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«Es ist eine grosse Bereicherung für alle»

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Morgen Samstag und am Sonntag findet in der Pfarrkirche Bösingen ein besonderes Konzert statt. Erstmals laden die beiden Ortsvereine, die Musikgesellschaft und der Cäcilienchor, zum gemeinsamen Auftritt ein. Einige Lieder singt der Chor, andere spielt die Bösinger Musik, und wieder andere präsentieren sie gemeinsam. Es sei gar nicht so einfach gewesen, die passenden Stücke für Chor und Musik zu finden, sagt André Schwaller, Dirigent der Musikgesellschaft. «Es gibt zwar viele schöne Werke, aber die sind meist auf ein komplettes Orchester und einen grossen Chor ausgerichtet und nicht auf unser Niveau und unsere Besetzung.» Das Stück «A Festive Christmas Celebration», ein Potpourri bekannter Weihnachtsmelodien, erfüllt alle Voraussetzungen.

Anspruchsvolle Stücke

Dies gilt auch für «Machweo», ein Stück, in das der Chor viel Arbeit gesteckt hat, wie Regina Soum, Dirigentin des Cäcilienchors, erklärt. «Es hat zwar einfache Harmonien und eine sich wiederholende Melodie, doch die Rhythmen sind anders, als wir es gewohnt sind.» Die 27 Sängerinnen und Sänger tragen das Lied zudem auf Englisch und in der afrikanischen Sprache Suaheli vor.

Besonders freut sich die musikalische Leiterin auf das Stück «Baba Yetu», ein Stück, das Christopher Tin einst als Begleitmusik für ein Computerspiel komponiert hat. Später erhielt es einen Text: ein gesungenes Vaterunser auf Suaheli. «Ich bin stolz auf das Solo, das drei unserer Tenöre vortragen. Sie haben sich sehr dafür ins Zeug gelegt.»

Überhaupt windet sie dem Chor, den sie seit 2006 leitet, ein Kränzchen für seinen Einsatz seit Probenbeginn nach den Sommerferien. Die Sängerinnen und Sänger hätten viel Zeit und Arbeit in das Erlernen der Lieder investiert. «Hätten sie nicht auch viel zu Hause geübt, wäre es nicht gegangen», sagt Regina Soum. Sie habe den Chor in den letzten Jahren schrittweise daran gewöhnt, sich auch an fremdsprachige Lieder zu wagen.

Noch weniger Zeit, nämlich knapp anderthalb Monate, hatten die 40 Mitglieder der Musikgesellschaft, um ihren Konzertbeitrag einzustudieren. Sie hätten nach den Sommerferien zuerst das Programm für das Gönnerkonzert geprobt, erklärt André Schwaller, seit elf Jahren Dirigent der Bösinger Musik. «Man muss die Leute fordern. Es darf nicht zu langweilig sein. Ich sage immer, Stillstand ist ein Rückschritt», erklärt er sein Motto.

Die Musikgesellschaft wird unter anderem das Stück «Bassiniacum» (die römische Bezeichnung für Bösingen) spielen. Dieses Werk hat der Verein beim Komponisten Rolf Schuhmacher in Auftrag gegeben, als er 1984 sein 100-jähriges Bestehen feierte. «Es ist ein Potpourri aus verschiedenen Sensler Liedern», erklärt der Dirigent. Weil Bösingen aber auch nahe bei Bern sei, komme ebenfalls der Berner Marsch vor. «Ein sehr anspruchsvolles Stück.» Am Herzen liegt ihm das Stück «The Wind in the Willows». Der bekannte holländische Komponist Johann de Meij hat Motive aus dem gleichnamigen Kinderbuch musikalisch umgesetzt. «Es ist bombastisch und sehr berührend», sagt er. «Es hat schöne Klänge und Harmonien, ist aber schwer zu spielen, weil es technisch sehr anspruchsvoll ist.» Er freue sich sehr auf das Konzert, so André Schwaller, vor allem auf das Zusammenspannen mit dem Chor. «Es ist eine grosse Bereicherung für uns alle. Wir lernen voneinander und sehen nun auch einmal, wie die anderen funktionieren.»

Zuerst kommen die Kleinen

Das gilt sicher auch für die jüngsten Teilnehmer des Konzerts: Bevor nämlich die Gros­sen im Chorraum der Kirche auftreten, wird der Nachwuchs sein Können mit je zwei Liedern unter Beweis stellen. Die Jugendmusik Bösingen mit 16 Mitgliedern spielt unter der Leitung von Jacques Rossier. Der Kinderchor Bösingen mit 12 Sängern steht unter der Direktion von Melanie Huber und Tabea Kolly.

Für die Musikgesellschaft und den Cäcilienchor ist der gemeinsame Auftritt auch eine organisatorische Herausforderung. Es brauchte eine fast generalstabsmässige Planung, bis klar war, wo der Chor sitzt und wo die Musikanten mit welchen Instrumenten Platz finden.

Pfarrkirche St. Jakob, Bösingen. Sa., 1. Dezember, 20.15 Uhr; So., 2. Dezember, 17 Uhr. Anschliessend Gifferstee.

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