Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Es war ein sehr spezieller Moment»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Frederic Auderset

Duy Quan Nguyen und Frank Bogni, Ihr habt am Mittwoch mit Eurer Band Yokonoe am Paléo Festival gespielt.Was bedeutet der Auftritt an einem der grössten Openair-Festivals Europas für Euch?

Duy Quan Nguyen: Ich fühle mich stolz. Seit Jahren gehe ich als Zuschauer ans Paléo, beim ersten Mal war ich 13- oder 14-jährig. Nun sind wir selbst auf einer Bühne dieses grossartigen Festivals gestanden. Es war ein sehr spezieller Moment.

Bongni: Ich muss zugeben, dass ich wochenlang fast an nichts anderes gedacht habe. Wir haben immer davon geträumt, an der Bad Bonn Kilbi und am Paléo Festival zu spielen. Beides hat sich in diesem Jahr erfüllt. Wenn Veranstalter sehen, dass wir am Paléo gespielt haben, ist das für weitere Auftritte bestimmt hilfreich. Aber eigentlich zählt jedes Konzert. Denn je häufiger eine Band spielt, desto stärker wird sie wahrgenommen und bekommt entsprechend mehr Anfragen.

 

Wie seid Ihr denn zum Auftritt am Paléo gekommen?

Bongni: Letzten Herbst haben wir im Bad Bonn in Düdingen gespielt. Unser Konzertagent hat Romain Gomis, der für die Nachwuchsbands am Paléo zuständig ist, auf das Konzert aufmerksam gemacht. Gomis geht regelmässig ins Bad Bonn oder ins Fri-Son, wenn Bands aus der Region spielen. Diese Orte sind für Bands wie Yokonoe sehr wichtig. So kommen wir in Kontakt mit grösseren Anlässen wie dem Paléo Festival, das uns schliesslich gebucht hat.

 

Und wie sieht es mit Konzerten in der Deutschschweiz aus?

Bongni: Mit Yokonoe konnten wir zwar schon mehrmals in Deutschschweizer Städten spielen, in kleinen Lokalen. Aber ich habe trotzdem den Eindruck, dass es für Bands aus der Romandie schwieriger ist, Konzerte in der Deutschschweiz zu finden als in ihrer Region. Umgekehrt ist es aber nicht anders.

Nguyen: Das Deutschschweizer Publikum war übrigens jedes Mal fantastisch. Sie hörten sehr aufmerksam zu. Mehr als die Romands, finde ich.

 

Am Paléo Festival habt Ihr zusammen mit fünf Bläsern, dem «Bathyscaph-Orchester», gespielt. Wieso macht Ihr das nicht immer?

Bongni: Wenn wir mit dem Orchester spielen, sind wir neun Musiker auf der Bühne. Das geht oftmals nicht, weil die Bühne zu klein ist oder zu wenig Monitorlautsprecher vorhanden sind. Und weil wir die fünf Bläser bezahlen, sollte auch unsere Gage stimmen. Das ist leider auch nicht immer der Fall.

 

Stichwort Gagen: Könnt Ihr mit den Konzerten Geld verdienen?

Bongni: Nein. Aber darum geht es gar nicht. Wenn wir umherkommen und zusammen schöne Momente erleben, reicht uns das. Wir können unsere Transportkosten decken und manchmal etwas auf die Seite legen, damit wir vielleicht einmal eine kleine Tour im Ausland machen können. Oder um ein zweites Album aufzunehmen.

 

Für wann ist denn die nächste Veröffentlichung geplant?

Nguyen: Wir haben schon viele neue Ideen gesammelt, hatten wegen der zahlreichen Konzerte aber kaum Zeit, um richtig daran zu arbeiten. In diesem Sommer werden wir noch an drei Festivals spielen, danach geht aber jeder von uns auf längere Reisen. Nächsten Frühling nehmen wir uns dann die Zeit, um neue Songs zu komponieren. Wir bitten also um Geduld.

Atmosphärischer Post-Rock aus Freiburg: Yokonoe am diesjährigen Paléo Festival.Bild Alain Wicht

Yokonoe:Eintauchen in die Tiefsee

Die Freiburger Band Yokonoe besteht aus Duy Quan Nguyen (Gesang, Gitarre und Keyboards), Gilles Zehnder (Bass und Keyboards), Frank Bongni (Schlagzeug) und Benoît Gisler (Gesang, Gitarre und Piano). Die vier spielen seit 2006 zusammen. 2009 haben sie ihr erstes Album aufgenommen. Es heisst «Bathyscaph», benannt nach einem für die Tiefsee gebauten U-Boot von Auguste Piccard. Mit raffiniert arrangierten, gemächlich schwebenden Klangwelten erinnert Yokonoe an die Schwerelosigkeit unter Wasser. Ergriffenheit und grenzenlose Freiheit sind ebenso spürbar wie das beklemmende Gefühl, keinen Halt zu finden.fa

 

Mehr zum Thema