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Es brennt auf Knopfdruck lichterloh

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Instruktor Gottlieb Heid drückt auf seiner Fernbedienung – die aussieht wie eine Autobatterie – einen Schalter. Es tönt und riecht nach ausströmendem Gas. Plötzlich: eine kleine Flamme. Einen Knopfdruck später scheint der halbe Raum in Vollbrand zu stehen. Doch es ist eine Übung, eines der vielen Szenarien, die im neuen Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Châtillon, Gemeinde Hauterive, geprobt werden. Es wird am Wochenende eröffnet (siehe Kasten). Gespeist wird das Feuer mit Erdgas, das computergesteuert abgefackelt wird. 21 Brandstellen stehen in der Anlage.

Rund 21,4 Millionen Franken lässt sich die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) das Zentrum kosten, finanziert aus Prämien der Hauseigentümer, wie Direktor Jean-Claude Cornu gestern bei der Präsentation sagte. Kern der Anlage ist ein altes Bauernhaus. Es war vom Einsturz bedroht und wurde renoviert. «Wir ermöglichen den Feuerwehren eine gute Ausbildung für die Dienste, die sie der Bevölkerung leisten», so Cornu.

Professionalisierung kostet

Lange mussten die Spezialisten teuer auf auswärtigen Anlagen trainieren. Die ersten Überlegungen für das Projekt gehen auf das Jahr 1999 zurück. 2010 wurde das Projekt an die Hand genommen. Im August 2014 erfolgte der Spatenstich. Die Anlage umfasst neben dem Bauernhaus, in dem Sitzungsräume untergebracht sind, sieben neue Gebäude, davon zwei Brandhäuser sowie einen externen Brandplatz. «Es war nicht einfach, die Kostenvorgaben und die Planung einzuhalten, umso mehr, als es sich bei Brand-Simulationsanlagen um eine besondere Infrastruktur handelt», sagte Jean Genoud von der Baukommission. Zu den geplanten 20,5 Millionen Franken kam ein Nachtrag von 900 000 Franken für Ergänzungen, namentlich für Sicherheitsmassnahmen. «Jeder Franken ist gut investiert», so Genoud.

Die Instruktoren können eine Vielzahl von Aufgaben simulieren, auch deshalb, damit sich keine Routine einstellt. Das Zentrum ist angelegt wie ein Quartier. Es weist Strassen, Trottoirs und Strassenlaternen auf, sogar einen kleinen Tunnel. Beübt werden grossflächige Feuer, Absturzsicherungen, Überschwemmungen und Fahrzeugbrände. Trifft eine Einsatzkraft beim Löschen die richtigen Sensoren, erlischt der Brand. In der Anlage stehen im Übrigen alle im Kanton gängigen Hydranten. Das Quartier hat ein eigenes Wassernetz, zum Teil versorgt durch aufgefangenes Regenwasser.

KGV-Direktor Cornu betonte, dass sich das Feuerwehrwesen in den letzten Jahren stark entwickelt habe. «Die Anforderungen an die Ausbildung wachsen mit der Entwicklung der Technologie, gerade im Atemschutzwesen.» Dank modernen Atemschutzgeräten können sich Feuerwehrleute den Flammen nähern, um sie zu bekämpfen, und sie können Opfer auch aus dem Rauch retten. Das müsse trainiert werden, so Cornu: «Wir haben die Technologie, hier können wir nun die Taktik erlernen.» Laut Didier Carrard, Leiter Prävention der KGV, dient die Anlage nicht nur den 4200 Freiburger Feuerwehrleuten, sondern auch Kollegen aus anderen Kantonen und Mitgliedern von Ambulanz und Zivilschutz.

Zum Programm

Feuerlöschen aus nächster Nähe

Das Feuerwehrzentrum Châtillon wird am Freitag, 2. Juni, feierlich eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie wird Maurice Ropraz, Staatsratspräsident und Präsident des Verwaltungsrates der KGV, die Schlüssel der neuen Anlage übergeben. An diesen Anlass sind Behörden sowie Vertreter von Feuerwehren und Blaulichtorganisationen eingeladen. Am Samstag, 3. Juni, ist die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Anlage eingeladen, um sich einen Eindruck vom Angebot des Ausbildungszentrums verschaffen zu können. Die Verantwortlichen zeigen den Besuchern das neue Zentrum; es sind mehrere Demonstrationen geplant. Der Festanlass dauert von 10 bis 16 Uhr. Vom Busbahnhof Freiburg fahren Shuttles nach Châtillon.

fca

 

 

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