Wohnungen zur Verfügung: Er hat elf gemeinschaftliche Wohnplätze in vier Wohnungen in Freiburg und Umgebung. Zudem mietet der Verein einige Wohnungen an und vermietet sie weiter.

Selbsttragend in die Zukunft

In der Pilotphase war der Verein auf Spenden angewiesen; ab Januar sollte er sich laut Projektleiter Davide D’Onofrio selbst finanzieren können, indem Sozialhilfe und Invalidenversicherung die Dienstleistungen des Vereins vergüten. Der Kanton Freiburg steuert zudem punktuell Geld bei – wie zur Projektlancierung. Das Budget für nächstes Jahr beträgt 300 000 Franken.

In den letzten beiden Jahren hatte Davide D’Onofrio eine 50-Prozent-Stelle inne. Nun plant der Verein, um 80 Stellenprozente aufzustocken.

Zudem stellten in der Pilotphase die Stiftungen Le Tremplin, Le Torry und der Verein Le Radeau – die dem Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke angehören – sowie Reper je zehn bis zwanzig Stellenprozente zur Verfügung. Ob die verschiedenen Organisationen weiterhin Personal zur Verfügung stellen, ist noch offen. «Ideal wäre es auf jeden Fall», sagt Davide D’Ono­frio, «diese Organisationen sind für uns wichtige Partner, und so haben wir einen direkten Kontakt zu ihnen».

Künftig auch auf Deutsch

Zurzeit beschränkt sich der Verein vor allem auf die Stadt Freiburg und den Raum Grossfreiburg. «Wir möchten aber für den ganzen Kanton da sein», sagt D’Onofrio. «Deshalb wollen wir nun auch unsere Homepage und alle unsere Unterlagen auf Deutsch übersetzen.»

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