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Erst der Boom, dann der Einbruch

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

34,2 Millionen Fahrgäste haben die TPF im vergangenen Jahr befördert. Das sind rund 5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, und gar rund 30  Prozent mehr als 2009. «Bei den Passagierzahlen war 2019 erneut ein Rekordjahr für das Unternehmen», sagte TPF-Verwaltungsratspräsident Georges Godel gestern an einer Medienkonferenz.

Noch eine böse Überraschung

Mit den Passagierzahlen stieg auch der konsolidierte Umsatz um mehr als 3 Millionen auf 157,2 Millionen Franken. Alleine 152,6 Millionen entfallen auf die Unternehmenseinheit TPF Traffic. Trotz des gestiegenen Umsatzes weist die Unternehmensgruppe 2019 einen Konzernverlust von 3,5 Millionen Franken aus, wie Finanzchef Daniel Hofstetter verkündete. Der Verlust ist in erster Linie auf Rückstellungen zurückzuführen, um allfällige künftige Kosten zu decken. Dazu gehören die Kosten, die durch die Treibstoffverschmutzung am Standort Givisiez verursacht wurden. Sie werden auf rund 4 Millionen Franken geschätzt, von denen ein Teil nicht durch Versicherungen abgedeckt ist. Der neue TPF-Generaldirektor Serge Collaud betonte aber, dass eine Strafuntersuchung laufe und bis jetzt keine Verantwortlichkeit der TPF vorliege.

Einen weiteren Teil an den Rückstellungen macht der Standort auf dem Gelände Les Taconnets beim Bahnhof Givisiez aus, auf dem Kupferrückstände im Boden gefunden wurden. Diese gehen auf die Tätigkeit einer Firma in den 1950er-Jahren zurück. Das Kupfer wurde für das Bespra­yen von Masten verwendet, es gab keine Rückhalteein­richtung im Boden. Die Sanierung des Bodens muss allerdings bloss im Rahmen von künftigen Bauarbeiten erfolgen.

Reserven vorhanden

Mit dem Ergebnis von 2019 haben die TPF nun Reserven von 141 Millionen Franken. «Das sind genügend Reserven, um die erwarteten Verluste von 2020 auszugleichen. Sie schützen uns vor dem Risiko, die Bilanz deponieren zu müssen», so Daniel Hofstetter.

Wie gross die Verluste aufgrund der Corona-Pandemie sein werden, wagte Generaldirektor Serge Collaud noch nicht vorauszusagen. Er sprach von einer Spannweite zwischen 13  und 20 Millionen Franken. Bis jetzt komme das Unternehmen nur auf 50 Prozent der letztjährigen Passagierzahlen, bis Ende Jahr könnten es 70 werden.

Gemäss Serge Collaud suche das Unternehmen nach Einsparmöglichkeiten. Dabei denke man an interne Projekte, die hinausgeschoben werden könnten, beispielsweise bei einigen Fahrzeugen oder in der Informatik. Collaud sprach von einem Sparpotenzial von 5 bis 7  Millionen Franken.

Nicht gespart wird hingegen beim Personalbestand von über 1100 Mitarbeitern und bei den Investitionen. Bereits vergangenes Jahr hat das Transportunternehmen 134 Millionen Franken investiert. Davon gingen 30 Millionen Franken an das neue Zentrum in Givisiez, 28 Millionen Franken an das Programm in Bulle und 24  Millionen an die Infrastruktur im Vivisbachbezirk, speziell den Bahnhof Châtel-St-Denis.

Die Investitionstätigkeit geht dieses Jahr weiter. Da stehen etwa das neue Betriebsgebäude sowie das Gebäude mit Wohn- und Geschäftsflächen des Bahnhofs Bulle im Vordergrund. Alleine in Bulle werden auf der Bahnhof-Baustelle bis Ende 2022 rund 240 Millionen Franken investiert. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen auch der Bahnhof Sugiez erneuert und das 200-Millionen-Immobilienprojekt in Châtel-St-Denis lanciert sein.

Zahlen und Fakten

Sauberkeit hat sich verbessert

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF haben 2019 mehr als 34 Millionen Personen transportiert. Von ihnen lösten 637 927 SMS-Tickets und 236 567 Fairtiq-Fahrscheine. Während die SMS-Billette zurückgingen, wurde Fairtiq häufiger benutzt. Die Pünktlichkeit der Kurse betrug 95,36 Prozent, was leicht tiefer liegt als 2018. Hingegen hat die Sauberkeit zugenommen. Der Wert dafür lag in den Bussen bei über 90  Prozent und bei den Zügen bei 88,5 Prozent. Diese Werte stiegen 2020 weiter an, seit der Coronakrise sowieso.

uh

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