Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Fastnacht Murten hat neue Spitze

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn die Guggenmusiken und Fastnächtler durch die Murtner Gassen ziehen, wird es so manchem warm ums Herz. Die Fastnacht ist eine Leidenschaft und hat in Murten ihren festen Platz. Damit der Umzug, das Monsterkonzert, der Kinderball zustande kommen, braucht es die Murtner Fastnachtsgesellschaft (FGM). Sie ist die übergeordnete Organisation der Guggen und Zünfte der Region Murten. Bis zum 5. April waren alle Ämter der FGM besetzt: Präsidium, Kasse, Hofnarr und Umzugsobmann sowie die Vertreter der angeschlossenen Guggen. An jenem Datum platzte jedoch eine Bombe: Nach einem Streit gaben acht aktive Mitglieder per sofort ihren Austritt bekannt, ohne dies gegenüber der Öffentlichkeit weiter zu kommentieren. Darunter auch die FGM-Präsidentin Sabine Haeny, Orlando Corbetti als erster Vizepräsident und Urs Kaltenrieder als langjähriger Kassier. Am Freitagabend an der Generalversammlung in Gurwolf haben die FGM-Mitglieder nun die wichtigsten Posten neu besetzt, Erklärungen geliefert und Kritik ausgeteilt.

Durch die Versammlung führte André Kaltenrieder als zweiter FGM-Vize: «Sabine Hae­ny hat nach ihrem Rücktritt mitgeteilt, dass es keinen Jahresbericht gibt, und bittet darum, dies zu akzeptieren.» Die Versammlung genehmigte das ohne Gegenstimme, genauso wie auch die Rechnung (siehe Kasten). Es herrschte eine angespannte Ruhe im Saal bis zu Traktandum acht: Mutationen. Auf einen Briefwechsel zwischen den Präsidenten der Guggen und der FGM-Spitze sei ein Treffen gefolgt, erklärte Kaltenrieder. Doch es sei keine Diskussion entstanden: Acht Mitglieder der FGM-Spitze hätten, ohne lange zu fackeln, ihren Austritt gegeben. «Es war nicht einfach und sehr emotional.»

Kaltenrieder schlug vor, Stefan Büschi von der Gugge Loubeschränzer zum neuen Präsidenten zu ernennen. «Es ist mir bewusst, was auf uns zukommt, dennoch fangen wir neu an», sagte Büschi. Die Kommunikation sei das Thema der Stunde. «Wir müssen die Chance jetzt packen, alle gemeinsam am ‹Chare› ziehen und Gas geben.»

Die Versammlung wählte Büschi mit Beifall. Zum ersten Vize ernannten die Mitglieder Daniel Neuenschwander von der Rüebeloch-Clique. André Kaltenrieder bleibt zweiter Vize und erhielt für seine Bemühungen in den letzten Wochen, rasch neue Kandidaten für die FGM-Spitze zu finden, tosenden Beifall. Noch sind nicht alle wichtigen Posten für die Murtner Fastnacht 2018 besetzt, dafür steht eine öffentliche Sitzung am 6. Juni auf dem Programm.

Das Traktandum Verschiedenes brachte etwas Licht ins Dunkel des besagten Briefes: «Ich habe den Brief mit der Liste an Vorwürfen gelesen», sagte ein Mitglied. «Ich fand das sehr banal, unüberlegt und drittklassig.» Ein anderes Mitglied bezeichnete die Vorwürfe als «unhaltbar». Es sei nicht verwunderlich, dass darauf Rücktritte folgten. «Aber wenn wir nicht miteinander reden, kommen wir nicht vorwärts», sagte Büschi dazu. Das Verhalten an dem Treffen sei bezeichnend gewesen: «Der Brief ist nicht gut, aber ohne Gespräch den Rücktritt einzureichen, ist auch nicht gut.» Alle müssten aufhören, hintenrumzureden.

Von den acht Mitgliedern, die in globo zurückgetreten sind, hat die Versammlung zwei zu Freimitgliedern und sechs zu Ehrenmitgliedern ernannt. Einige waren an der Versammlung anwesend: «Jedes der abtretenden FGM-Mitglieder hilft noch mit», sagte Monika Laubscher, die zuvor das Sekretariat innehatte. «Obwohl wir enttäuscht, verletzt und traurig sind.» Die neue Garde könne für die Fastnacht 2018 auf sie zählen.

Zahlen und Fakten

Weniger Plaketten verkauft

Die Rechnung der Fastnachtsgesellschaft Murten (FGM) schliesst bei Ausgaben von über 100 000 Franken mit einem Defizit von rund 14 000 Franken. Das Reinvermögen der FGM beträgt damit noch 78 200 Franken. Laut Kassier Urs Kaltenrieder ist der Verlust hauptsächlich auf zwei Punkte zurückzuführen: 2017 konnte die FGM weniger Plaketten verkaufen als budgetiert. 162 Silber-, 79 Gold- und 17 Supergold-Plaketten blieben ungenutzt. Zudem kosteten die Verkehrskadetten mehr: «Weil es nicht gelang, die aus Solothurn zu engagieren, mussten wir auf die Berner Verkehrskadetten ausweichen», erklärte Kaltenrieder an der Generalversammlung. Und die seien um einiges teurer gewesen als jene aus Solothurn.

emu

 

 

Mehr zum Thema