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«Es macht mich echt stolz»

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«Ich kann es irgendwie noch gar nicht richtig fassen», sagt Daniela Ziller. Die 20-Jährige aus Oberschrot hat am Wochenende an den Schweizer Berufsmeisterschaften, den Swissskills, in Bern die Goldmedaille bei den Malern gewonnen. Sie setzte sich gegen zwölf andere Berufsleute aus der ganzen Schweiz durch. «Es ist ein überwältigendes Gefühl. Ich habe es erst noch gar nicht richtig realisiert.» Die vielen Reaktionen aus dem Umfeld, die Gratulationen von links und rechts, die Glückwunsch-Plakate, die an ihrem Arbeitsplatz hängen und das Medieninteresse: Daniela Ziller freut sich aufrichtig über ihren Erfolg. «Es macht mich echt stolz.»

Eigentlich andere Pläne

Dabei waren die Schweizer Berufsmeisterschaften gar nicht von Anfang an ihr Ziel. Sie hat die dreijährige Malerlehre im Malergeschäft Fontana und Söhne in Giffers absolviert und im Sommer 2017 abgeschlossen. Eigentlich wollte sie dann die Berufsmatura an der Schule für Kunst und Gestaltung machen. Als von dort eine Absage kam, nahm sie dies als Zeichen, sich etwas anderem zu widmen. «Ich hatte Zeit, und es interessierte mich, denn die machen coole Sachen bei den Swiss­skills», erklärt sie. Die andere Voraussetzung für eine Bewerbung, eine Abschlussnote über fünf, hat sie ebenfalls locker ­erreicht.

Im Trainingslager geübt

Die über 30 Bewerber mussten an einer Art zweiter Lehrabschlussprüfung vor Experten zeigen, was sie können. Daniela Ziller war eine von 13, die sich für die Swissskills qualifizierten. In einer Trainingswoche im August in Wallisellen hat sie sich mit ihren Mitbewerbern auf den Wettbewerb vorbereitet. So hat sie etwa tapeziert, Designs für eine Wand entworfen und Klebetechniken geübt – dies auch unter Zeitdruck, denn eine der Aufgaben an den Schweizermeisterschaften war es, gewisse Arbeiten so rasch als möglich auszuführen. Für einen Beruf, bei dem es vor allem auf Exaktheit und sauberes Arbeiten ankommt, war dies eine besondere Herausforderung.

«Ich war die ganze Zeit über sehr nervös», erzählt Daniela Ziller. Das Niveau der Arbeiten sei sehr hoch. «Man musste den Kopf bei der Sache haben und sich nicht ablenken lassen.» Dies sei gar nicht so einfach gewesen, zumal alle Wettbewerbe vor Publikum über die Bühne gingen. Vor allem bei den Speedwettkämpfen sei sie sich ein wenig wie ein Zootier vorgekommen. «Es ist am Ende sehr knapp gewesen», sagt sie. Die Punktezahlen der ersten vier lägen sehr dicht beieinander. Was den Ausschlag zu ihren Gunsten gegeben hat, weiss sie nicht so genau. «Ich habe bis zur letzten Minute nicht daran gedacht, dass ich so gut abschneide.» Sie habe sich vorgenommen, alles zu geben und gute «Büez» abzuliefern, damit sie am Ende damit zufrieden sein könne. «Die Rangierung war mir weniger wichtig.»

Gutes Team

Vielleicht war es gerade diese Einstellung, die ihr aufs oberste Podest geholfen hat. Sie lobt die gute Ambiance im Team. Obwohl man eigentlich gegeneinander angetreten sei, sei die Stimmung sehr gut gewesen. «Wir haben einander Tipps gegeben und uns unterstützt.» Auch mit den Experten habe man sich gut unterhalten können. Das habe die Teilnahme an den Swissskills trotz des Stresses zu einer guten Erfahrung gemacht.

Aus ihren Worten spürt man heraus, wie sehr sie mit dem Beruf verbunden ist. «Ich liebe die Vielfalt; die Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich, wir sind immer wieder an anderen Orten, bei anderen Kunden.» Es erfülle sie mit Genugtuung, abends das Resultat ihrer Arbeit vor Augen zu haben und bei einer Fahrt durch die Re­gion Fassaden zu sehen, an denen sie mitgearbeitet habe. Sie habe sich immer gewünscht, eine körperliche Arbeit ausüben zu können. «Man muss schon fit sein», sagt sie. Doch eigne sich der Malerberuf auch sehr gut für Frauen – 11 der 13 Swiss­skills-Anwärter waren Frauen.

In einem Jahr wird Daniela Ziller die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Russland vertreten, was sie als Ehre empfindet und stolz macht. «Ein sehr spezielles Gefühl», sagt die junge Senslerin. Bereits im kommenden Februar findet der erste Vorbereitungskurs statt. «Ich gehe mit Freude dahinter.» Einen gewissen Druck werde es wohl schon geben. «Den meisten Druck macht man aber selber», sagt sie. Auf jeden Fall wird sie bei den Vorbereitungen das Angebot für ein Mentaltraining in Anspruch nehmen, um ihre Nervosität besser in den Griff zu bekommen.

Landwirtschaft

Der beste Gemüsegärtner

Die Gemüsegärtner waren zum ersten Mal überhaupt dabei bei den Berufsmeisterschaften. Eine Vorausscheidung fand im August in Ried statt (die FN berichteten). Yannick Etter aus Ried schaffte den Sprung nach Bern und sicherte sich dort nun die Goldmedaille. «Die Tage in Bern waren stressig», sagt Etter, «der Druck war hoch». Er habe ein gutes Gefühl gehabt, «aber weil wir keine Zwischenresultate erhielten, war ich mir nicht sicher». Die anspruchsvollste Prüfung stellte für ihn ein Parcours dar: «Wir mussten Krankheiten, Schädlinge und Unkraut erkennen, das war schwierig.» Neben Gold für Yannick Etter und Daniela Ziller (siehe Haupttext) geht eine dritte Goldmedaille in den Kanton Freiburg: Florent Lacilla aus Cottens siegte bei den Automobil-Mechatronikern.

emu

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