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Facebook – Fortschritt oder Gefahr für Privatsphäre und Gesellschaft?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marjolein Bieri

Die Internetplattform Facebook erlebte im Jahr 2008 einen enormen Boom und mauserte sich innert kürzester Zeit zur weltweit am häufigsten besuchten Kontaktwebsite

Wie alles begann

Die Genesis von Facebook scheint wie ein Märchen. Was im Februar 2004 als kleine Spielerei eines ehemaligen Harvardstudenten begann und ursprünglich bloss eine universitätsinterne Kommunikationsplattform sein sollte, entwickelte sich binnen weniger Jahre zu einer internationalen Erfolgsstory.

Im letzten Jahr erlebte Facebook schliesslich noch einmal einen enormen Expansionsschub, indem es in zwanzig verschiedene Sprachen übersetzt wurde, so dass es heute mehr als 120 Millionen aktive Nutzer verzeichnet. Der Gründer Mark Zuckerberg kann sich freuen, seine Erfindung hat momentan einen geschätzten Marktwert von 15 Milliarden US-Dollar und erzielt jährlich einen Gesamtumsatz von 150 Millionen.

So funktionierts

Und in der Tat, der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn Facebook bietet tatsächlich eine enorme Fülle an Möglichkeiten: Jeder Benutzer verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Man kann einzelne Personen öffentlich oder privat kontaktieren oder gleich eine ganze Interessengruppe ansprechen. So lassen sich Events und Partys mit einem grossen Zielpublikum ganz einfach und gratis planen.

Durch die Suchfunktion finden sich alte, längst aus den Augen verlorene Freunde plötzlich wieder, und der Kontakt- und Neuigkeitenaustausch ist um ein Vielfaches erleichtert und verschnellert worden. Viele Nutzer sind auch völlig begeistert von der Möglichkeit, Freundschaften aus der Ferne und dem Ausland nun endlich täglich und ohne grossen Aufwand pflegen zu können.

Aber nicht bloss der soziale Aspekt ist vertreten, denn Facebook verfügt auch über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können und somit ohne Kosten ein grosses Publikum erreicht werden kann. So tauschen sich verschiedenste Interessensgruppen aller Altersklassen auf der ganzen Welt über Facebook miteinander aus.

Verletzung der Privatsphäre?

Doch ein aktives Mitglied bei Facebook zu sein, bedeutet nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, denn um dabei zu sein, gibt jede Person ein Vielzahl persönlicher Daten an, nach welchen sich viele Organisationen die Finger lecken. Bereits Ende 2007 kündigte Facebook an, zukünftig sogenannte «personalisierte Werbung» zuzulassen, indem sie sensible persönliche Daten von Nutzern an Konzerne weiterleiten, was schnell zu Kritik und Protest unter den Usern führte.

Des Weiteren ist davon auszugehen, dass auch der amerikanische Geheimdienst sein Stück vom Kuchen abbekommt, da die CIA bereits seit den Anfangsjahren von Facebook dieses unterstützt und mitfinanziert. Die Nutzungsbedingungen von Facebook sind so formuliert, dass eine derartige Nutzung der Daten gestattet ist.

Gefahr der Sucht

Doch die weitaus grösste Gefahr sei es, sich in der virtuellen Welt zu verlieren, so Matthias Aebischer, Moderator beim Schweizer Fernsehen und Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Freiburg. Er sieht solche Plattformen einerseits als Chance im Privaten und im Beruf, doch sei es äusserst wichtig, die richtige Balance zu finden, um nicht die ganze Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen und so schliesslich den Bezug zu realen Kontakten zu verlieren und zu verkümmern. Denn jede Minute vor dem Bildschirm gehe an die effektive Arbeitszeit verloren, und ein Treffen eins zu eins biete das 100-fache eines Chats.

So gilt es also, die neu gewonnenen Möglichkeiten zu geniessen und ohne schlechtes Gewissen oder Angst zu nutzen, jedoch sollte man immer den nötigen Respekt behalten und den Wert der realen Welt nicht vergessen.

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