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«Fern bleiben» – Die mobile Frau

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Lo hat ihren Job gekündigt und fährt Eisenbahn. In ihrem Debütroman «Fern bleiben» lässt die in Zürich wohnhafte Autorin Ulrike Ulrich ihre Protagonistin quer durch Europa reisen. Fernweh ist die Sehnsucht nach einem fernen Ort, an dem es sich lohnt, Heimweh zu empfinden. Die Distanz ist notwendig, weil die vertrauten Dinge sonst zu nah wären.

Immer weiter

Mit wachem Sinn für alltägliche Geschichten protokolliert Ulrike Ulrich diese mehrwöchige Bahnreise durch Europa. Es muss dabei immer weiter gehen, denn eine Option ist nur eine Option, solange man nicht wählt. Lo geniesst ihre Unruhe, auch wenn es ihr manchmal zu viel wird.

Ihre Geschichten folgen sich streng chronologisch, locker zusammengehalten durch spärliche Leitmotive oder die SMS-Botschaften. Die Anlage von Ulrike Ulrichs Buch verheisst mit Recht eine Fülle von Anekdoten. Eine der schönsten inszeniert Lo selbst im Zug von Wien nach Zürich. Dem vorlaut telefonierenden Herrn, der seine Handy-Nummer durch den Zug schreit, sendet sie eine SMS, worin sie im Namen der ÖBB-Qualitätskontrolle um etwas mehr Diskretion bittet.

Mit der Zeit überträgt sich allerdings die Unschlüssigkeit der Heldin auf das Buch. Ein geschlossener Roman mag daraus nicht so recht entstehen. im

Ulrike Ulrich: «Fern bleiben». Roman. Luftschacht Verlag, Wien 2010. 254 Seiten.

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