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Es gibt es doch – das Sommerfestival

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein lauer Abend auf dem Blue Factory-Gelände: Sommerlich leicht gekleidete Menschen sitzen an den Tischen vor dem Restaurant «Les Menteurs» oder direkt auf dem noch warmen Asphalt. Es wird lebhaft diskutiert, gelacht, gelauscht. Ein Bier in der einen Hand, in der anderen einen Teller, auf dem ein kunstvoll angerichtetes Gericht köstlich duftet, steigen Festivalbesucher die steile Treppe des alten Eisenbahnwaggons vor dem «Menteurs» herunter und suchen sich ein Plätzchen. Die Menschenmenge hat einen Halbkreis um die zwei Tänzerinnen Jeanne Gumy und Anaïs Kauer gebildet. Konzen­triert und geschmeidig führen die Künstlerinnen ihre Performance «Mechanik der Zeit» auf. Das Publikum beobachtet interessiert. Zwischendurch rattert wenige Meter neben dem Gelände ein Zug vorbei. Doch dies kümmert niemanden. Die Blue Factory ist an diesem Samstagabend in ihrer eigenen Festivalblase.

«Work in progress»-Projekt

Nach ihrem Auftritt mischen sich Jeanne Gumy und Anaïs Kauer unter das Publikum. «Es ist eine grosse Ehre für uns, heute Abend hier tanzen zu dürfen», verrät Anaïs Kauer. «Die Menschen haben sich jetzt lange keine Tanzaufführung live anschauen können.» Das Publikum sei auch sehr aufmerksam und wohlwollend gewesen. «Als Tänzerinnen leben wir von der Interaktion mit dem Publikum», fügt Jeanne Gumy hinzu. «Das Publikum nährt uns.» Es sei nicht das gleiche, für sich allein zu tanzen, oder es vor anderen Menschen tun zu dürfen. Auch die Vorbereitung auf die Aufführung fiel aus dem üblichen Rahmen. Da das Festival «Re!» in Rekordzeit eingefädelt wurde, hatten die Künstlerinnen nur zwei Wochen Zeit, sich auf den Auftritt vorzubereiten. So zeigten sie am Samstag eine Zwischenetappe ihrer Arbeit, die sie auf den Herbst hin beenden wollen. «Es war das erste Mal, dass wir eine Art «Work in progress» zeigen», so Kauer. Die Unsicherheiten be­züglich der Durchführung des Festivals und des Wetters und die Tatsache, dass es ihr erster ­gemeinsamer Auftritt sei, habe sie schon etwas nervös gemacht, meinten die Tänze­rinnen.

35 Kulturbeiträge

Nach der Tanzperformance nimmt das Publikum das ganze Gelände in Beschlag. Die coronabedingte Zuschauerbeschränkung auf 300 Personen hat die angenehme Nebenwirkung, dass es überall genügend Platz hat. Platz zum Sitzen, Tanzen, Reden. Wo Jeanne Gumy und Anaïs Kauer eben noch ihre Kreise zogen, tanzt nun ein kleines Mädchen. Grazil und geschmeidig räkelt es sich auf dem Asphalt, springt auf und hüpft davon.

Der nächste Auftritt wird von den Festivalorganisatoren Martin Schick und Xavier ­Meyer angesagt. «Es tut mir im Herzen weh, dass wir nicht mehr Leute hereinlassen können und einige draussen bleiben müssen», meint Martin Schick. «Umso wichtiger ist es, dass Ihr für alle, die nun draussen stehen, gleich mitfeiert», appelliert er an das Publikum. Xavier Meyer bedankt sich für die unkomplizierte Mithilfe der 35 Kulturveranstalter, die mit je einem Beitrag am Festival dabei sind.

Kurz vor zehn betritt das Trio von Lucien Mullener auf Einladung von «La Spirale» die Bühne. Weiche Jazzklänge ertönen, die Stimme von Larissa Murangira erwärmt die Herzen des Publikums. Die Menschen lassen sich von der Musik tragen, schliessen die Augen und schwelgen in ihrer ganz persönlichen Festivalblase.

Startbilanz

Ein historisches Event

«Es ist der Wahnsinn, dass wir so ein Festival überhaupt auf die Beine stellen konnten», meinte Festivalorganisator Martin Schick von der Blue Factory am Sonntag nach der Eröffnung von «Re! – das Festival der verlorenen Festivals». Dass 35 Kulturveranstalter für einen solchen Anlass zusammenspannen, sei wohl schweizweit einzigartig und ein historisches Ereignis. «Im Publikum gab es viele Emotionen, die Leute haben schon lange keine Kulturveranstaltung mehr geniessen können», so Schick. 300 Personen durften an das Festival, rund hundert mussten abgewiesen werden. «Wer unbedingt dabei sein wollte, hatte sich aber vorbereitet und kam entsprechend früh», meinte der Organisator.

cbs

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