Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Fast jede Woche fängt ein Neuling an

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Des Alpes in Düdingen ist kein normales Hotel-Restaurant. Zwar läuft im Gastronomiebetrieb einiges wie in jedem anderen Restaurant: Gäste werden empfangen und bedient – und doch sind die Abläufe ein wenig anders organisiert. Das liegt darin, dass das Des Alpes seit 22 Jahren Arbeitssuchende in Küche, Service und Hausdienst ausbildet und ihnen so die Möglichkeit bietet, wieder in ein geregeltes Arbeitsleben einzusteigen. Für diese Beschäftigungsmassnahme gibt es einen Leistungsvertrag zwischen dem Trägerverein und dem Kantonalen Amt für den Arbeitsmarkt.

Konzept funktioniert

All die Jahre hat das Konzept gut funktioniert, und das Gastro­projekt Düdingen ist über die regionalen Grenzen hinaus ein Vorzeigebetrieb. In den letzten Jahren konnte der Umsatz stetig gesteigert werden. «Zahlreiche Gäste möchten mit ihrem Besuch gleichzeitig ihre Sympathie für das Projekt ausdrücken», sagt Werner Zurkinden, Präsident des Trägervereins. Und sehr viele Stellensuchende hätten dank ihrem Aufenthalt im Des Alpes eine Stelle gefunden. Immer wieder schaffen einige von ihnen gar die Attestprüfung von Gastro Freiburg, was ihre Chancen auf eine Anstellung noch erhöht.

Geänderte Voraussetzungen

In den letzten Jahren und besonders im letzten Jahr habe sich die Ausgangslage in Bezug auf die Arbeitslosenzahlen allgemein verändert, so Werner Zurkinden. «Eigentlich ist das eine gute Nachricht. Es hat weniger Arbeitslose.» Doch das habe zur Folge, dass die von ­ den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) an das Gastroprojekt vermittelten Personen weit mehr Betreuungsaufwand benötigten als vorher. «Bisher hatten wir vorwiegend Stellensuchende, die entweder Deutsch oder Französisch sprachen oder zumindest eine Ahnung von Gastronomie hatten. Immer öfter haben wir nun Programmteilnehmer und -teilnehmerinnen, die keine dieser Voraussetzungen erfüllen.»

Dies wiederum habe zur Folge, dass die festangestellten Mitarbeitenden in Küche, Service und Hausdienst – ein Team von 13 Personen – mit den neu ankommenden Stellensuchenden oft nur via eine Drittsprache wie Spanisch, Portugiesisch oder Englisch kommunizieren könnten. Das bedeute mehr Aufwand und Begleitung, bis die Teilnehmer im ihnen zugeteilten Arbeitsbereich tätig sein könnten.

Das Konzept des Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms sieht vor, dass jeder Arbeitssuchende während seines dreimonatigen Aufenthalts im Des Alpes seiner Bewerbungspflicht nachkommt. Alle Teilnehmer werden in Bewerbungstechnik ausgebildet. Sie werden darin geschult, ein überzeugendes Bewerbungsdossier zu erstellen und sich in Vorstellungsgesprächen geschickt zu verhalten. «Das kann aber dazu führen, dass sie von heute auf morgen bei uns aufhören und anderswo eine Stelle antreten. Eine zwar erfreuliche Sache, aber für unseren Betrieb auch eine Herausforderung, da wir öfter mit neuen Stellensuchenden von vorne anfangen», sagt Werner Zurkinden.

Die 22 zur Verfügung stehenden Programmplätze sind 2018 von 128 Stellensuchenden belegt worden, was heisst, dass nahezu jede Woche neue Stellensuchende ins Programm einsteigen. Von den Mitarbeitenden sei in Anbetracht dieser Besonderheiten viel Motivation, Flexibilität und Einsatzbereitschaft gefordert.

Schwierige Personalsuche

Deswegen sei es nicht einfach, Mitarbeitende zu finden. Nebst einer guten fachlichen Qualifikation brauche es eine hohe Sozial­kompetenz, Sprachkenntnisse und Freude an der Herausforderung, mit ständig wechselnden Programmteilnehmern und -teilnehmerinnen zu arbeiten. «Die Arbeitszeiten im Gastgewerbe führen auch dazu, dass es schwierig ist, erfahrenes Küchenpersonal zu finden.»

Der Vorstand habe sich Gedanken zur Zukunft gemacht. «Das Ausbildungskonzept überzeugt nach wie vor», sagt der Vereinspräsident. Das Amt für den Arbeitsmarkt und der Vorstand seien sich einig, dass das Projekt weitergeführt werden soll. «Die Gastronomie ist ein Bereich, in dem es für Arbeitslose relativ einfach ist, eine Anstellung zu finden. Das Gastgewerbe sucht permanent qualifiziertes Personal.»

Der Vorstand habe deshalb mehrere Massnahmen beschlossen, um sowohl dem Betrieb wieder neuen Schwung zu verleihen als auch das Beschäftigungsprogramm weiterführen zu können. So hat der Verein auf den 1. März Carola Baeriswyl als Betriebsleiterin angestellt. Die erfahrene Wirtin hat früher unter anderem das Hotel-Restaurant Bad in Schwarzsee geleitet. Auch wurde mit Gilles Strasser ein neuer Chefkoch angestellt. «Die Menükarte wird bunt bleiben. Neben neuen Trends wie etwa der vegetarischen Küche werden auch wieder mehr klassische Menüs angeboten», sagt Werner Zurkinden. Das Des ­Alpes solle sich noch stärker als Adresse für Familienfeste und Vereinsessen etablieren.

Weiter hat der Vorstand sämtliche internen Abläufe auf Optimierungspotenzial analysiert. «Wir haben alles hinterfragt und uns überlegt, wo wir schlanker und effizienter werden können, ohne die Besonderheiten dieses Betriebs aufzugeben. Der Vorstand und das Team des Gastroprojekts Des Alpes in Düdingen starten deshalb optimistisch in die Sommersaison.

«Wir haben alles hinterfragt und uns überlegt, wo wir schlanker und effizienter werden können.»

Werner Zurkinden

Präsident Trägerverein Gastroprojekt Des Alpes Düdingen

«Zunehmend öfter haben wir Stellensuchende, die weder Deutsch oder Französisch sprechen noch eine Ahnung von Gastronomie haben.»

Werner Zurkinden

Präsident Trägerverein Gastroprojekt Des Alpes Düdingen

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema