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«Eure Figuren haben mich angeregt»

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Applaus für Francis Moret, den künstlerischen Leiter des Murten Lichtfestivals, und Applaus für den Computergrafiker Alexis Gabirot von der Künstlergruppe Spectaculaires. Die beiden Gäste geben während ihres Besuchs den Beifall an die 19 Kinder der Klasse 8H der Primarschule Courgevaux von Lehrerin Anaïs Juillard zurück und bedanken sich. «Ihr habt schöne Zeichnungen gemacht», würdigt Moret die Arbeit der Kinder.

Denn die total 38 Zeichnungen, welche die Klasse letztes Jahr angefertigt hat, bilden die Grundlage für die Projektion «Sages comme des Images 2» und die fiktive Zeichenstunde von Lehrer Adrian von Bubenberg. Die Lichtshow – ein sogenanntes Mapping – ist auch in der zweiten Ausgabe des Murten Lichtfestivals eine der Hauptattraktionen. Gabirot hat die Figuren und Objekte aus den Kinderzeichnungen in mehr als 800 Stunden Arbeit in die Sequenz der Zeichenstunde eingebaut. «Es hat mir grosse Freude gemacht», sagt Gabirot den Kindern, bevor er ihnen die Originalbilder wieder aushändigt. «Eure Figuren haben mich angeregt.» So habe er sich zum Beispiel über den drei­beinigen Mann gefreut, der im Film mehrmals über die ganze Leinwand läuft. «Die Sequenz ist wunderschön geworden, alle sprechen davon», bestätigt Moret. Für den Künstler und ihn sei das Experiment eine lehrreiche Erfahrung gewesen.

Stolz und amüsiert

Schon am ersten Abend, am Mittwoch, hat sich fast die Hälfte der Schüler die Show mit ihren Zeichnungen auf der Fassade des Murtner Berntor-Schulhauses angesehen. «Es war interessant, wie sie unsere Zeichnungen eingebaut haben», erinnert sich Schüler Rafael beeindruckt. Und sein Kollege Noah fügt an: «Ich habe an diesem Abend viel gelacht. Aber ich bin auch stolz, dass so viele Menschen unsere Figuren anschauen können.»

Sie hätten sich beim Zeichnen Gedanken gemacht, betont Lehrerin Juillard gegenüber den beiden Besuchern. «Wir erzählen mit unseren Bildern eine Geschichte: die Neuauflage und Neuinterpretation der Schlacht bei Murten, einfach mit Ausserirdischen statt Burgundern.» Entsprechend sind Aliens ein häufiges Thema in den Zeichnungen. Doch auch Elfen, Kühe und Autos flitzen durch das Bild.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen an jenem Vormittag die Gelegenheit und stellen dem Videokünstler Fragen: Wie viel er an den Figuren farblich geändert habe, zum Beispiel. «Nichts. Nur einmal bei einer Kuh, musste ich sie rot färben, um sie hervorzuheben.» Oder er wird gefragt, wie er die Zeichnungen animiert und somit zum Leben erweckt habe. Das sei mit den spezialisierten Grafikprogrammen keine besondere Kunst, sagt der junge Franzose, doch die Aufgabe sei zeitraubend. Er müsse pro Sekunde 25 Bilder machen, damit es am Schluss einen Film ergibt.

«Wir liessen den Kindern weitgehend freie Hand. Sie konnten zeichnen, worauf sie Lust hatten», erklärt Gabirot nach dem Besuch. Und jedes einzelne Sujet in jeder Zeichnung floss in das Mapping ein. «Manchmal sind die Elemente, die wir entnommen haben, ganz klein, aber jedes Kind findet es in dieser Sequenz wieder», sagt der Videokünstler. Und natürlich ist auch der Name jedes Kindes auf dem Schlussbild aufgeführt.

Spektakuläre Lichtshow

Die Lichtshow «Sages comme des Images» wird zwischen 18 Uhr und 22 Uhr mehrmals auf die Fassade des Schulhauses Berntor projiziert. Es ist die Fortsetzung der letztjährigen Geschichte. Wie schon letztes Jahr lässt das spezialisierte französische Unternehmen Spectaculaires die Figur des Adrian von Bubenberg – des legendären Siegers der Schlacht von Murten – vom Brunnen beim Berntor-Schulhaus herabsteigen und eine Klasse von zweisprachigen Schulkindern unterrichten.

Zwischenbilanz

Über 10 000 Besucher am Lichtfestival vom Samstag

Der Anblick der Menschen, die am Samstagabend vom Murtner Stedtli her Richtung Bahnhof strömten, war ein Lichtblick: Gross und Klein hatte nach dem Besuch des Lichtfestivals glänzende Augen und sah auffallend glücklich aus. Und auch die Veranstalter zeigten sich zufrieden: «Am Samstag kamen zwischen 10 000 und 15 000 Besucher nach Murten», sagte Stephane Moret, Geschäftsleiter von Murten Tourismus, gestern auf Anfrage. «Am Freitagabend zählten wir rund 5000 Leute; wir hatten zuerst Angst, dass die Gäste dem Festival wegen des frostigen Wetters fern bleiben würden – nun sind wir froh, dass sie am Samstag zahlreich nach Murten gekommen sind.» Das neue Verkehrskonzept mit den Shuttle-Bussen habe sich bewährt, so Moret. «Unsere Kapazitäten sind noch nicht ausgeschöpft.»

emu

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