Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

FDP sagt Nein zur «Grande Ferme»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

FDP sagt Nein zur «Grande Ferme»

Die FDP Murten und Umgebung ist gegen das am 13. November 2003 in den FN vorgestellte Projekt für einen Jugendtreff «Grande Ferme» in Löwenberg. Die skizzierte Lösung sei zu teuer, stehe in der Industriezone einer andern Nutzung im Weg und sei zu weit weg vom Zentrum.

Die FDP Murten und Umgebung hat sich im Laufe dieses Jahres in verschiedenen Gremien mit dem Projekt «Grande Ferme» auseinander gesetzt. «Unsere Einstellung ist, dass es grundsätzlich nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sein kann, selber für die Freizeitbeschäftigung von mündigen erwachsenen Bürgern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren zu sorgen und aufkommen zu müssen», schreibt die FDP in einer Medienmitteilung.

Erfahrungen aus anderen Gemeinden hätten gezeigt, dass die Zeit der fixen Einrichtungen für Jugendliche vorbei sei. Die Jungendlichen und vor allem die jungen Erwachsenen (von denen im Zusammenhang mit der Grande Ferme die Rede ist) verhielten sich oft konsumorientiert und gingen dorthin, wo etwas Neues geboten wird. Nach ein paar Mal werde das Gebotene wegen anderen neuen Angeboten zunehmend unattraktiv und sie zögen weiter.

Die engagierten Jugendlichen, welche es zudem brauche, um einen solchen Treff am Leben erhalten zu können, seien meist schon in Vereinen organisiert und könnten keine zusätzliche Zeit investieren, ist die FDP überzeugt.

Für den Standort spreche die Tatsache, dass sich in der näheren Umgebung keine Wohnbauten befinden. Gleichzeitig könne diese dezentrale Lage jedoch zum Handicap der «Grande Ferme» werden. Die Jugendlichen seien auch gerne unter Leuten. «Zudem befindet sich die Liegenschaft in der Industrie-/ Gewerbezone und könnte allenfalls von lokalen Gewerbetreibenden sinnvoll genutzt werden», findet die FDP.

Zu teuer

«Wir bezweifeln auch, dass die erwähnte schriftliche Umfrage bei den Jugendlichen repräsentativ ist», schreibt die Partei weiter.

Hingegen findet sie, dass die Erstinvestitionen tatsächlich nicht sehr hoch seien. Sie wendet aber ein: «Das nötige Geld für den vollständigen Endausbau kann jedoch schnell ins gute Tuch gehen. Die jährlichen Betriebskosten können von Murten alleine nicht getragen werden. Schlussendlich ist das Projekt zu teuer und für eine Gemeinde wie Murten schlicht nicht finanzierbar, von den Folgekosten ganz zu schweigen.» Fraglich sei auch, ob die laufende Umfrage bei den Nachbargemeinden genügend finanzielle Zusagen einbringen wird, um das Projekt realistischer erscheinen zu lassen.

Bereit, Haltung zu überdenken

Die FDP Murten ist sich bewusst, dass die Situation rund um das Jugendzentrum Tivoli (für Jugendliche im schulpflichtigen Alter) einer Verbesserung bedürfe, und sie sei auch bereit, ihre Haltung zu überdenken, «wenn von Seiten der Initianten ein klares Konzept mit einer repräsentativen Bedürfnisabklärung vorliegt und wenn ohne Scheuklappen andere Standorte respektive Lösungen der Jugendbetreuung eingehend geprüft werden. Es müssen vor allem auch Varianten diskutiert werden, welche zum Beispiel die standortungebundene Betreuung von Jugendlichen mit echten Problemen (z.B. Arbeitslosigkeit, keine Lehrstelle) vorsehen», fordert die FDP. FN/Comm.

Mehr zum Thema