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Es ist leider anders

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Leserbriefe

Es ist leider anders

Autor: «Ist das gelebte Zweisprachigkeit?» – Leserbrief vom 23. Mai

Frau Martina Pittet aus Freiburg scheint die Wirklichkeit der Seelsorge in Deutschfreiburg nicht zu kennen. Überlegen wir: Wie viele oder wie wenige Religionslehrer/-innen oder Laientheologen/-innen sind Deutschfreiburger? Wie steht es um die Priester? Letzte Primiz (Beat Marchon) ist 1994 in Bösingen gewesen; also seit 18 Jahren kein neuer Priester. Gar manche Pfarrei hat seit 30 bis 40 und mehr Jahren keinen neuen Priester. Welchen Pfarrer zum Bischofsvikar ernennen? Mit welchem Mitbruder ihn ersetzen? Mit sehr grosser Sorge haben wir Priester darüber gesprochen und gesucht. Mehr als froh sind wir alle, dass Nicolas Glasson das Amt angenommen hat, der bei uns bestens bekannt ist, bei uns segensreich gewirkt hat und uns kennt. Wir hatten schon Mühe, einen zu finden, der im Priesterrat mitmacht. Wie viele Pfarreien haben bei uns noch einen vollamtlichen Pfarrer?

An der Bistumsleitung fehlt es ganz und gar nicht, sondern am Priestermangel bei uns. Deshalb ist Kritik fehl am Platz. Die Bemerkungen der Leute beim Herumhören stimmen mit der Wirklichkeit gar oft nicht überein. Sicher hätten wir und das Bistum gerne Vertreter in allen Gremien, aber wenn wir die Leute nicht haben? Es ergeht uns wie der Wirtschaft: Ihr fehlen ausgebildete Leute, deshalb müssen sie im Ausland suchen. Doch der «religiöse Markt» ist nicht nur in der Schweiz, sondern im ganzen deutschsprachigen Gebiet weitgehend ausgetrocknet, obwohl sich die Löhne sehen lassen dürfen. Ich wünsche, dass die Gläubigen sich vermehrt in der Kirche und den Pfarreien einsetzen und das Gebet für Priester- und Ordensberufe zu ihrer grossen Sorge machen.

Pfr. Moritz Boschung, Alterswil

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