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Eritreer kassieren Haftstrafen für eine Serie von Schlägereien

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Sie müssen hinter Gitter: Das Strafgericht des Saane­be­zirks hat gestern die fünf Hauptschuldigen einer Reihe von Schlägereien unter eritreischen Asylbewerbern verurteilt. Die brutalen Auseinandersetzungen in der Stadt Freiburg hatten die Polizei den ganzen Sommer 2016 über beschäftigt. Mehrere Beteiligte wurden dabei zum Teil schwer verletzt (FN vom 7. und 8. April).

Das Gericht verurteilte die fünf Männer zu teilbedingten Gefängnisstrafen von 20 Monaten bis drei Jahren. Die Hälfte davon müssen die Täter absitzen, für die zweite Hälfte gilt eine Bewährungsfrist von drei Jahren. «Wenn Sie nach der Haftentlassung versuchen, offene Rechnungen zu begleichen, wird die Bewährung aufgehoben», mahnte Richter Jean-Marc Sallin die Verurteilten, die zwischen 19 und 29 Jahre alt sind.

Entschädigungen fraglich

Mehrere der Täter müssen ausserdem ihre Opfer entschädigen. Ein Eritreer, der so schwer zusammengeschlagen wurde, dass er ein Schädeltrauma erlitt und eine gebrochene Nase und gebrochene Zahnwurzeln davontrug, erhielt ein Schmerzensgeld von 5000 Franken zugesprochen. Ein zweiter Eritreer, der selber auf der Anklagebank sass, soll 2000 Franken Entschädigung erhalten. Ob die beiden Männer das Geld tatsächlich bekommen, ist angesichts der desaströsen finanziellen Lage der Angeklagten allerdings sehr unwahrscheinlich. Aus demselben Grund muss der Kanton wohl auch selber die hohen Gerichtskosten von mehreren Zehntausend Franken tragen.

Das Nichtstun und viel billiges Bier seien Schuld gewesen an den Schlägereien, sagten mehrere der Angeklagten aus. Die explosive Mischung entlud sich auf der Freiburger Schützenmatte, rund um die Hauptpost sowie in zwei städtischen Asylzentren, wo die Männer mit blossen Fäusten, Eisenstangen und Messern aufeinander losgingen.

bearb. von mos/FN

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