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«Es ist an uns Behörden, bei den Senioren nachzufragen»

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Die Delegierten der 25 Gemeinden, die zusammen das Gesundheitsnetz Saane bilden, konnten sich bereits zu Beginn der Delegiertenversammlung eine erste Bilanz zu Covid-19 anhören. «Es sind aber nicht die Worte, die uns bleiben, sondern die Taten», meinte Oberamtmann Carl-Alex Ridoré, der als Präsident des Gesundheitsnetzes die Versammlung leitete. Den rund 400 Mitarbeitenden des Gesundheitsnetzes sei besonders zu danken, meinte der Oberamtmann. Jacques Pollet, Direktor des Gesundheitsnetzes, nannte den Delegierten ein paar erste Zahlen zum Coronavirus. Schutzmaterial für rund 100 000 Franken, höhere Personalkosten und Einnahmeausfälle musste das Gesundheitsnetz bisher verschmerzen. Die Zahlen seien aber noch nicht definitiv, meinte Pollet, der sich darüber freute, dass die Altersheime des Saanebezirks vom Coronavirus weitgehend verschont geblieben sind. «Eine zweite Welle macht uns aber Sorgen», so Pollet. Er hofft, dass sich ein Grossteil des Personals und der Heimbewohner gegen die saisonale Grippe impfen lassen werde. «Es wird auch schwierig werden, sollte ein Teil des Personals in Quarantäne gehen müssen», meinte er.

Neue Dienstleistungsmandate

Rose-Marie Rittener stellte die bisherige Arbeit zu den Dienstleistungsvereinbarungen vor, die das Gesundheitsnetz auf den 1. Januar 2021 mit den zehn verschiedenen Alters- und Pflegeheimen des Bezirks abschliessen will. Diese Mandate regeln rechtliche, finanzielle, qualitative und auch quantitative Aspekte, wobei jedes Altersheim seine bisherige juristische Struktur behält. Die Vereinbarungen sehen auch vor, dass die Altersheime Investitionen von über 100 000 Franken anmelden müssen. «Das ist ein Punkt, bei dem wir mit den Heimen heftige Diskussionen hatten», führte Beraterin Rose-Marie Rittener aus. «Nur so können wir aber vermeiden, dass zwei Altersheime in nächster Nähe in die genau gleiche Infrastruktur oder Dienstleistung in­vestieren.»

Nachfragen bei den Senioren

Im Rahmen der Alterspolitik 2021 hatten die Gemeinden des Gesundheitsnetzes an der Hochschule für Soziale Arbeit eine Studie zur Betreuung der Senioren in Auftrag gegeben. Die Professoren Jean-François Bickel und Christian Maggiori stellten die Studie vor, aus der 46  Empfehlungen und rund fünfzig Beispiele bewährter Umsetzungen hervorgehen. «Covid-19 und der dadurch bedingte Lockdown haben uns die enorme Solidarität aufgezeigt, die durch alle Altersstufen ging», so die Verfasser der Studie. «Es kam aber auch zum Vorschein, dass Senioren das Gefühl hatten, am Rande der Gesellschaft zu stehen und nicht integriert zu sein.» Antoinette de Weck, Gemeinderätin der Stadt Freiburg, hielt fest: «Alte Menschen melden sich nicht von selber mit ihren Bedürfnissen. Es ist an uns Behörden, nachzufragen.»

Gegen Ende der Versammlung genehmigten die Delegierten die Rechnung 2019. Diese schliesst mit einem Aufwand von rund 45 Millionen Franken, wobei 21 Millionen zulasten der Gemeinden gehen.

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